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AuthorRath, Maximiliandc.contributor.author
Date of accession2017-12-01T11:07:02Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-12-01T11:07:02Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2017-12-01dc.date.issued
AbstractFragestellung: Das Ziel dieser retrospektiven Studie war es, patientenabhängige und operationstechnische Parameter zu untersuchen, um mögliche prädiktive Einflussfaktoren des Langzeiterfolgs nach Wurzelspitzenresektion zu identifizieren. Methode: Zwischen dem 17.02.14 und dem 11.04.14 erfolgte die retrospektive Auswertung aller Patientenfälle einer Zahnarztpraxis, welche sich im Zeitraum vom 23.10.1989 bis 18.09.2012 an mindestens einem bleibenden Zahn einer Wurzelspitzenresektion unterzogen. Unter Berücksichtigung der Einschlusskriterien (postoperativer Mindesterfolg von zwölf Monaten, Vorhandensein eines postoperativen Röntgenbildes, sowie mindestens einer röntgenologischen Kontrolle), konnten 216 Patienten (♂ 111, ♀ 105), an welchen insgesamt 261 Wurzelspitzenresektionen durchgeführt wurden, in diese Studie eingeschlossen werden. Bei einem Altersspektrum von 14 bis 75 Jahren betrug das mediane Alter 43,3 Jahre. Als Erfolg wurden ein Zahn gewertet, wenn dieser mindestens 12 postoperativ in situ befindlich, Perkussions negativ, keine Aufbissbeschwerden, keine apikale Druckdolenz, keinerlei durch die Patienten subjektiv wahrgenommenen Beschwerden, sowie eine röntgenologische Verknöcherung aufwies. Als Misserfolg wurde ein Zahn gewertet, welcher extrahiert wurde, eine persistierende apikale Parodontitis oder eine röntgenologisch festgesellte Vergrößerung der apikalen Aufhellung aufwies, ebenso wenn an diesem Zahn eine apikale Druckdolenz oder ein Fistelgang festgestellt wurden. Neben der Ermittlung des Langzeiterfolgs, wurden die Faktoren Geschlecht, Alter, Zahngattung, Einsatz von Knochenersatzmaterial sowie der präoperative parodontale Zahnstatus hinsichtlich der Bedeutung für die Langzeitprognose der Wurzelspitzen-resektion untersucht. Die Auswertung erfolgte neben einer deskriptiven Statistik durch eine Cox-Regressionsanalyse mit der Darstellung von Kaplan-Meier Kurven. Ergebnis: Die Auswertung ergab insgesamt eine mittlere Erfolgsquote (Zahn mindestens 1 Jahr postoperativ noch in situ) von 63,6%, eine 5-Jahres Erfolgsrate von 77,1%, sowie eine 10-Jahres Erfolgsrate von 59,1%. Bezüglich des Geschlechts konnte kein statistischer Unterschied hinsichtlich der Erfolgsrate evaluiert werden. Ein Vergleich der Zahngattung ergab, dass sowohl die oberen Molaren (mittlere Erfolgsrate 77,8%, 5-Jahres Erfolgsrate 79,7%, 10-Jahres Erfolgsrate 54,9%), als auch die unteren Frontzähne (mittlere Erfolgsrate 76,9%, 5-Jahres Erfolgsrate 81,8%, 10-Jahres Erfolgsrate 62,5%), sowie die unteren Prämolaren (mittlere Erfolgsrate 75%, 5-Jahres Erfolgsrate 72,2%, 10-Jahres Erfolgsrate 64,3%) ähnlich hohe Erfolgsraten besitzen. Die niedrigsten Erfolgsraten hatten die oberen Prämolaren (mittlere Erfolgsrate 57,8%, 5-Jahres Erfolgsrate 64,3%, 10-Jahres Erfolgsrate 47,1%). Ein statistisch signifikanter Unterschied konnte hierbei allerdings nicht verzeichnet werden. Für den intraoperativen Einsatz von Knochenersatzmaterial konnte kein signifikanter Zugewinn für die Prognose festgestellt werden. Hinsichtlich des präoperativen parodontalen Zustandes zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied, jedoch eine deutliche Tendenz für eine bessere Prognose seitens der präoperativ parodontal gesunden Zähne. Bei der Auswertung der Altersgruppen (<20, 20-<40, 40-<60, ≥60) stellte sich heraus, dass die Patienten zwischen 20- bis 40-Jahren gemessen an der mittleren-, der 5-Jahres und der 10-Jahres Erfolgsquote von 73,2%, 83,3% und 66,7% die besten Prognosen haben. Dagegen war die Altersgruppe der mindestens 60-jährigen mit einer mittleren Erfolgsquote von 46,2, einer 5-Jahres Erfolgsrate von 63,2% und einer 10-Jahres Erfolgsrate von 42,4% jene mit der kürzesten Erfolgsdauer. Zudem ergab sich sowohl ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen der Altersgruppe der 20- bis unter 40-jährigen und der Altersgruppe der 40- bis 60-jährigen. Zwischen der Altersgruppe der 20- bis unter 40-jährigen und der Gruppe der mindestens 60-jähigen ergab sich sogar ein statistisch hochsignifikanter Unterschied. Diskussion: Die 5-Jahres Erfolgsrate (77,1) und die 10-Jahres Erfolgsrate (59,1) dieser Studie sind im Vergleich zu den in der Literatur beschriebenen eher im unteren Bereich ein zu ordnen. Dies lässt sich möglicherweise durch den langen Beobachtungszeitraum über den sich die Ergebnisse dieser Studie erstrecken und zum anderen durch die große Anzahl an resezierten Molaren erklären. Zusätzlich wurden in dieser Studie, sowohl initial nach strengen Ein- und Ausschlusskriterien, als auch der Erfolg und der Misserfolg nach strikten Kriterien definiert. Im Vergleich zu vorangegangenen Untersuchungen zeigen die Ergebnisse, dass die heute immer noch häufig praktizierte Wurzelspitzenresektion an jedem Zahn langfristig erfolgreich durchführbar ist. Vor allem an Zähnen, die auf keinem anderen Weg konservierend zu erhalten sind, stellt die Wurzelspitzenresektion die letzte zahnerhaltende Therapieoption dar. Die Implantologie stellt jedoch eine Therapiealternative dar. Mit 10-Jahres Überlebensraten von über 90%, garantiert sie langfristig gesehen sogar größeren Erfolg. Die Implantation bedeutet jedoch einen erheblichen finanziellen und zeitlichen Mehraufwand. Schlussfolgernd stellt die Wurzelspitzenresektion auch heute noch eine Behandlungsoption dar um einen Zahnerhalt langfristig sichern zu können. Insbesondere bei jüngeren Patienten und zutreffender Indikation sollte eine Wurzelspitzenresektion gegenüber einer Extraktion und Implantation in Erwägung gezogen werden. Vorab ist jedoch, falls möglich, eine Revision der Wurzelkanalbehandlung immer zu empfehlen. Eine Implantation sollte dagegen bei fraglicher Indikation sowie nach einmalig gescheiterter Wurzelspitzenresektion präferiert werden.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (ohne Print-on-Demand)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_opod_v1dc.rights.uri
KeywordWSRdc.subject
KeywordLangzeitprognose nach WSRdc.subject
KeywordLangzeitprognose nach Wurzelspitzenresektiondc.subject
KeywordZahnärztliche Chirurgiedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHApicoectomydc.subject.mesh
MeSHDentistrydc.subject.mesh
MeSHDentistry, operativedc.subject.mesh
TitleUntersuchung der Einflussfaktoren hinsichtlich der Langzeitprognose nach Wurzelspitzenresektion: eine retrospektive Fallstudiedc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-10-19dcterms.dateAccepted
RefereeWilde, Frankdc.contributor.referee
RefereeLapatki, Bernddc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4557dc.identifier.doi
PPN1009134191dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4596-9dc.identifier.urn
GNDWurzelspitzenresektiondc.subject.gnd
GNDZahnchirurgiedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionBundeswehrkrankenhaus Ulm (BWK)uulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Kieferorthopädie und Orthodontieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.336uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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