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AuthorFaller, Sandradc.contributor.author
Date of accession2018-06-28T10:32:44Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2018-06-28T10:32:44Zdc.date.available
Year of creation2017dc.date.created
Date of first publication2018-06-28dc.date.issued
AbstractChronischer psychosozialer Stress gilt als anerkannter Risikofaktor für die Entstehung von unterschiedlichen Krankheitsbildern, wobei die Theorie eines insuffizienten Glukokortikoid (GC)- Signallings als möglicher Pathomechanismus zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dies ist entweder durch eine verminderte Hormonfreisetzung im Sinne eines Hypokortizismus, durch eine Resistenz peripherer Gewebe gegenüber GC oder deren Kombination gekennzeichnet. Als klinisch relevantes Mausmodell für die genauere Untersuchung des Einflusses eines veränderten GC– Signallings auf die Entstehung von stressassoziierten Erkrankungen eignet sich das von Reber etablierte Modell der chronischen subordinierten Koloniehaltung (CSC). Über 19 Tage werden jeweils vier Versuchsmäuse einem dominanten Resident ausgesetzt und stehen durch die Ausbildung sozialer Hierarchien unter dem Einfluss von chronischem psychosozialen Stress, während einzeln gehaltene Tiere (single-housed controls, SHC) als Kontrollen dienen. Neben einem gesteigerten Angstverhalten sowie einer Kolitis induziert die 19- tägige Stressexposition in den Versuchstieren einen Hypokortizismus sowie eine GC– Resistenz in isolierten Zellen peripherer Lymphknoten sowie der Milz. Ziel dieser Arbeit war es zu klären, weshalb nach CSC– Exposition die GC– Resistenz in isolierten Milzzellen bisher in nicht vergleichbarer Intensität wie nach Exposition in anderen Tiermodellen nachgewiesen werden konnte. Da noch nicht berücksichtigte Bisswunden als möglicher Einflussfaktor vermutet werden, sollte zudem ein einfaches und reproduzierbares Vorgehen zur standardisierten Quantifizierung von Bissverletzungen erarbeitet werden. Durch die Bestimmung des Milzorgangewichts, der Milzzellzahlen sowie der in vitro gemessenen basalen wie LPS stimulierten cell viability unter dem Einfluss verschiedener Kortikosteron (CORT)– Konzentrationen wurde die Untersuchung der Milz komplettiert. Bezüglich der Quantifizierung von Bisswunden konnte folgendes Protokoll erarbeitet werden: Nach der Tötung wird das Fell der Tiere am Rücken abpräpariert, unter standardisierten Bedingungen fotografiert und anschließend digital aufgearbeitet. Anhand eines eigens etablierten Scores erfolgt die Beurteilung der Bissverletzungen mit Hilfe bestimmter Kriterien wie Fläche, Tiefe und Intensität der Bisswunden sowie Entstehung einer begleitenden Entzündungsreaktion. Je nach Ausmaß der Verletzung wird für jedes Kriterium ein Punktewerte vergeben, wobei mittels Summation ein Gesamtwert erhoben wird, der für jedes Tier den individuellen Schweregrad der Bissverletzungen widerspiegelt. Die somit erstmals quantifizierten Bissverletzungen nach CSC- Exposition weisen große interindividuelle Schwankungen auf, welche unter anderem auf das unterschiedlich stark ausgeprägte Aggressionsverhalten der eingesetzten Residents zurückzuführen sind. Zum anderen zeigt sich ein vor allem oberflächlich und am Rücken lokalisiertes Verteilungsmuster. Die zudem erhobenen Milzzellparameter imponieren ebenfalls durch eine große interindividuelle Streuung. Während in einem Teil der gestressten Tiere keine Veränderungen in den untersuchten Parametern nachgewiesen werden konnten, zeigen andere Tieren eine signifikante Zunahme im Milzgewicht, eine erhöhte Immunaktivität in den isolierten Milzzellen sowie eine deutlich ausgeprägte GC– Resistenz, welche in ihrer Intensität vergleichbar mit der aus anderen Stressmodellen ist. Keine Veränderungen zeigen sich hingegen in der Anzahl der isolierten Milzzellen. Betrachtet man nun mit Hilfe des etablierten Scores den Einfluss von Bissverletzungen auf die erhobenen Milzzellparameter, so ergibt sich – insbesondere ab einem bestimmten Schwellenwert – ein direkt proportionaler Zusammenhang zwischen dem individuellen Schweregrad an Bisswunden und dem Milzorgangewicht, der Milzzellaktivität sowie dem Ausmaß der gemessenen GC- Resistenz in den isolierten Zellen. Es kann somit angenommen werden, dass nach Exposition in entsprechenden Stressmodellen die Entstehung einer GC- Resistenz als paradigmenunabhängiger Effekt gesehen werden kann und Bissverletzungen als potenzieller Einflussfaktor auf die unterschiedlichen Milzzellparameter erfasst und berücksichtigt werden sollten.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordLPSdc.subject
KeywordChronic subordinate colony housing (CSC)dc.subject
KeywordChronischer psychosozialer Stressdc.subject
KeywordGlukokortikoid-Signallingdc.subject
KeywordGlukokortikoid-Resistenzdc.subject
KeywordHypokortizismusdc.subject
KeywordCell viabilitydc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHReceptors, glucocorticoiddc.subject.mesh
MeSHSplenomegalydc.subject.mesh
MeSHWounds and injuriesdc.subject.mesh
MeSHLipopolysaccharidesdc.subject.mesh
MeSHHousing, animaldc.subject.mesh
MeSHMicedc.subject.mesh
TitleIndividuelle Auswirkungen von Bissverletzungen auf die Entstehung einer Glukokortikoid-Resistenz in Milzzellen männlicher C57BL/6–Mäuse unter dem Einfluss von chronischem psychosozialen Stressdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2018-05-18dcterms.dateAccepted
RefereeReber, Stefandc.contributor.referee
RefereeBarth, Holgerdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-7603dc.identifier.doi
PPN1026919568dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-7660-5dc.identifier.urn
GNDSplenomegaliedc.subject.gnd
GNDBissverletzungdc.subject.gnd
GNDStressdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Institut für Pharmakologie und Toxikologieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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