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AutorTomas, Zühaldc.contributor.author
Aufnahmedatum2016-03-14T13:40:29Zdc.date.accessioned
In OPARU verfügbar seit2016-03-14T13:40:29Zdc.date.available
Jahr der Erstellung2005dc.date.created
ZusammenfassungEinleitung: Schwangere mit Risikoschwangerschaft und eventuell drohender Frühgeburt erhalten bei stationärer Aufnahme ein Aufklärungsgespräch über mögliche Risiken und Komplikationen bei Frühgeborenen durch einen Neonatologen. Die Studie umfasst die Analyse dieser Aufklärungsgespräche. Material und Methode: Die Aufklärungsgespräche wurden anhand von Fragebogen und von Tonbandaufnahmen untersucht. Die Fragebogen erfassten die Familien- und Lebenssituation der Schwangeren, die Beurteilung des Aufklärungsgespräches aus der Sicht der Schwangeren und des Arztes, die aktuelle Angstsituation der Schwangeren vor und nach dem Gespräch und das retrospektive Erinnerungsvermögen der Studienteilnehmerinnen an das Aufklärungsgespräch. Ergebnisse: Die Beurteilung des Aufklärungsgespräches durch die Schwangere ergab, dass der Arzt sich für sie in einer verständlichen Sprache ausdrückte, sie ausreichend Gelegenheit hatte, Fragen zu stellen, das Gespräch ihr keine Angst machte, der Arzt auf ihre Ängste einging, sie in Bezug auf ihr Kind ein sichereres Gefühl hatte, der Arzt für sie mehr ein medizinisch erfahrener Fachmann als ein emotional engagierter Helfer war, sie Angst hatte, dass ihr Kind behindert sein könnte und das Gespräch aus ihrer Sicht hauptsächlich aus medizinischen Fakten bestand. Die retrospektive Befragung der Studienteilnehmerinnen erfasste die tatsächlich aufgetretenen Komplikationen und Behinderungen ihrer Kinder. Von Interesse war das Erinnerungsvermögen der Themenpunkte, die im Aufklärungsgespräch angesprochen wurden. Erinnert wurden am häufigsten Punkte wie Behinderungen, Überlebenschancen, Folgeschäden, Hirnblutung und Lungenreife. Außerdem gaben die Frauen Anregungen zur Verbesserung der Gespräche. Das durchschnittliche Angstniveau der Schwangeren befand sich vor und nach dem Aufklärungsgespräch im mittleren Bereich der Angstskala. Somit konnte gezeigt werden, dass ein Aufklärungsgespräch, aufgebaut auf medizinischen Fakten, die Angst der Schwangeren nicht signifikant erhöhte. Die Einzelwerte der Schwangeren lagen teilweise durchaus in Bereichen extremer bzw. keiner Angst. Interessant wäre es nun an dieser Stelle, einen möglichen Zusammenhang zwischen diesen Werten, der Änderung des Angstniveaus und des Geburtstermins zu untersuchen. Mittels der von uns hier angewandten statistischen Auswertungen konnte keine Aussage über den Zusammenhang zwischen extremer Angst und Einfluss auf die Schwangerschaftsdauer gemacht werden. Zusammenfassung: In Zusammenarbeit mit der Studie von Roessler 2005 war das Ziel dieser Studie die Analyse der Aufklärungsgespräche der Neonatologen, für die keine Richtlinien beschrieben sind. Für die einzelnen Ärzte konnten durchaus individuelle Arten der Gesprächsführung festgestellt werden, die sich v.a. durch die Anzahl der angesprochenen Komplikationen unterschieden. Für das Angstniveau der Schwangeren, das vor und nach dem Gespräch gleich war, zeigte sich aber für alle 4 Ärzte kein signifikanter Unterschied. Um eine rechtliche Absicherung zu gewährleisten, kann somit den gesprächsführenden Ärzten geraten werden, alle wichtigen Komplikationen der Frühgeburtlichkeit anzusprechen. Abschließend kann aufgrund von weiteren interessanten Korrelationen für weitere Gespräche zusammenfassend geraten werden, dass der Arzt gegenüber der Schwangeren offen und ehrlich sein und Anteil an ihrer inneren Welt nehmen sollte. Er sollte auch auf ihre Ängste eingehen und diese akzeptieren, aber auch Risiken und Komplikationen ansprechen. Dadurch schafft es auch die Schwangere, offener gegenüber ihrem eigenen Empfinden zu sein, emotionale Inhalte besser zu verbalisieren, dem Arzt Kompetenz zuzusprechen und die eigenen Ängste zu akzeptieren.dc.description.abstract
Sprachededc.language.iso
Verbreitende StelleUniversität Ulmdc.publisher
LizenzStandard (Fassung vom 03.05.2003)dc.rights
Link zum Lizenztexthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v1dc.rights.uri
SchlagwortAngsterlebendc.subject
DDC-SachgruppeDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHPregnancy complicationsdc.subject.mesh
TitelAngsterleben Schwangerer und Schwangerschaftsverlauf nach kinderärztlichen Aufklärungsgesprächen - Fragebogenauswertungdc.title
RessourcentypDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-642dc.identifier.doi
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-55394dc.identifier.urn
GNDFrühgeburtdc.subject.gnd
GNDInformed consentdc.subject.gnd
GNDKonversationsanalysedc.subject.gnd
GNDRisikoschwangerschaftdc.subject.gnd
FakultätMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Datum der Freischaltung2006-02-27T13:13:46Zuulm.freischaltungVTS
Peer-Reviewneinuulm.peerReview
Signatur DruckexemplarZ: J-H 11.058 ; W: W-H 9.002uulm.shelfmark
DCMI MedientypTextuulm.typeDCMI
VTS-ID5539uulm.vtsID
KategoriePublikationenuulm.category


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