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AutorMendler, Inesdc.contributor.author
Aufnahmedatum2018-07-24T07:52:02Zdc.date.accessioned
In OPARU verfügbar seit2018-07-24T07:52:02Zdc.date.available
Jahr der Erstellung2017dc.date.created
Datum der Erstveröffentlichung2018-07-24dc.date.issued
ZusammenfassungNach wie vor ist die perinatale Asphyxie des Neugeborenen eine Komplikation, die mit einem hohen Risiko für den Tod oder einer bleibenden Behinderung der Kinder einhergeht. Führt die Asphyxie zu einer Hypoxisch ischämische Enzephalopathie, bedarf es neben intensivmedizinischer Behandlung ggf. einer Kühltherapie. Im Rahmen einer hypoxisch ischämischen Minderversorgung des Gehirns, stellt sich die Frage nach der Prognose unter der eingeleiteten Therapie (neurologisches und kognitives Outcome). Darüber hinaus muss rasch entschieden werden, ob neuroprotektive Behandlungen kurz nach der Geburt und weiterführenden Therapien sinnvoll/notwendig sind. Weiterhin sind prognostisch valide Parameter für die Beratung der Eltern extrem wichtig. Thompson et al. führte 1997 ein numerisches Bewertungssystem zur prognostischen Einschätzung von Neugeborenen mit einer hypoxisch ischämischen Enzephalopathie ein. Dieses wurde zwar ursprünglich für den Einsatz in Entwicklungsländern entwickelt, in denen Technologien zur Feststellung zerebraler Schäden nicht zur Verfügung stehen. Aufgrund der guten Handhabbarkeit findet der Thompson Score - obwohl er ausschließlich an nicht gekühlten Kindern evaluiert wurde - aber auch in Industrieländern im Rahmen einer Kühltherapie standardisierten Einsatz. Da es bislang keine Untersuchung zum Einsatz des Thompson Scores unter Hypothermietherapie gab, haben wir den Thompson Score als prognostisches Mittel unter Hypothermietherapie unter folgenden Fragestellungen untersucht: 1. Untersuchung zum Vorhersagewert des Thompson Scores bei Kindern mit Asphyxie und Kühltherapie bei moderater bis schwerer HIE. Korrelation zwischen Thompson Score und neurologischem und kognitivem Outcome in der Population der gekühlten Kinder. 2. Vorhersagewert des Thompson Scores bei Patienten mit perinataler Azidose oder Asphyxie generell. Der Vorteil unserer Untersuchung lag vor allem in der im Vergleich zur Originalpublikation größeren Population n = 64. Wir screenten Kinder, geboren zwischen dem 01.04.2007 und dem 31.07.2011 mit den Diagnosen perinatale Asphyxie und Azidose mit und ohne Kühltherapie. Für unsere Untersuchung konnten insgesamt 64 (83,1%) Kinder (Gekühlte 33, nicht Gekühlte 31) untersucht bzw. erfasst (einschließlich verstorbener Kinder) werden. Es zeigte sich ein erfreulich hoher Rücklauf von insgesamt 81,4% (Rücklauf innerhalb der Gruppe der gekühlten Kinder 89,7% und 75,6% der nicht gekühlten Kinder). Dabei konnten wir zeigen, dass maximale Werte des Thompson Scores ≤ 10, > 10 und > 15 mit guten prädiktiven Werten, einer ausreichenden Sensitivität und sehr guten Spezifität im Rahmen des klinischen Alltag anzuwenden sind. Ferner zeigt sich hierbei der Einfluss der Sedierung in den ersten 2 - 3 Tagen und muss bei der Abschätzung berücksichtigt werden. Vor allem die differenziertere Betrachtung der Mittelwerte des Thompson Scores (- Base, - Max und - Last) zeigen ab Tag 4 das Werte > 14 (bzw. > 10 für Last) mit einem schlechten Outcome (Tod, schwere Behinderung) und Werte ≤ 6 mit gutem bis sehr gutem Outcome (moderate, leichte oder keine Behinderung) einhergehen. Auch in der Spearman Rank Korrelation findet sich dieser Zusammenhang ab Tag 4. Zudem zeigt sich in der Logistischen Regression je höher der Thompson Score, desto höher die Wahrscheinlichkeit für ein schlechtes Outcome. Vor allem zeigt sich ein sehr starker Zusammenhang für die Beurteilung des kognitiven Outcomes innerhalb der Hypothermiegruppe und am stärksten bezüglich Tod. Zusammenfassend bietet der Thompson Score verschiedene Möglichkeiten der Interpretation und lässt sich gut bei Kindern mit einer Hypothermiebehandlung in der Verlaufskontrolle einsetzen. Auch als numerisches Bewertungssystem zur prognostischen Einschätzung des kognitiven und neurologischen Outcomes von Neugeborenen mit einer hypoxisch ischämischen Enzephalopathie auch unter Hypothermietherapie scheint er gut geeignet zu sein.dc.description.abstract
Sprachededc.language.iso
Verbreitende StelleUniversität Ulmdc.publisher
LizenzStandard (ohne Print-on-Demand)dc.rights
Link zum Lizenztexthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_opod_v1dc.rights.uri
SchlagwortHypothermietherapiedc.subject
SchlagwortThompson-Scoredc.subject
SchlagwortHypoxisch ischämische Enzephalopathiedc.subject
DDC-SachgruppeDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHHypothermia; Therapydc.subject.mesh
MeSHAsphyxiadc.subject.mesh
MeSHHypoxia-Ischemia, braindc.subject.mesh
MeSHInfant, newborndc.subject.mesh
TitelAnwendbarkeit und prädiktiver Wert des Thompson Scores bei Kindern mit perinataler Asphyxie im Rahmen der Hypothermietherapiedc.title
RessourcentypDissertationdc.type
Datum der Annahme2018-06-14dcterms.dateAccepted
GutachterHummler, Helmutdc.contributor.referee
GutachterPlener, Pauldc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-8405dc.identifier.doi
PPN508161886dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-8462-1dc.identifier.urn
GNDHypothermiedc.subject.gnd
GNDAsphyxiedc.subject.gnd
GNDNeugeborenesdc.subject.gnd
GNDEnzephalopathiedc.subject.gnd
FakultätMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Kinder- und Jugendmedizinuulm.affiliationSpecific
Titelverleihende FakultätMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI MedientypTextuulm.typeDCMI
KategoriePublikationenuulm.category


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