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AutorKleimann, Martindc.contributor.author
Aufnahmedatum2016-03-14T13:41:19Zdc.date.accessioned
In OPARU verfügbar seit2016-03-14T13:41:19Zdc.date.available
Jahr der Erstellung2006dc.date.created
ZusammenfassungDie Spondylodiscitis ist eine pyogene Knocheninfektion der Wirbelkörper mit sekundärem Befall der Bandscheibe. Der häufigste Erreger der unspezifischen Form ist Staphylokokkus aureus, bei der spezifischen Form ist es Mycobakterium tuberculosis. Mit nur 3,42% aller pyogener Knochenerkrankungen handelt sich um eine sehr seltene Krankheit. Der Krankheitsverlauf von 122 Patienten wurde retrospektiv untersucht. Der Altersdurchschnitt betrug 60,3 Jahre (17 - 83). Das Operationsrisiko war stark erhöht: Unter Berücksichtigung der Kriterien der American Society of Anesthesiologists waren nur 18,8% der Patienten in den Gruppen I und II mit niedrigem Risiko. Die operative Therapie beinhaltete eine radikale Ausräumung des Infektherdes und eine Stabilisierung durch eine meist dorso- ventrale Spondylodese mit begleitetender peri- und postoperativer Antibiose. Damit konnten die Patienten nach durchschnittlich 7,8 Tagen mobilisiert und die Liegezeit im Vergleich zur konservativen Therapie um den Faktor 5,8 gesenkt werden. Die perioperative 30-Tage-Letalität lag bei 8%. In 54 Fällen besserten sich neurologische Ausfälle. Bei der Nachuntersuchung zeigte sich eine Fusionsrate von 100%. 84,3% der Befragten waren mit dem Operationsergebnis sehr gut/ gut zufrieden. Bei 55,4% war die Aktivität im täglichen Leben nicht bzw. nur gering eingeschränkt. 49,4% hatten keine Schmerzen bzw. Schmerzen nur bei starker Belastung. Gerade schwerstkranke Patienten profitieren von der Operation. Es wurden zwei Unterkollektive gebildet (Sepsis-Gruppe mit 23 Patienten, Nichtsepsis- Gruppe mit 99 Patienten). Die statistische Analyse ergab keine Unterschiede bezüglich Komplikationen und Outcome. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass mit der operativen Therapie ein Behandlungskonzept zur Verfügung steht, das bei hoher Effizienz und vertretbarem Risiko die Lebensqualität erheblich steigert, und im Vergleich zur komplikations- und rezidivreichen konservativen Therapie die Liegedauer erheblich senkt.dc.description.abstract
Sprachededc.language.iso
Verbreitende StelleUniversität Ulmdc.publisher
LizenzStandard (Fassung vom 03.05.2003)dc.rights
Link zum Lizenztexthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v1dc.rights.uri
SchlagwortDorsale Instrumentationdc.subject
SchlagwortSpondylodiscitisdc.subject
SchlagwortWirbelkörperersatzdc.subject
DDC-SachgruppeDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHDiscitisdc.subject.mesh
MeSHSpondylitisdc.subject.mesh
TitelDie operative Therapie der Spondylitis/Spondylodiscitis: eine retrospektive Analyse von 122 Fällendc.title
RessourcentypDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-818dc.identifier.doi
PPN273794272dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-59138dc.identifier.urn
GNDSpondylodesedc.subject.gnd
FakultätMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Datum der Freischaltung2007-05-24T11:25:16Zuulm.freischaltungVTS
Peer-Reviewneinuulm.peerReview
Signatur DruckexemplarZ: J-H 11.507; W: W-H 9.572uulm.shelfmark
DCMI MedientypTextuulm.typeDCMI
VTS-ID5913uulm.vtsID
KategoriePublikationenuulm.category


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