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AuthorFischer, Melissadc.contributor.author
Date of accession2018-03-20T10:54:54Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2018-03-20T10:54:54Zdc.date.available
Year of creation2017dc.date.created
Date of first publication2018-03-20dc.date.issued
AbstractBakterielles Alginat konnte in hoher Ausbeute aus dem Bakterium Azotobacter vinelandii biotechnologisch gewonnen, aufgereinigt und chemisch charakterisiert werden. Es wurde zu Fasern nassversponnen, zu Vliesen verarbeitet, und Stanzlinge daraus wurden auf Flüssigkeitsaufnahmevermögen, Zytokinbindung und Keiminaktivierung hin untersucht. Dabei wurde stets ein Vergleich zu kommerziellen Wundauflagen aus marinen Alginaten gezogen. Wundauflagen aus bakteriellem Alginat zeigten ein generell höheres Flüssigkeitsaufnahmevermögen als Vergleichsproben aus marinem Alginat. Ebenso besaßen sie ein deutlich gesteigertes Absorptionsverhalten gegenüber Zytokinen und Proteasen. Speziell die Konzentration der proinflammatorischen Zytokine TNF-α (Tumornekrosefaktor α) und IL-8 (Interleukin 8), der Proteasen MMP-2 (Matrix-Metalloproteinase 2) und PMN Elastase (polymorphnukleäre Elastase) sowie freier Radikale (ROS) konnte bakterielles Alginat stärker reduzieren als marines. Dabei erzielten in der Mehrzahl der Absorptionsversuche bakterielle Alginatwundauflagen ohne Zusätze noch bessere Ergebnisse als solche mit Nanosilberzusatz. In vitro erreichten sie damit in Bezug auf Absorptionsvermögen und Zytokinbindung bessere Resultate als kommerzielle Produkte. Die Wundauflagen aus bakteriellem Alginat zeigten weiterhin eine erhöhte Keiminaktivierung gegenüber Wundkeimen wie MRSA (Methicillin-resistenter Staphylokokkus aureus) und Pseudomonas aeruginosa, vermutlich durch Einbindung in das entstehende Gel; das Wachstum von Pseudomonas aeruginosa wurde vollständig gehemmt, das von MRSA deutlich reduziert. Die Ergebnisse dieser Arbeit weisen darauf hin, dass Wundauflagen aus bakteriellem Alginat in der modernen Wundbehandlung künftig klinische Vorteile bieten: Gegenüber marinem Alginat gelieren sie aufgrund ihrer Molekularstruktur besser und schließen bei Kontakt mit Flüssigkeiten vermehrt Wundexsudat, Detritus oder Bakterien ein. Die erhöhte Bindung von Entzündungsmediatoren wie proinflammatorische Zytokine, Proteasen und reaktiven Oxygenspezies sowie die Keiminaktivierung sind weitere Vorteile. Ihre Integrität bleibt nach Gelierung in ausreichendem Maß für klinische Anwendungen erhalten. Zusammengefasst ist bakterielles Alginat aufgrund der dargelegten Eigenschaften ein aussichtsreiches Material für die Weiterentwicklung der feuchten Wundbehandlung, das sich insbesondere für stark exsudierende chronische Wunden empfiehlt.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (ohne Print-on-Demand)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_opod_v1dc.rights.uri
KeywordAlginatdc.subject
KeywordWundauflagedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHAlginatesdc.subject.mesh
MeSHAzotobacter vinelandiidc.subject.mesh
MeSHBandages; Utilizationdc.subject.mesh
MeSHWound healingdc.subject.mesh
TitlePräklinische Untersuchungen zum Einfluss von Wundauflagen aus bakteriellem Alginat auf Entzündungsmediatoren und Keiminaktivierungdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-12-15dcterms.dateAccepted
RefereeGebhard, Floriandc.contributor.referee
RefereeIgnatius, Anitadc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-5673dc.identifier.doi
PPN165463302Xdc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-5730-3dc.identifier.urn
GNDAlginatedc.subject.gnd
GNDAzotobacter vinelandiidc.subject.gnd
GNDWundverbanddc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanikuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
In cooperation withHohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH, Bönnigheimuulm.cooperation
FundingAlBioTex / BMBF [031A126A]uulm.funding
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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