Zur Kurzanzeige

AutorJerg, Achim C. H.dc.contributor.author
Aufnahmedatum2018-03-02T10:41:19Zdc.date.accessioned
In OPARU verfügbar seit2018-03-02T10:41:19Zdc.date.available
Jahr der Erstellung2016dc.date.created
Datum der Erstveröffentlichung2018-03-02dc.date.issued
ZusammenfassungMit der FAMULATUR PLUS wurde ein innovativer Ansatz zur Vermittlung praktischer Fertigkeiten in der körperlichen Untersuchung entwickelt und erfolgreich an der Universität Ulm implementiert. Die Lehrintervention wendet sich an alle Medizinstudierenden im klinischen Abschnitt und besteht im Kern aus einer Famulatur, die um Lehrveranstaltungen ergänzt wurde (PLUS). Diese Ergänzung umfasst klinische Untersuchungskurse und Seminare zum problemorientierten Lernen. Eine Neuerung des Konzepts ist die vollständige Integration aller Lehrveranstaltungen in eine 30-tägige Krankenhausfamulatur. Die Famulaturplätze werden dabei von zwei Lehrkrankenhäusern vorwiegend in der Inneren Medizin zur Verfügung gestellt. Als Dozenten für die klinischen Untersuchungskurse fungieren Ärzte aus dem jeweiligen Fachgebiet, für das POL didaktisch geschulte studentische Tutoren. Ziel der Integration aller Lehrveranstaltungen in die Famulatur ist die Vereinfachung des Wissenstransfers in die Praxis. Jede der rund vier Famulaturwochen ist durch die Lehrveranstaltungen strukturiert vorgeplant und widmet sich einem Organ- bzw. Struktursystem (z. B. dem Abdomen). Am Anfang einer jeden Woche wird der Untersuchungskurs angeboten, der den Medizinstudierenden die relevanten Untersuchungstechniken durch gegenseitige Anwendung (Partnerübungen) vermitteln soll. Die so erlernten Techniken gilt es dann, im Stationsalltag eigenverantwortlich umzusetzen. Hierfür müssen die Studierenden eine bestimmte Anzahl von Anamnese- und Untersuchungsbögen komplettieren und vom Stationsarzt durchsehen lassen. Probleme, die bei der eigenverantwortlichen Patientenuntersuchung auftreten, werden mit dem Stationsarzt besprochen und Untersuchungstechniken gegebenenfalls korrigiert. Gegen Ende der Woche wird dann ein POL-Seminar angeboten. Basierend auf einem fiktiven klinischen Fallbeispiel werden hier mögliche Differentialdiagnosen diskutiert, wodurch wichtige Leitsymptome vermittelt werden sollen. Die wissenschaftliche Evaluation des Konzeptes erfolgte mit insgesamt 49 Medizin-studierenden. Diese wurden nach Studierendenpräferenz in eine Interventionsgruppe (n = 24) und in eine Kontrollgruppe (n = 25) unterteilt. Die Probanden der Interventionsgruppe mussten vor und nach der FAMULATUR PLUS einen Fragebogen zur Selbsteinschätzung komplettieren sowie praktische Tests zur allgemein-orientierenden Untersuchung und zur Lungen- bzw. Herzauskultation absolvieren. Im Gegensatz dazu wurde bei den Studierenden der Kontrollgruppe nur der Fragebogen zur Selbsteinschätzung vor bzw. nach der Famulatur erhoben. Als wichtigste Ergebnisse der Studie lassen sich festhalten: 1. Die Selbsteinschätzung der FAMULATUR PLUS-Teilnehmer hinsichtlich ihrer Kenntnisse in der körperlichen Untersuchung war im Prä-Post-Vergleich und verglichen mit den Studierenden der Kontrollgruppe nach absolvierter Lehrintervention optimistischer. 2. Nach Absolvierung der Lehrintervention führten die Medizinstudierenden eine vollständigere allgemein-orientierende Untersuchung am Simulationspatienten durch als im Vorfeld der Lehrveranstaltung. 3. Sowohl bei der Lungen- als auch bei der Herzauskultation erkannten die Probanden postinterventionell eine größere Anzahl von Auskultationsbefunden als vor der FAMULATUR PLUS. Aufgrund der geringen Stichprobengröße und der Tatsache, dass für die praktischen Tests keine Kontrollgruppe akquiriert wurde, ergeben sich Einschränkungen. So ist es überwiegend nicht möglich, die verbesserten postinterventionellen Ergebnisse kausal eindeutig der FAMULATUR PLUS zuzuschreiben, da der Vergleich mit einer Kontrollgruppe fehlt. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Lehrintervention zu einer Verbesserung der Leistungen in den abgeprüften Kategorien führte. Grundlage dieser Schlussfolgerung ist der Abgleich mit vergleichbaren wissenschaftlichen Arbeiten. Teile der Dissertation wurden bereits veröffentlicht: https://dx.doi.org/10.3205/zma001003 https://dx.doi.org/10.3205/zma001097dc.description.abstract
Sprachededc.language.iso
Verbreitende StelleUniversität Ulmdc.publisher
LizenzStandard (ohne Print-on-Demand)dc.rights
Link zum Lizenztexthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_opod_v1dc.rights.uri
SchlagwortKlinische Fertigkeitendc.subject
SchlagwortPraktisches Trainingdc.subject
DDC-SachgruppeDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHEducation, medicaldc.subject.mesh
MeSHClinical competencedc.subject.mesh
MeSHPhysical examinationdc.subject.mesh
TitelEntwicklung und Evaluation der FAMULATUR PLUS als innovative Lehrintervention zur Verbesserung praktischer Fertigkeiten Medizinstudierender in der körperlichen Untersuchungdc.title
RessourcentypDissertationdc.type
Datum der Annahme2018-01-19dcterms.dateAccepted
GutachterTraue, Harald C.dc.contributor.referee
GutachterHautmann, Richard E.dc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-5625dc.identifier.doi
PPN501085793dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-5682-7dc.identifier.urn
GNDMedizinische Ausbildungdc.subject.gnd
GNDKörperliche Untersuchungdc.subject.gnd
FakultätMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
InstitutionSonstigeuulm.affiliationSpecific
Titelverleihende FakultätMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI MedientypTextuulm.typeDCMI
KategoriePublikationenuulm.category
FörderinformationenLehrforschungsförderung der Universität Ulmuulm.funding


Dateien zu dieser Ressource

Thumbnail

Das Dokument erscheint in:

Zur Kurzanzeige