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AuthorWinter, Christian Martindc.contributor.author
Date of accession2018-07-13T09:36:10Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2018-07-13T09:36:10Zdc.date.available
Year of creation2017dc.date.created
Date of first publication2018-07-13dc.date.issued
AbstractNSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika) gehören zu den am Häufigsten verordneten Medikamenten und sind nach Antibiotika der zweithäufigste vermutete Auslöser für eine Arzneimittelhypersensitivität. Aufgrund verschiedener Pathomechanismen ist das auslösende Agens häufig weder eindeutig zu identifizieren, noch eine Garantie dafür, dass andere NSAR sicher eingenommen werden können. Der Goldstandard zur Diagnostik einer Medikamentenunverträglichkeit ist die Medikamentenprovokationstestung. Ziel der Arbeit war es, Zusammenhänge zwischen einer nachgewiesenen Analgetikaintoleranz, Schwere der klinischen Reaktion während der Provokationstestung, einer erhöhten Mastzelltryptase im Serum, Relevanz der Hauttestungen zur Diagnstik einer AnalgetikaHypersensitivität, höherem Lebensalter sowie Verträglichkeit anderer COX-Inhibitoren (Cyclooxygenase-Inhibitoren) (insbesondere COX2-Inhibitoren) zu analysieren. Hierfür wurden 438 Patienten aus den Jahren 2004 bis 2014 untersucht, die in der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Universität Ulm eine Medikamentenprovokation erhalten haben. Die Auswertung ergab, dass ein höheres Lebensalter (≥ 60 Jahre) nicht mit einer erhöhten Prävalenz für eine Analgetikaintoleranz einhergeht. Eindeutige Risikofaktoren, die auf eine erhöhte Prävalenz hinweisen, konnten weder im Alter noch in der Geschlechterverteilung gesehen werden. Eine erhöhte Mastzelltryptase ist ein Indikator für eine systemische Mastozytose und damit einhergehend für ein höheres Risiko für schwere anaphylaktische Reaktionen. In der Studienpopulation entsprach die Prävalenz für eine erhöhte Mastzelltryptase zwar der Normalbevölkerung, jedoch hatte nur ein Patient in der Gruppe der nachgewiesenen Medikamentenunverträglichkeit eine erhöhte Mastzelltryptase. Im Vergleich zu den übrigen Studienpatienten ist die erhöhte Mastzelltryptase jedoch kein Risikofaktor für eine häufigere, oder schwerere anaphylaktische Reaktion in der Medikamentenprovokationstestung. COX2-Inhibitoren werden von 96 % aller Patienten mit nachgewiesener NSAR-Hypersensitivität vertragen. Vereinzelt liegen sowohl TypI als auch Typ-IV-Sensibilisierungen gegenüber einem COX2-Inhibitor (Celecoxib) vor, jedoch hat nur ein Patient auf einen anderen (überwiegenden) COX2-Inhibitor (Nimesulid) reagiert. Dennoch zeigt die Arbeit, dass COX2-Inhibitoren mit hoher Wahrscheinlichkeit vertragen werden, wenn eine Unverträglichkeit gegenüber einem COX1-Inhibitor vorliegt. Die erste Einnahme sollte dennoch unter ärztlicher Aufsicht und Notfallbereitschaft erfolgen. Zusammenfassend zeigt diese retrospektive Studie, dass bei 438 Patienten, die den Jahren 2004 bis 2014 in der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Universitätsklinik Ulm eine Medikamentenprovokation erhalten haben ein höheres Lebensalter (≥ 60 Jahre) nicht mit einer erhöhten Prävalenz für eine Analgetikaintoleranz einhergeht. Auch ist eine erhöhte Mastzelltryptase (≥ 11,4 µg) bei Patienten, die eine NSARProvokationstestung erhalten, kein Risikofaktor für eine schwere anaphylaktische Reaktion. Zudem wurden COX2-Inhibitoren von 96 % aller Patienten mit nachgewiesener NSAR-Hypersensitivität vertragen. Demnach wurden fast alle COX2-Inhibitoren auch bei Vorliegen einer Unverträglichkeit gegenüber einem COX1-Inhibitor vertragen.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHAnalgesics; Adverse effectsdc.subject.mesh
MeSHDrug hypersensitivitydc.subject.mesh
MeSHMastocytosisdc.subject.mesh
TitleRetrospektive Betrachtung von Patienten mit Analgetika-Hypersensitivitätdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2018-06-14dcterms.dateAccepted
RefereeWeiss, Johannes Martindc.contributor.referee
RefereeLindemann, Jörgdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-8089dc.identifier.doi
PPN1027325211dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-8146-6dc.identifier.urn
GNDAnalgetikumdc.subject.gnd
GNDHypersensitivitätdc.subject.gnd
GNDAllergologiedc.subject.gnd
GNDMastozytosedc.subject.gnd
GNDUnverträglichkeitdc.subject.gnd
GNDPricktestdc.subject.gnd
GNDArzneimitteldc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Dermatologie und Allergologieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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