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Darstellung und Analyse besonderer Belastungseffekte bei Berufspendlern

Zitiere als: Blickle, Wolfgang Carl Gustav (2006): Darstellung und Analyse besonderer Belastungseffekte bei Berufspendlern. Open Access Repositorium der Universität Ulm. Dissertation. http://dx.doi.org/10.18725/OPARU-665

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vts_5593_7349.pdf (6.553Mb)
117 Seiten
 
DOI
10.18725/OPARU-665
Auch gedruckt in der Bibliothek
Z: J-H 11.118 ; W: W-H 9.060

Metadata
Zur Langanzeige
Autor(en)
Blickle, Wolfgang Carl Gustav
Fakultät
Medizinische Fakultät
Ressourcen- / Medientyp
Dissertation, Text
Datum der Freischaltung
2006-05-22
Zusammenfassung
In dieser Querschnittsuntersuchung wurden die Einflüsse und Auswirkungen des Berufspendelns auf 277 vorwiegend mit dem PKW pendelnde Arbeitnehmer in einem Unternehmen der Automobilindustrie im süddeutschen Raum untersucht. Dabei zeigten sich unter anderem Unterschiede zwischen den Pendlern, die selbst zur Arbeit fahren und denjenigen, die in einer Fahrgemeinschaft als Mitfahrer pendeln. Die Einflüsse auf die Gründe für das Pendeln unterscheiden sich sowohl nach der in Kauf genommenen Wegezeit als auch nach dem Geschlecht der Pendler. Berufspendler, die jeden Tag viel Zeit in das Pendeln investieren, tun dies hauptsächlich wegen des Freundeskreises, weil sie ein Haus gekauft oder geerbt haben oder weil es keine geeigneten Arbeitsplätze am Wohnort gibt. Für Männer spielen im Gegensatz zu den Frauen die besseren Verdienstmöglichkeiten und der Schulort der Kinder eine große Rolle. Das könnte daran liegen, dass Frauen mit Familie wegen der immer noch vorherrschenden traditionellen Rollenverteilung gar nicht die Möglichkeit haben, über lange Distanzen zu pendeln. Das Pendeln stellt für die meisten Berufspendler einen zusätzlichen Stressfaktor dar, der zu einem erhöhten psychischen und somatischen Leidensdruck führt. Dabei ist die Zeit, die für das Pendeln aufgewendet wird, entscheidender als die Distanz. Die Pendler, die durch einen Verkehrsstau unruhig und nervös werden oder unter Zeitdruck geraten, haben auch einen höheren Leidensdruck. Die ärztliche Versorgungssituation der Berufspendler ist nicht optimal, da sie durch die zusätzliche Belastung weniger Zeit haben, Arztbesuche einzuplanen und regelmäßige Behandlungstermine wahrzunehmen. Tägliches Pendeln bedeutet zusätzlichen Stress und hat Auswirkungen auf die Lebensqualität. Kurzstreckenpendler sollten versuchen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu gelangen, um so die Wegezeit als cardiovaskuläre Trainingszeit zu nutzen.
Lizenz
Standard (Fassung vom 03.05.2003)
https://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v1
MeSH
Occupational diseases
GND
Arbeitsplatz
Pendler
Psychosomatische Störung
Stress
Tagespendler
DDC-Sachgruppe
DDC 610 / Medicine & health

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