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AuthorNeuwirth, Evadc.contributor.author
Date of accession2018-09-10T13:15:39Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2018-09-10T13:15:39Zdc.date.available
Year of creation2017dc.date.created
Date of first publication2018-09-10dc.date.issued
AbstractPrimäres Ziel dieser Studie war es die Mortalität, Morbidität und Komplikationen der Ligatur des persistierenden Ductus arteriosus (PDA) auf einer neonatologischen Intensivstation bei Frühgeborenen unter 1500 g Geburtsgewicht zu untersuchen. In dieser retrospektiven Studie wurden Daten aller in Ulm behandelter Frühgeborener unter 1500 g in einem Zeitraum von fünfeinhalb Jahren analysiert (01.01.2006 – 30.06.2011) und die Kinder mit chirurgischem Ductusverschluss als separate Kohorte genauer betrachtet. In der Kohorte mit Ductusligatur zeigte sich mit im Median 24,4 Schwangerschaftswochen (SSW) ein signifikant geringeres Gestationsalter als in der Kohorte ohne Ligatur (im Median 28,0 SSW), sowie mit im Median 595 g ein signifikant geringeres Geburtsgewicht als in der Kohorte ohne Ligatur (im Median 950 g). Die Kohorte mit Ductusligatur bestand fast ausschließlich aus extremely low birth weight infants (ELBWI), somit aus Kindern mit Geburtsgewicht < 1000 g. Die APGAR Werte der Kinder mit Ductusligatur waren zu allen Zeitpunkten niedriger als in der Kohorte ohne Ligatur. Das Alter der Kinder zum Zeitpunkt der PDA Diagnose betrug im Median 12 Tage, das Alter bei Ligatur 27 Tage und das Gewicht bei Ligatur 880 g. Der echokardiografisch bestimmte Ductusdurchmesser lag in dieser Studie im Median bei 3,0 mm, die linkes Atrium zu Aorta Ratio betrug im Median 1,7, der Resistance Index der Arteria cerebri anterior lag im Median bei 0,89. Bei 96% der Kinder mit PDA Ligatur wurde präoperativ ein medikamentöser Ductusverschluss mit Prostaglandininhibitoren versucht. Hinsichtlich der Begleiterkrankungen fanden sich bei den Kindern mit Ligatur signifikant mehr Fälle intraventrikulärer Hirnblutungen (58% vs. 21%) und Lungenblutungen (15% vs. 3%) als bei der Gesamtkohorte. Interessanter Weise zeigten die Kinder mit Ductusligatur in dieser Studie nicht signifikant mehr Fälle einer Nekrotisierenden Enterokolitis (4% vs. 5%), Fokalen Intestinalen Perforation (8% vs. 4%) und Periventrikulären Leukomalazie (0% vs. 2%) als die übrigen Kinder. Keines der Kinder verstarb während der Ductusligatur, auch in den 28 Tagen nach Ductusligatur gab es keine Todesfälle. Während der Operation benötigten 67% der Kinder Katecholamine, bei einem Kind (2%) kam es zu einer transfusionspflichtigen Blutung und in einem Fall wurde fälschlicherweise der linke Ast der Arteria pulmonalis ligiert. In keinem Fall kam es zur akzidentiellen Extubation oder Tubusdislokation während des kurzen Transports in den Eingriffsraum. Postoperativ bestand bei 21% der Fälle ein Pneumothorax, bei 8% eine Hyperkapnie, bei 6% eine Hypokapnie, bei 6% eine Hypothermie und bei 4% eine Hyperthermie. In der ersten postoperativen Woche wurde bei 4% der Kinder eine Diaphragmaparese diagnostiziert, bei 6% entwickelte sich eine Wundinfektion und bei 2% trat ein Chylothorax auf. Die Rate der Bronchopulmonalen Dysplasie war bei Kindern mit Ductusligatur mit 54% signifikant höher als bei der Kohorte ohne Ductusligatur mit 19%; auch trat die Frühgeborenen Retinopathie mit 85% deutlich häufiger auf als mit 39% in der Kohorte ohne Ligatur. Die Frühgeborenen der Kohorte mit PDA Ligatur verbesserten sich sowohl hämodynamisch als auch respiratorisch 3 Tage postoperativ im Vergleich zu der Mehrzahl der präoperativen Ausgangswerte. Der mittlere arterielle Druck war 72 Stunden postoperativ signifikant höher, die Herzfrequenz signifikant niedriger und nur noch 28% der Kinder benötigten Katecholamine (im Vergleich zu 50% mit Katecholaminen unmittelbar präoperativ und 71% unmittelbar postoperativ). Der mittlere Atemwegsdruck war 3 Tage postoperativ signifikant geringer als präoperativ. Die Studie zeigte, dass die Höhe des präoperativen Carrico- und Oxygenierungsindex eine Rolle in der Einschätzung des postoperativen respiratorischen Outcomes bei ELBWI spielen könnte. Hierzu bedarf es jedoch weiterer prospektiver Studien. Zusammenfassend konnte die Studie mit niedrigen Komplikationsraten und ohne operationsbedingte Mortalität die Sicherheit der chirurgischen PDA Ligatur im an die Intensivstation angeschlossenen Eingriffsraum bei fast ausschließlich ELBWI belegen. Die Risiken für fragile Frühgeborene, die mit einem Transport in einen Operationssaal assoziiert sind, können somit verringert werden.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordPersistierender Ductus arteriosusdc.subject
KeywordFrühgeborenedc.subject
KeywordPDA Ligaturdc.subject
KeywordELBWIdc.subject
KeywordOxigenierungsindexdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHInfant, prematuredc.subject.mesh
MeSHDuctus arteriosus, patent; Surgerydc.subject.mesh
MeSHLigation; Methodsdc.subject.mesh
MeSHInfant, Extremly low birth weightdc.subject.mesh
TitleMortalität und Morbidität bei Ligatur des persistierenden Ductus Arteriosus Botalli bei Frühgeborenen unter 1500g auf einer neonatologischen Intensivstationdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2018-05-18dcterms.dateAccepted
RefereeHummler, Helmutdc.contributor.referee
RefereeLiebold, Andreasdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-9703dc.identifier.doi
PPN1031148485dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-9760-8dc.identifier.urn
GNDOffener Ductus Botallidc.subject.gnd
GNDFrühgeborenesdc.subject.gnd
GNDNeonatologiedc.subject.gnd
GNDGeburtsgewichtdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Kinder- und Jugendmedizinuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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