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AuthorSchwarz-Kumpf, Juliadc.contributor.author
Date of accession2016-03-14T13:40:19Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-03-14T13:40:19Zdc.date.available
Year of creation2005dc.date.created
AbstractWir erstellten gemeinsam mit einer kanadischen Arbeitsgruppe innerhalb der Cochrane Collaboration eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zur Immuntherapie beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom und untersuchten, ob Hochdosis-Interleukin-2 oder Interferon-alpha im Vergleich mit anderen Therapien zu einer Verlängerung des Überlebens führt. 42 Studien mit 4216 Patienten erfüllten die Einschlusskriterien. Es war schwer, die Qualität der Studien zu beurteilen, da die Transparenz hinsichtlich Randomisation, Verblindung und follow-up mit intention-to-treat-Analyse oft mangelhaft war. Wir fanden keine Studien, die Hochdosis-IL-2 mit einer anderen Therapie verglichen und Angaben zum Überleben machten. IFN-alpha erbrachte im Vergleich mit Nicht-Immuntherapien oder IFN-gamma einen signifikanten Anstieg der Ansprechraten sowie eine Reduktion der 1-Jahressterblichkeit (OR 0,67, 95%-CI 0,50 - 0,89). Die mediane Überlebenszeit war in den IFN-alpha-Armen 2,6 Monate verlängert. Wir fragten uns, ob der statistisch nachweisbare Effekt für IFN-alpha wirklich kausal dieser Therapieform zuzuordnen ist, oder ob nicht nur das deutlich schlechtere Abschneiden der Kontrolltherapien einen scheinbaren Vorteil für IFN-alpha herausstellt. Das Hauptergebnis unserer Übersichtsarbeit untersuchten wir hinsichtlich epidemiologischer Kriterien, deren Nachweis einen kausalen Zusammenhang bestärkt und konnten für IFN? keine Spezifität nachweisen; die biologische Plausibilität ist nicht überzeugend und zum Nachweis einer Dosis-Wirkungsbeziehung fehlen die Daten. Wir vermuten, dass die Gabe von IFN-alpha erst in Kombination mit der psychosozialen Komponente des Wissens um die Verabreichung der mit hohen Erwartungen erfüllten Immuntherapie den nachweisbaren Überlebensvorteil erbringen konnte. Möglich war dies, da die wenigsten Studien doppelt-verblindet waren. Diese Über-legungen führten zur Entwicklung des Konzeptes des Knowledge-Framings, das eine Weiterentwicklung und Erklärungsmöglichkeit des Plazebo-Konzeptes ist.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (Fassung vom 03.05.2003)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v1dc.rights.uri
KeywordCochrane Collaborationdc.subject
KeywordKnowledge-Framingdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHCarcinoma, renal celldc.subject.mesh
MeSHKidney neoplasmsdc.subject.mesh
TitleSystematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zur Immuntherapie beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinomdc.title
Resource typeDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-613dc.identifier.doi
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-54862dc.identifier.urn
GNDHypernephromdc.subject.gnd
GNDImmuntherapiedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Date of activation2006-01-27T14:07:26Zuulm.freischaltungVTS
Peer reviewneinuulm.peerReview
Shelfmark print versionZ: J-H 11.024 ; W: W-H 8.971uulm.shelfmark
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
VTS-ID5486uulm.vtsID
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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