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AuthorRitter, Sabrinadc.contributor.author
Date of accession2018-02-05T10:01:48Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2018-02-05T10:01:48Zdc.date.available
Year of creation2017dc.date.created
Date of first publication2018-02-05dc.date.issued
AbstractChronische Krankheiten im Kindes- und Jugendalter können die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigen. Eine Kinder- und Jugendrehabilitation ist deshalb eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung des Gesundheitszustands und damit zur Teilhabe in Kindergarten, Schule und Ausbildung. Ziel dieser Studie war zum einen, die Analyse der erreichten Veränderungen sowie der Nachhaltigkeit. Zum anderen sollte untersucht werden, wie sich die derzeitige Versorgung nach der Rehabilitation zur Sicherung der Nachhaltigkeit gestaltet und welche Wünsche seitens Eltern, Kinder und Jugendlicher existieren. Anhand eines Mixed-Methods-Ansatzes wurde die Rehabilitation für Kinder- und Jugendliche ausführlich beleuchtet. Dazu wurden einerseits Routinedaten der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg mit Befragungsdaten von 1.640 Eltern und 682 Jugendlichen verknüpft, um Rehabilitationsergebnisse zu analysieren. Die Auswertung erfolgte deskriptiv und multivariat anhand logistischer und ordinaler Regressionsmodelle. Andererseits wurden qualitative Erhebungen mit Beteiligten des gesamten Rehabilitationsprozesses durchgeführt, um ein tieferes Verständnis zur aktuellen Situation nach einer Kinder- und Jugendrehabilitation zu gewinnen. Die Transkripte wurden inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Ergebnisse der quantitativen und der qualitativen Datenerhebung wurden zusammengeführt und ergänzen sich. Laut den Eltern konnte die Belastung durch die Erkrankung, die gesundheitlichen Beschwerden, der seelische Zustand, die Zuversicht, das Wissen über die Erkrankung, das Bewegungsverhalten und die Gesundheit insgesamt direkt nach der Rehabilitation verbessert und bis zum Befragungszeitpunkt (acht bis 14 Monate nach Rehabilitationsende) weiter verbessert bzw. stabil gehalten werden. Die Jugendlichen selbst gaben für Belastung, Zuversicht, Wissen, Bewegungsverhalten und Gesundheit insgesamt eine Verbesserung direkt nach der Rehabilitation an. Im Zeitraum nach der Rehabilitation konnten diese Parameter aufrechterhalten werden. Etwa 84% der Eltern und der Jugendlichen waren zufrieden bis sehr zufrieden mit den erreichten Veränderungen durch die Rehabilitation. Für ein Drittel der Eltern und Jugendlichen hielt der Erfolg bis zum Befragungszeitpunkt an. Bei Kindern bzw. Jugendlichen mit Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten oder mit psychischen Erkrankungen hielt dieser Erfolg seltener bis zum Befragungszeitpunkt an als bei Kindern mit Krankheiten des Atmungssystems. Der Behandlungserfolg hielt länger an, wurden Nachsorgemaßnahmen als hilfreich eingeschätzt. Nachsorgemaßnahmen wurden eher von Kindern mit Muskel-Skelett-Erkrankungen, jüngeren und mit den erreichten Veränderungen zufriedeneren Kindern umgesetzt. Aus Perspektive der Jugendlichen wurden eher Maßnahmen umgesetzt, wenn sie während ihres Rehabilitationsaufenthalts gut auf die Zeit danach vorbereitet wurden. Die Weiterbetreuung beim Arzt war laut Eltern und Jugendlichen die häufigste, umgesetzte Nachsorgemaßnahme. Im Rahmen der Kinder- und Jugendfokusgruppen allerdings wurde der betreuende Arzt nicht als Möglichkeit zur Beibehaltung oder Steigerung der Gesundheit genannt. Hier spielten vor allem die Eltern die zentrale Rolle im Rahmen der Nachsorge. Zum einen als Kontroll-, aber auch als Unterstützungsinstanz. Ebenso ist der Einbezug der Familie bereits während der Rehabilitation von Bedeutung. Für die Jugendlichen hingegen lag der Fokus auf ihrer Eigenverantwortung, das Gelernte umzusetzen und ihre gesetzten Ziele zu verfolgen. Der niedergelassene Arzt stellte sich im Rahmen der Einrichtungsbefragung, aber auch der Elternfragebogenerhebung als bedeutende Figur im Nachsorgeprozess heraus. Der Arzt kennt das gewohnte Umfeld und kann die familiäre Situation einschätzen. Ferner zeigte sich auch im Rahmen der Telefoninterviews mit Weiterbehandlern die Funktion des Niedergelassenen als Koordinator der Nachsorge. Die Motivation war ein Aspekt, der von allen erhobenen Perspektiven erwähnt und auch als Problem genannt wurde. Ohne die Förderung der Motivation ist eine langfristige Verhaltensänderung nur schwer erreichbar. Rehabilitationsmaßnahmen für chronisch kranke Kinder und Jugendliche sind hinsichtlich der individuellen Problemlagen des Kindes erfolgsversprechend. Der Erfolg blieb für die Mehrheit mittelfristig erhalten. Zur Förderung der Nachhaltigkeit der Ergebnisse ist es durchaus sinnvoll, nachgehende Maßnahmen anzubieten und die Kinder bzw. Jugendlichen sowie ihre Eltern dahingehend zu ermutigen und dauerhaft zu motivieren diese umzusetzen. Die gewonnenen Erkenntnisse der Studie zeigen den Erfolg einer Kinder- und Jugendrehabilitation auf. Zudem konnten konkrete Empfehlungen abgeleitet werden, die bei der Entwicklung von umsetzbaren Konzeptideen und -bausteinen zur Sicherung der Nachhaltigkeit durch Nachsorge herangezogen werden können. Sie sind ein wichtiger Schritt hin zur Schließung einer Versorgungslücke und damit zur Verbesserung der Versorgungsqualität bei chronisch kranken Kindern und Jugendlichen.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordKinder- und Jugendrehabilitationdc.subject
KeywordErgebnissedc.subject
KeywordNachhaltigkeitdc.subject
KeywordNachsorgedc.subject
KeywordMixed-Methods-Designdc.subject
KeywordRoutinedatendc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHRehabilitation centersdc.subject.mesh
MeSHPhysical and rehabilitation medicine; Methodsdc.subject.mesh
MeSHChilddc.subject.mesh
MeSHAdolescent medicinedc.subject.mesh
MeSHAdolescent health servicesdc.subject.mesh
TitleErgebnisse und Nachhaltigkeit von Rehabilitationsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2018-01-12dcterms.dateAccepted
RefereeKrischak, Gertdc.contributor.referee
RefereeMüller, Gottfrieddc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-5402dc.identifier.doi
PPN1013674200dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-5459-2dc.identifier.urn
GNDRehabilitationsmedizindc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionInstitut für rehabilitationsmedizinische Forschung (IFR)uulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
FundingNachhaltigkeit der Effekte einer Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen / Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberguulm.funding
FundingNachsorge im Bereich der Kinder- und Jugendrehabilitation / Nachwuchsakademie Versorgungsforschung Baden-Württemberguulm.funding
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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