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AuthorDannenmaier, Juliadc.contributor.author
Date of accession2018-07-03T07:15:22Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2018-07-03T07:15:22Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2018-07-03dc.date.issued
AbstractZiel der Arbeit war es, anhand typischer Behandlungsverläufe von Rehabilitanden mit chronischen Rückenschmerzen, mögliche Unterinanspruchnehmer von Rehabilitation zu identifizieren und die Konsequenzen der Unterinanspruchnahme auf den Erwerbsstatus und die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen zu untersuchen. Mit Hilfe eine Sequenzmusteranalyse und eines Hidden Markov Modells wurden die Behandlungsverläufe von Rehabilitanden und Versicherten mit abgelehnten Rehabilitationsanträgen analysiert. Dabei zeigte sich, dass sich die Behandlungsverläufe der beiden Gruppen hinsichtlich der Abfolge von Behandlungen stark ähnelten, jedoch bei Rehabilitanden die Dichte der Arztbesuche in den Quartalen vor der Rehabilitation anstieg. Daraus ergaben sich die Kriterien für potentiellen Rehabilitationsbedarf: Ein potentieller Rehabilitationsbedarf liegt vor, falls ein Versicherter in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mindestens acht Mal behandelt wurde, mindestens 20 Tage arbeitsunfähig war und mindestens ein Medikament verordnet wurde. Die Kriterien zeigen, dass Personen mit potentiellem Rehabilitationsbedarf intensiv im ambulanten Bereich behandelt wurden und sehr wahrscheinlich starke Beeinträchtigungen in ihrer beruflichen Funktionsfähigkeit haben. Anhand der Kriterien konnten 769 Unterinanspruchnehmer identifiziert werden. Die Inanspruchnahme von Rehabilitationsmaßnahmen wurde mittels logistischer Regression untersucht. Merkmale, die die Inanspruchnahme signifikant beeinflussten waren soziodemografische Faktoren (Alter, Staatsangehörigkeit, Erwerbsstatus, Berufsgruppe), komorbide Erkrankungen, die Dauer der Erkrankung sowie Behandlungsmerkmalen (Arbeitsunfähigkeitsdauer, Anzahl an Behandlungen beim Hausarzt und Psychologen/Psychiater). Zur Untersuchung der Effekte der Rehabilitation wurden verschiedene Faktoren, unter Berücksichtigung von soziodemografischen Merkmalen der Versicherten sowie gesundheitsbezogene Größen und Behandlungsmerkmale, zwischen Rehabilitanden und Unterinanspruchnehmer verglichen. Rehabilitanden hatten ein höheres Risiko für Arbeitslosigkeit. Unterinanspruchnehmer bezogen hingegen häufiger Krankengeld. Die Arbeitsunfähigkeitsdauer von Rehabilitanden war im Vorfeld der Rehabilitation etwas höher, reduzierte sich jedoch im weiteren Verlauf stärker als bei den Unterinanspruchnehmern. Es ergaben sich keine signifikanten Unterschiede im Frühberentungsrisiko zwischen den beiden Gruppen. Unterinanspruchnehmer wurden in den Quartalen nach der Rehabilitation signifikant häufiger behandelt und hatten etwas höhere Kosten für Medikamente. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurden signifikant häufiger von Rehabilitanden in Anspruch genommen. Die Inzidenzrate psychischer Erkrankungen war bei Unterinanspruchnehmern in den Folgejahren des Rehabilitationsbedarfs höher als bei Rehabilitanden. Die längere Erkrankungsdauer der Rehabilitanden könnte eine Ursache für das höhere Arbeitslosigkeitsrisiko im ersten und im zweiten Folgejahr der Rehabilitation sein. Da bei den Unterinanspruchnehmern angenommen wird, dass sie in einem früheren Erkrankungsstadium sind, könnte dadurch ein höheres Risiko für Krankengeldbezug begründet sein. Der Anteil der Versicherten, die entweder Krankengeld oder Arbeitslosengeld in den beiden Jahren bezogen war in beiden Gruppen gering. Für den Großteil der Rehabilitanden tritt in Folge der Rehabilitation eher eine Besserung ihrer gesundheitlichen Situation ein, da sowohl die Arbeitsunfähigkeitsdauer als auch die Behandlungshäufigkeit gesenkt wurde. Wahrscheinlich wird bei Unterinanspruchnehmern die fehlende Rehabilitation durch mehr Behandlungen im niedergelassenen Bereich und der Verordnung von Medikamenten kompensiert. Zudem werden während der Rehabilitation gesundheitliche Einschränkungen im Bezug auf den Arbeitsplatz intensiver betrachtet, wodurch es möglich ist den Bedarf an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben besser zu erkennen und so entsprechende Maßnahmen direkt eingeleitet werden. Durch den ganzheitlichen Ansatz in der medizinischen Rehabilitation und die intensivere Auseinandersetzung mit der Erkrankung, wird psychischen Problemen vorgebeugt und so das Risiko von affektiven Störungen sowie an neurotischer, Belastungs- und an somatoformen Störungen zu erkranken bei Rehabilitanden gesenkt. Trotz später Einleitung der Rehabilitationsmaßnahme konnten die Rehabilitanden überwiegend positive Effekte erzielen. Das Potential der Rehabilitation bei chronischen Rückenschmerzen könnte eventuell noch besser ausgenutzt werden, falls die Maßnahmen in einem früheren Erkrankungsstadium eingeleitet würden. Durch die Anwendung der Kriterien für potentiellen Rehabilitationsbedarf in der täglichen Routine der Krankenkassen, könnten auffällige Versicherte früher identifiziert und gezielt über Rehabilitation informiert werden, wodurch diese frühzeitig einen Antragdc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordSekundärdatendc.subject
KeywordChronischer Rückenschmerzdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHBack pain; Rehabilitationdc.subject.mesh
TitleRehabilitation bei chronischen Rückenschmerzen im Spiegel von Routinedatendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2018-06-08dcterms.dateAccepted
RefereeKrischak, Gertdc.contributor.referee
RefereeMuche, Rainerdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-7764dc.identifier.doi
PPN1026919592dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-7821-9dc.identifier.urn
GNDRehabilitationdc.subject.gnd
GNDRückenschmerzdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionInstitut für Rehabilitationsmedizinische Forschung an der Universität Ulm (IFR Ulm)uulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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