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AuthorNiederhauser, Alexander Haralddc.contributor.author
Date of accession2018-07-19T10:07:54Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2018-07-19T10:07:54Zdc.date.available
Year of creation2017dc.date.created
Date of first publication2018-07-19dc.date.issued
AbstractKernfragestellung dieser Arbeit ist die notärztliche (NA) Diagnosequalität der präklinischen Diagnose „akutes Koronarsyndrom“ (ACS) im Rettungsgebiet Ulm durch die NA des Universitätsklinikums Ulm. Das ACS ist eine Zusammenfassung von instabiler Angina Pectoris, nicht-ST-Strecken-Hebungsinfarkt und ST-Strecken-Hebungsinfarkt (STEMI). Zusätzlich zur Überprüfung, in welchen Fällen sich diese NA Verdachtsdiagnose bestätigt/nicht bestätigt hat, wurden biometrische Daten erhoben sowie Untersuchungen auf weitere Besonderheiten in diesem Zusammenhang (Einsatzzeit, Alarmierungszeit, Symptomäußerungen, rettungsdienstliche Versorgung u.a.) angestellt. Ausgangsdaten bildeten die obligatorisch bei jedem Notfalleinsatz vom NA ausgefüllten Einsatzprotokolle (NADOK live der Firma DATAPEC) des Jahres 2013. Diese wurden automatisiert anhand spezifischer Vermerke auf denselben ausgewählt und im Zuge der Fragestellung nach der rein präklinischen Diagnosequalität nachselektiert. Abschließend wurde anhand der – für diese Arbeit als endgültige Diagnose (ED) angesehene – Diagnose im Arztbrief der eingeschlossenen Notaufnahmen (die des Universitätsklinikums Ulm, des Bundeswehrkrankenhauses Ulm und der Herzklinik Dr. Haerer in Ulm) die NA Diagnose überprüft. Insgesamt wurden 679 Datensätze ausgewertet. Die Diagnose wurde in 43,9% explizit als „ACS“ im Freitextfeld des Protokolls gestellt. In den anderen Fällen wurde „Verdacht auf“ oder „zum Ausschluss ACS“ (V.a./z.A.) diagnostiziert, aber auch explizitere Diagnosen wie bspw. STEMI. In der zusammenfassenden Betrachtung aller Protokolle bestätigte sich in 49,5% die präklinische Diagnose ACS. Signifikante Unterschiede konnten bei den unterscheidenden Betrachtungen der Diagnose ACS als NA Einzeldiagnose (52,7% bestätigt) und ACS mit weiteren Differentialdiagnosen (39,4% bestätigt, p=0,0030), bei expliziter Diagnose ACS (49,6% bestätigt) und expliziten V.a./z.A. ACS Fällen (38,7% bestätigt, p=0,0129) sowie bei den Geschlechter- und Altersverteilung der Patienten (♂ mehr ACS, 63,7%, p<0,0001 und ♂ früher, Median 72 Jahre, p<0,0001) festgestellt werden. Bei den Alarmierungszeiten stellte sich eine Häufung in den Vormittagsstunden (9-12 Uhr) und am Abend (20-21 Uhr) heraus. Bei der gesonderten Betrachtung der STEMI Fälle erreichten die NA eine Sensitivität von 72,1% und eine Spezifität von 96,1% bei einer Likelihood Ratio von 18,3. Keine signifikanten Unterschiede stellten die Betrachtungen der Fälle mit vom NA therapierten bzw. nicht therapierten Patienten, der Einsatzzeiten, der Versorgung mit einem Elektrokardiogramm (EKG), der Versorgung durch Assistenzarzt (WB) oder Facharzt (FA) als NA, des Überlebens der Patienten, der Jahreszeit der Einsätze, der Wochentage der Alarmierungen, der Äußerung von Herzinfarkt-assoziierten Schmerzen (HAS), Dyspnoe sowie die jeweilige Schmerzintensität (NRS) durch die Patienten heraus. Der hier ermittelte positiv prädiktive Wert der NA Diagnose ACS deckte sich im weitesten Sinne mit dem in anderen Studien beschriebenen. Es gibt wohl viele Gründe, warum fast 50% der Fälle der NA fälschlicherweise von einem ACS ausgegangen ist, der triftigste scheint der verdachtsdiagnostische Charakter einer präklinischen Diagnose ACS zu sein, im Rahmen der möglichst maximierten Rettung und Erhaltung von Myokardgewebe im Zweifel lieber auf Nummer sicher zu gehen. Ebenfalls sind die Ergebnisse der Alters-, Geschlechteraufteilung, der Unterscheidung zwischen FA und WB, der jahreszeitlichen Aufteilung der Einsätze und im weiten Sinne die der Alarmierungszeiten in weiterer Literatur wiederzufinden, was eine Übertragung der hier ermittelten Ergebnisse auf das Gesamtkollektiv ermöglichen könnte. Keine oder zu geringe Übereinstimmungen mit anderweitig beschriebenen Häufungen dagegen ergaben sich bei der Analyse der Wochentage und Jahreszeiten der Einsätze. In der Zusammenschau kann man sagen, dass die Diagnose ACS präklinisch vermutlich häufiger „zur Sicherheit“ gestellt wird. Wegen der fast hundertprozentigen Versorgung der Patienten mit einem EKG und einer medikamentösen Therapie durch den NA, sowie der schnellen Einsatzzeiten und Zubringung in Herzkatherterzentren in allen Fällen kann man von einer optimalen und den Leitlinien gerechten Versorgung ausgehen. Folgen eines unter Umständen vorgenommenen over-Treatments der hier nicht bestätigten ACS Fälle, Identifizierung anderer Prädiktoren für das Vorliegen eines ACS sowie die Sensibilisierung auf den sehr geringen Teil der verpassten Therapien bei ED ACS Fällen sollten Gegenstand zukünftiger Forschung und Schulung sein.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordACSdc.subject
KeywordRettungsdienstdc.subject
KeywordPräklinikdc.subject
KeywordDiagnosequalitätdc.subject
KeywordSTEMIdc.subject
KeywordNSTEMIdc.subject
KeywordBundeswehrkrankenhaus Ulmdc.subject
KeywordPositiv Prädiktiver Wertdc.subject
KeywordUniversitätsklinikum Ulmdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHEmergency medical servicesdc.subject.mesh
MeSHST elevation myocardial infarction; Diagnosisdc.subject.mesh
MeSHNon-ST elevated myocardial infarction; Diagnosisdc.subject.mesh
MeSHAcute coronary syndrome; Diagnosisdc.subject.mesh
TitleAnalyse der notärztlichen Diagnosequalität beim präklinischen akuten Koronarsyndromdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2018-06-14dcterms.dateAccepted
RefereeMuth, Claus-Martindc.contributor.referee
RefereeSchönfeldt Lecuona, Carlosdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-8307dc.identifier.doi
PPN1028465513dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-8364-7dc.identifier.urn
GNDNotarztdc.subject.gnd
GNDAkutes Koronarsyndromdc.subject.gnd
GNDRettungswesendc.subject.gnd
GNDS-T-Streckedc.subject.gnd
GNDHerzinfarktdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Anästhesiologieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie IIIuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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