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AuthorHorvath, Julianedc.contributor.author
Date of accession2018-02-15T09:45:45Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2018-02-15T09:45:45Zdc.date.available
Year of creation2017dc.date.created
Date of first publication2018-02-15dc.date.issued
AbstractHintergrund: Trotz des starken Eingriffs in die Menschenrechte gibt es wenige Untersuchungen zu Zwangsmaßnahmen in der forensischen Psychiatrie, v. a. zur Sicht der betroffenen Patienten. Evidenz ist angesichts der Relevanz des Themas für psychiatrische Versorgung und Rechtsprechung dringend nötig. Ziel der dieser Dissertation zugrundeliegenden Untersuchung ist, an Patienten im Maßregelvollzug das Erleben von Zwang unter angeordneter Einnahme von Antipsychotika unter Berücksichtigung möglicher Einflussfaktoren zu untersuchen. Weiterhin soll untersucht werden, wie die betreffenden Patienten Zwangsmedikationen im Vergleich zu anderen Zwangsmaßnahmen im Hinblick auf das Ausmaß des Zwanges und Eingriffe in die Menschenwürde erleben. Methodik: Die Befragung wurde als Vollerhebung an Patienten mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen in den Kliniken für forensische Psychiatrie und Psychotherapie Weissenau und Bad Schussenried durchgeführt. Soziodemografische und klinische Daten wurden der Forensischen Basisdokumentation Baden-Württemberg und dem Krankenhausinformationssystem entnommen. Zur Erfassung des Ausmaßes des erlebten Zwanges durch die Unterbringung in der forensischen Psychiatrie und durch die Medikamenteneinnahme wurden zwei visuelle Analogskalen und eine Adaptation des MacArthur Admission Experience Survey eingesetzt. Mittels des Fragebogens zur Krankheitseinsicht FKE-10 und des Drug Attitude Inventory DAI-10 wurden die Krankheitseinsicht sowie die Einstellung zur Medikation untersucht. Die Ausprägung der Symptomatik wurde mit der Positive and Negative Syndrome Scale erfasst. Falls es zu einer Zwangsmedikation im rechtlichen Sinne kam, wurde zusätzlich die Coercion Experience Scale zum Vergleich mit weiteren bei den Probanden angewandten Zwangsmaßnahmen eingesetzt. Ergebnisse: Das Ausmaß des erlebten Zwanges durch die antipsychotische Medikation hing nicht von soziodemografischen Faktoren, sondern von der Krankheitseinsicht, der Einstellung zur Medikation und zu einem geringeren Teil von der Ausprägung der Symptomatik ab. Da nur sehr wenige Probanden (n = 3) von einer tatsächlichen Zwangsmedikation im rechtlichen Sinne betroffen waren, konnten die hierzu erhobenen Daten nur deskriptiv ausgewertet werden. Diskussion: Das adaptierte Admission Experience Survey, welches für diese Untersuchung zur Erfassung des erlebten Zwanges durch die Medikation umformuliert wurde, benötigt weitere Untersuchungen zur Validität der Skala, um sie auch bei weiteren Forschungsarbeiten einsetzen zu können. Die bei dieser Untersuchung analysierten Prädiktoren für das Ausmaß des erlebten Zwanges durch die antipsychotische Medikation können im Vergleich zu beispielsweise der sozialen Lebenssituation vor der Straftat, welche in dieser Untersuchung keinen Einfluss auf das Zwangserleben zeigte, als prinzipiell klinisch beeinflussbar angesehen werden. Aufgrund des Mangels an Literatur zu der Fragestellung dieser Untersuchung fällt ein Vergleich der Ergebnisse mit ähnlichen Studien schwer.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordEinstellung zur Medikationdc.subject
KeywordAusprägung der Symptomatikdc.subject
KeywordForensische Psychiatriedc.subject
KeywordAntipsychotische Medikationdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHSchizophreniadc.subject.mesh
MeSHForensic psychiatrydc.subject.mesh
MeSHPatient advocacydc.subject.mesh
MeSHCommitment of mentally ill; Legislation & jurisprudencedc.subject.mesh
TitleDie Zwangsbehandlung nach der Reform des Maßregelvollzugsrechts in Baden-Württemberg am Beispiel der Betroffenen zweier forensischer Zentrendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2018-01-18dcterms.dateAccepted
RefereeSteinert, Tilmandc.contributor.referee
RefereeDudeck, Manueladc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-5495dc.identifier.doi
PPN1014656540dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-5552-5dc.identifier.urn
GNDZwangsbehandlungdc.subject.gnd
GNDKrankheitseinsichtdc.subject.gnd
GNDGerichtliche Psychiatriedc.subject.gnd
GNDSchizophreniedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionZentrum für Psychiatrie Weissenauuulm.affiliationSpecific
InstitutionBezirkskrankenhaus Günzburguulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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