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AuthorEberhardt, Julia Sarahdc.contributor.author
Date of accession2018-06-05T12:57:40Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2018-06-05T12:57:40Zdc.date.available
Year of creation2017dc.date.created
Date of first publication2018-06-05dc.date.issued
AbstractDie Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine schwerwiegende psychische Erkrankung, die insbesondere durch Schwierigkeiten in der Emotionsverarbeitung und -regulation gekennzeichnet ist. Die genauen Mechanismen dieser veränderten Emotionsverarbeitung und - regulation und ihrer neuronalen Korrelate sind noch nicht abschließend geklärt, möglicherweise auch aufgrund konfundierender Einflüsse der Dimensionen Valenz und Arousal in den verwendeten Stimuli. Neuste Studien fokussieren außerdem einen zweiten Kernbereich der BPS-Symptomatik: Veränderungen in sozialen Kognitionen, da sich die Emotionsdysregulation der Patienten häufig in interpersonellen Kontexten zeigt. Die vorliegende Arbeit hatte daher das Ziel, die im Zentrum der BPS stehende veränderte Emotionsverarbeitung und -regulation weiter aufzuklären und dazu den möglicherweise modulierenden Einfluss veränderter sozialer Kognition zu untersuchen sowie die Einflüsse von Valenz und Arousal im Rahmen der Emotionsverarbeitung zu trennen. Dazu wurden 20 Patientinnen mit der Diagnose BPS und 20 gesunde Kontrollprobandinnen mittels zwei Paradigmen im funktionellen Magnetresonanztomografen (fMRT) untersucht. Auf neuronaler Ebene hat sich in der vorliegenden Arbeit entgegen der Erwartung bei den BPS-Patientinnen in dem mit hohem Arousal verbundenen Faces-Paradigma keine verstärkte Amygdala-Aktivität im Vergleich zu den gesunden Probandinnen gezeigt. In Übereinstimmung mit der bisherigen Datenlage konnten aber geringere Aktvierungen in frontalen, mit der Emotionsregulation assoziierten Arealen, gezeigt werden. Im neu eingesetzten Mourning-Paradigma mit geringem Arousal zeigte sich insgesamt im Vergleich zum Faces-Paradigma eine stärker in frontale und kortikale Regionen verschobene Aktivierung in beiden Gruppen. In Bezug auf die Patientinnen konnte eine stärker emotionsbezogene Verarbeitung der Patientinnen durch eine stärkere Aktivierung der posterioren Insula und somatosensorischer Kortizes bei scheinbar gleichzeitig vorhandenen Defiziten in der Fähigkeit zur sozialen Kognition, messbar an einer geringeren Aktivierung frontaler Regionen, wie bspw. des inferioren frontalen Gyrus bei den Patientinnen gezeigt werden. Die vorliegenden Befunde unterstützen die Annahme eines Einflusses der Dimension Arousal auf die Emotionsverarbeitung der Patientinnen und legen eine Erweiterung klassischer Erklärungsmodelle für die bekannte Emotionsdysregulation und die interpersonellen Konflikte bei BPS-Patientinnen, im Sinne einer verstärkten emotionalen Verarbeitung der Reize bei gleichzeitiger mangelnder Interpretation des Kontextes und der Intentionen des Gegenübers nahe.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordSoziale Kognitiondc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHBorderline personality disorderdc.subject.mesh
MeSHMagnetic resonance imagingdc.subject.mesh
MeSHEmotionsdc.subject.mesh
TitleEffekte sozialer Kognition in der neuronalen Verarbeitung negativer emotionaler Stimuli bei der Borderline-Persönlichkeitsstörungdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2018-05-04dcterms.dateAccepted
RefereeSosic-Vasic, Zrinkadc.contributor.referee
RefereePlener, Pauldc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-6831dc.identifier.doi
PPN1024817628dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-6888-8dc.identifier.urn
GNDBorderline-Persönlichkeitsstörungdc.subject.gnd
GNDFunktionelle Kernspintomografiedc.subject.gnd
GNDGefühldc.subject.gnd
GNDSoziale Wahrnehmungdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie IIIuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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