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AuthorStörk, Lucasdc.contributor.author
Date of accession2017-12-12T09:45:19Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-12-12T09:45:19Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2017-12-12dc.date.issued
AbstractDie zunehmende Spezialisierung der einzelnen Fachrichtungen der Medizin und die Entwicklung der EBM (Evidenz-basierte Medizin) als Versorgungsstandard, die in die Leitlinien mit einfließen, führten dazu, dass es zu einem enormen Anstieg an jährlichen Publikationen kam. Der Kliniker, der seine Therapie im Sinne der EBM an die aktuellen, wissenschaftlich validen Ergebnisse anpassen möchte, wird mit einer so umfangreichen Datenmenge konfrontiert, dass es ihm unmöglich ist, einen genauen Überblick zu behalten. Auch bei den Publikationen, die er parallel zum klinischen Alltag zu lesen vermag, fehlt ihm die Zeit für eine kritische Beurteilung der Arbeiten, um die Validität der darin präsentierten Ergebnisse abschätzen zu können. Aus dieser Situation heraus wurden verschiedene Instrumente, unter anderem der USP Bogen entwickelt, um Studien gezielt nach einzelnen Aspekten zu analysieren und dadurch deren Validität zu ermitteln. Wie es um die Validität der Studien der aktuellen Publikationslandschaft steht, wurde anhand dieser Methode und den zehn am häufigsten gelesenen Artikel der Inneren Medizin 2013 untersucht. Die Analyse dieser Publikationen erfolgte mittels des standardisierten, systematischen Fragenkataloges, der im Rahmen der USP Methode publiziert wurde. Dieser umfasst 14 Items, die eine systematische und schrittweise Analyse der Studien erlaubt und somit die Validität der Studienergebnisse abschätzen lässt. Die damit erzielten Resultate zeigten bei den verschiedenen Publikationen ein recht inhomogenes Bild bezüglich der einzelnen Analysekriterien. Eines der Hauptprobleme stellte dabei die Fragestellung dar, die nur in einigen wenigen Fällen als klare Fragestellung im Sinne einer Hypothese auftrat. Die meisten Fragen besaßen deskriptiven Charakter. Dadurch wurde die Aussagekraft der Arbeiten schon zu Beginn eingeschränkt. Ein weiteres, häufiges Problem zeigte sich in der Zusammenstellung der Studienpopulation, da die Ein- und Ausschlusskriterien der Probanden häufig unbekannt und die Risikoprofile der einzelnen Probanden zum Teil auch derart verschieden waren, dass ein Vergleich aus wissenschaftlicher Sicht nicht zulässig war. Darüber hinaus erwies sich auch die vollständige Aufnahme der Probanden in die Studienergebnisse als problematisch. In den meisten Arbeiten wurden nur Teile der Studienpopulation in die Ergebnisse mit aufgenommen. Aufgrund des deskriptiven Charakters der Fragestellungen und den sich hieraus ergebenden deskriptiven Studiendesignen, die hauptsächlich als Querschnittsstudien angelegt waren, fanden kaum Verblindungen, verdeckte Zuteilungen der Probanden zu Studiengruppen oder eine Nachbeobachtung der Probanden statt. Dadurch konnten die Fragen danach nur selten beantwortet werden. Die sehr unterschiedlichen Ergebnisse der einzelnen Analysekriterien ergaben auch in der abschließenden Analyse der Validität und ihrer klinischen Relevanz, dass auch sie sehr verschieden und häufig deutlich eingeschränkt waren. Die hier durchgeführte Analyse zeigt, wie häufig Arbeiten publiziert werden, die aufgrund von methodischen Fehlern nur eine eingeschränkte Validität besitzen oder deren Ergebnisse aus klinischer Sicht irrelevant sind, da sie akademischer Natur sind und dem Patienten in der Anwendung keinerlei Benefit bringen. Es ist daher umso wichtiger, einerseits prospektiv angelegte, randomisierte, verblindete und kontrollierte Studien mit ausreichender Nachbeobachtungszeit durchzuführen, um valide Ergebnisse zu erhalten und andererseits publizierte Arbeiten kritisch in Bezug auf Validität und klinische Relevanz zu prüfen, bevor man ihre Resultate in den klinischen Alltag integriert.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordKlinische Ökonomikdc.subject
KeywordVersorgungsforschungdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHEvidence-based medicinedc.subject.mesh
MeSHComparative effectiveness researchdc.subject.mesh
TitleBeurteilung der wissenschaftlichen Validität der in MDLinx vorgestellten 10 meist gelesenen Artikel der Inneren Medizin 2013dc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-11-16dcterms.dateAccepted
RefereePorzsolt, Franzdc.contributor.referee
RefereeWeiß, Manfreddc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4784dc.identifier.doi
PPN165750624Xdc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4841-4dc.identifier.urn
GNDEvidenz-basierte Medizindc.subject.gnd
GNDValiditätdc.subject.gnd
GNDInnere Medizindc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Anästhesiologieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.361uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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