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AuthorMöhler, Valentindc.contributor.author
Date of accession2018-07-04T14:24:04Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2018-07-04T14:24:04Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2018-07-04dc.date.issued
AbstractArthrose ist die häufigste chronische Gelenkerkrankung, die durch langsam progressive Knorpeldegradation, subchondrale Knochenveränderungen und synoviale Entzündung charakterisiert ist. In einer alternden Gesellschaft kommt dieser Krankheit eine besondere sozioökonomische Bedeutung zu. Die Therapiemaßnahmen sind begrenzt und ein kurativer Ansatz fehlt bislang, da die genauen pathophysiologischen Vorgänge noch nicht vollständig geklärt werden konnten. So wurde den inflammatorischen Prozessen eine immer größere Bedeutung im Verlauf der Arthrose zugesprochen. Zusätzlich konnte ein Einfluss des terminalen Komplementkomplexes (TCC), die Endstrecke der Komplementkaskade, auf die pathologische Ausprägung der Arthrose im Mausmodell bewiesen werden. Dieser Zusammenhang wurde in der vorliegenden Arbeit in einer anderen, nicht mausverwandten Spezies vergleichend untersucht. Dazu wurden Kaninchen im Arthrosemodell nach vorderer Kreuzbandresektion mit einer angeborenen Defizienz des Komplementfaktors 6 (C6), einem integralen Bestandteil dieses Komplexes, C6-suffizienten Kaninchen gegenübergestellt. Verschiedene Anteile des Kniegelenkes wurden von C6-defizienten (n=6) mit C6-suffizienten weiblichen Kaninchen (n=6) verglichen. Um eine Arthrose zu induzieren, wurde das vordere Kreuzband am rechten Hinterlauf reseziert (ACLT - anterior cruciate ligament transection), das andere Gelenk diente als Kontrolle. 8 Wochen nach Operation wurde eine makroskopische Einteilung der Osteophytenbildung vorgenommen. Dabei konnte eine geringere Osteophytenbildung in der defizienten Gruppe ausgemacht werden. Mit Hilfe von µCT-Aufnahmen wurden subchondralen Knochenveränderungen untersucht. Die volumetrische Knochenmineraldichte, der Knochenvolumenanteil und die Trabekeldicke zeigten sich nach ACLT in beiden Gruppen vermindert, die Trabekelseparierung nach ACLT erhöht. Die Dichte und Schichtdicke der subchondralen Knochenplatte waren nach ACLT verringert. Die subchondralen Knochenveränderungen bei beiden Genotypen waren gleichartig ausgeprägt und stellten sich in leicht katabolem Zustand dar. Femurkondylen und Tibiaplateaus wurden mit Safranin-O Fastgreen gefärbt. Ein histologischer Score zeigte semiquantitativ arthrosetypische Knorpelveränderungen wie Proteoglykanverlust, veränderte Knorpeloberfläche und Clusterbildung nach ACLT in beiden Gruppen gleichermaßen ausgeprägt. Synovialgewebe wurde, nach Anfärbung in HE, semiquantitativ beurteilt. Es zeigte sich nach ACLT in beiden Gruppen ein hypertrophiertes und hyperplastisches Gewebe mit eingewanderten inflammatorischen Zellen, was auf ein aktives Entzündungsgeschehen hinweist. Gewebe des medialen Meniskus wurde in Safranin-O Fastgreen gefärbt und ließ auf degenerative Prozesse im Meniskusknorpel bei beiden Gruppen schließen. In einer quantitativen PCR wurden katabole (Matrixmetalloproteinase 1 und 13), anabole (Kollagen II) und inflammatorische (Cyclooxygenase 2) Faktoren nach ihrem Expressionsverhalten im lateralen Meniskus untersucht. Beide Genotypen zeigten ein indifferentes Expressionsverhalten der untersuchten Faktoren. In einem ELISA wurde die Konzentration von Prostaglandin E2 (PGE2) und Makrophagen-Chemoattraktorprotein 1 (MCP1) in Synovialflüssigkeit gemessen. Die Konzentration von PGE2 der beiden Gruppen war nach ACLT erhöht, MCP1 zeigte keine Veränderung. Beide Gruppen präsentierten sich mit einer leichten Knorpeldegeneration, mittlerer synovialen Inflammation, einer hochregulierten MMP13 im Meniskus und erhöhter PGE2 Konzentration in der Synovialflüssigkeit. Die Osteophytenbildung war bei den defizienten Tieren geringer ausgeprägt. Die durch die Kreuzbandresektion hervorgerufenen Schäden stellen Befunde dar, die für das Vollbild einer Arthrose mit leichter bis mittlerer Ausprägung sprechen. Die Defizienz des Komplementfaktors und der Verlust der Fähigkeit den TCC zu bilden zeigten keinen protektiven Effekt auf die Ausprägung der Arthrose im Kaninchenmodell. Dies kann auf die angewandte Methode der Arthroseinduktion, die unterschiedliche Grundlage der genetischen Mutation oder einen geschlechts- und speziesbedingten Unterschied in der Reaktion auf das Trauma zurückgeführt werden. Die Defizienz des C6-Komplementfaktors besitzt in diesem Kaninchenmodell 8 Wochen nach Kreuzbandresektion bis auf eine geringere Osteophytenbildung keinen Einfluss auf die Ausprägung der Arthrose. Die Daten weisen darauf hin, dass eine Translation aus dem Mausmodell auf den Menschen nicht bedenkenlos möglich ist. Es werden weitere Studien benötigt, das Ausmaß der Komplementaktivierung und die pathogenetische Rolledes TCC nach Gelenkverletzung zu klären.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordKomplementdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHJoint diseasesdc.subject.mesh
MeSHOsteoarthritis, kneedc.subject.mesh
MeSHComplement C6dc.subject.mesh
MeSHRabbitsdc.subject.mesh
TitleEinfluss der C6-Komplement-Defizienz auf die Pathogenese der Arthrose im Kaninchenmodell nach Kreuzbandresektiondc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2018-06-14dcterms.dateAccepted
RefereeBrenner, Rolfdc.contributor.referee
RefereeHuber-Lang, Markusdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-7825dc.identifier.doi
PPN1027323820dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-7882-9dc.identifier.urn
GNDArthrosedc.subject.gnd
GNDOsteoarthritisdc.subject.gnd
GNDKomplement C6dc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionRehabilitationskrankenhaus Ulmuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Institut für Klinische und Experimentelle Trauma-Immunologieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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