Speläotherapie obstruktiver Lungenerkrankungen bei Kindern

dc.contributor.authorLindacher, Heike
dc.date.accessioned2016-03-14T13:41:05Z
dc.date.available2016-03-14T13:41:05Z
dc.date.created2006
dc.description.abstractZiel dieser Arbeit war es, die Wirksamkeit der Speläotherapie, also der therapeutischen Exposition in Höhlen und Stollen bei Kindern mit obstruktiven Lungenerkrankungen, zu überprüfen. Dazu wurde eine kontrollierte, randomisierte Multicenterstudie im Tiefen Stollen in Aalen, im Hella-Glück-Stollen in Neubulach und in der Teufelshöhle in Pottenstein durchgeführt. Als Hauptzielgrößen wurden das forcierte Exspirationsvolumen in einer Sekunde (FEV 1) sowie der Verbrauch an kurzwirksamen ß 2-Mimetika nach dreiwöchiger täglich zweistündiger Exposition gemessen. Nach der Voruntersuchung wurden die 121 Kinder in der Woche vor der Exposition dreimal besucht, wobei jeweils eine Spirometriemessung erfolgte. Die Kinder der Vergleichsgruppe wurden identisch behandelt, nur dass ihr Aufenthalt nicht in der Höhle, sondern in einem nahe gelegenen Raum oberhalb der Höhle bzw. des Stollens stattfand. In der Nachphase, also der Woche nach der Höhlen- oder Stollenexposition, wurden dieselben Parameter erneut erhoben. Dabei ergab sich postexpositionell ein signifikanter (p = 0,0002) Anstieg des FEV 1 um 10,5 % vom Sollwert eines vergleichbaren gesunden Kindes versus 0 % in der Vergleichsgruppe. Positive, nicht signifikante Tendenzen zeigten sich für MEF 25 (maximale exspiratorische Atemstromstärke bei 25 % der forcierten Vitalkapazität) und MEF 50 (maximale exspiratorische Atemstromstärke bei 50 % der forcierten Vitalkapazität). Aus dem Verbrauch an kurzwirksamen ß 2-Mimetika ließen sich keine eindeutigen Schlussfolgerungen ziehen, weil nur jeweils etwas mehr als ein Drittel der Kinder überhaupt die Einnahme von kurzwirksamen ß 2-Mimetika angab. Es ergab sich zu keinem Zeitpunkt ein Hinweis auf unerwünschte Nebenwirkungen in der Therapiegruppe. Die vorliegende Arbeit ist damit die erste Studie, die in ihrem Design Kriterien der evidenzbasierten Medizin Genüge trägt und die Wirksamkeit der Speläotherapie bei Kindern mit obstruktiven Atemwegserkrankungen statistisch eindeutig belegt. Auf der Basis der vorliegenden Ergebnisse lässt sich jedoch keine Aussage darüber machen, wie lange der positive Effekt der Speläotherapie anhält und ob Speläotherapie auch bei anderen Atemwegserkrankungen oder in anderen Patientengruppen, wie z.B. Erwachsenen, wirksam ist.
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-772
dc.identifier.urlhttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/123456789/799
dc.identifier.urnhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-58335
dc.language.isode
dc.publisherUniversität Ulm
dc.rightsStandard (Fassung vom 03.05.2003)
dc.rights.urihttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v1
dc.subjectObstruktive Lungenerkrankung
dc.subjectSpeläotherapie
dc.subject.ddcDDC 610 / Medicine & health
dc.subject.gndBronchialasthma
dc.subject.gndHöhlentherapie
dc.subject.gndKind
dc.subject.gndKlimatherapie
dc.subject.gndKontrollierte klinische Studie
dc.subject.meshAsthma. In infancy and childhood
dc.subject.meshLung diseases, obstructive. In infancy and childhood
dc.titleSpeläotherapie obstruktiver Lungenerkrankungen bei Kindern
dc.typeDissertation
uulm.affiliationGeneralMedizinische Fakultät
uulm.bibliographieuulm
uulm.categoryPublikationen
uulm.freischaltungVTS2007-02-02T23:10:38Z
uulm.peerReviewnein
uulm.shelfmarkZ: J-H 11.376 ; W: W-H 9.484
uulm.typeDCMIText
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