Show simple item record

AuthorHeepen, Franedc.contributor.author
Date of accession2017-11-23T12:48:14Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-11-23T12:48:14Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2017-11-23dc.date.issued
AbstractDie transtympanale Instillation von physiologischer Kochsalzlösung mit gleichzeitiger T-Tube-Paukenröhrchen Einlage ist ein minimalinvasiver Eingriff. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, zu einem frühen Zeitpunkt den beginnenden Mittelohrkrankheitsprozess zu stoppen. An dieser Studie nahmen 34 Patienten (15 Frauen und 19 Männer) mit 47 pathologischen Ohrbefunden teil. Das mediane Alter zum Zeitpunkt der Behandlung aller Patienten lag bei 23 Jahren. Alle teilnehmenden Patienten wiesen vor der Therapie eine punktuelle bis breitflächige Trommelfell-Adhäsion auf entsprechend einem Trommelfell Adhäsivprozess Grad 3 und Grad 4 nach Sade. Die Instillation erfolgt im Bereich eines Restlumens der Pauke. Der durch die Flüssigkeit erzeugte intratympanale Druck führt zur Hydrodissektion der Adhäsion. Gefolgt wurde das Manöver von einer Parazentese mit T-Tube-Paukenröhrchen Einlage. Im Rahmen der Nachuntersuchungen wurden die Ohrbefunde kontrolliert und die Patienten befragt. Die durchschnittliche Nachuntersuchungszeit betrug 13 Monate (395 Tage, Standardabweichung 445 Tage). In 28 Ohren befand sich zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung weiterhin die Paukendrainage. 26 dieser Ohren zeigten ein regelhaftes Trommelfell mit T-Tube-Paukenröhrchen in situ, was einer Erfolgsquote von 92,9 % entspricht. Bei fünf dieser erfolgreichen Fälle erfolgte als Begleiteingriff die Ballontuboplastie der Eustachischen Tube. Die Patienten nach transtympanaler Instillation mit Paukendrainage haben signifikant weniger Beschwerden, wie zum Beispiel Ohrdruck, Otorrhö oder Otalgie, als präinterventionell (p=0,0014) und es konnte eine signifikante Veränderung der prä- im Vergleich zur postinterventionellen Hörschwelle bei 1000 Hz für die Patienten mit Paukendrainage nachgewiesen werden (p=0,03). Die Hörschwelle wurde im Durchschnitt um 9 dB bei 1000 Hz verbessert. In 19 Fällen kam es zu einem Verlust oder einer elektiven Entfernung der Paukendrainage durch die behandelnden Ärzte vor erfolgter Nachuntersuchung. Zum Zeitpunkt der 65 Nachuntersuchung konnten vier gesunde Ohren, vier Ohren mit einer Trommelfellperforation, zwei Ohren mit Paukenerguss und 10 Rezidiv Trommelfell-Adhäsivprozesse diagnostiziert werden. Dies entspricht einer Erfolgsquote von 21,1 % ohne signifikante Veränderung der Beschwerden oder der Hörschwelle. Die Trommelfellperforationen sind als eine Komplikation der Therapie mit Langzeitpaukenröhrchen zu werten. Interessanterweise waren die erfolgreichen Fälle allesamt Kinder zwischen dem 5. und 10. Lebensjahr, was mitunter auch dem kraniofazialen Wachstum geschuldet sein könnte. Die transtympanale Instillation von physiologischer Kochsalzlösung mit gleichzeitiger T-Tube-Paukenröhrchen Einlage ergänzt die operativen Behandlungsmöglichkeiten eines Trommelfell-Adhäsivprozesses Grad 3 und Grad 4. Eine Tympanoplastik ist die bevorzugte Therapie zur Behandlung eines Trommelfell-Adhäsivprozess Grad 4, weil ausgedehnte Trommelfelladhäsionen nicht immer zuverlässig durch eine Hydrodissektion zu beheben sind. Die Therapie eines Trommelfell-Adhäsivprozess Grad 3 durch die die transtympanale Instillation von physiologischer Kochsalzlösung mit gleichzeitiger T-Tube-Paukenröhrchen Einlage gestaltet sich deutlich weniger invasiv als eine Tympanoplastik. Irreparable Schäden des Trommelfells und des Mittelohres bedingt durch die anhaltende Tubenventilationsstörung oder die Tympanoplastik werden vermieden. Das anatomische und funktionelle Ergebnis ist der Tympanoplastik während der gesicherten Paukendrainage überlegen. Nach Verlust oder elektiver Entfernung der Paukendrainage bei weiter bestehender Tubenfunktionsstörung ist ein Rezidiv-Trommelfell-Adhäsivprozess nicht auszuschließen. Weitere Studien, insbesondere in Kombination mit rehabilitativen Maßnahmen der Tubenfunktion, wie zum Beispiel dem neuen chirurgischen Verfahren der Ballontuboplastie der Eustachischen Tube, wären notwendig um den Stellenwert dieser Therapie weiter zu bewerten und gegebenenfalls die Rate an Rezidiv-Trommelfell-Adhäsivprozessen zu senken.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordTranstympanale Instillationdc.subject
KeywordTrommelfell-Adhäsivprozessdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHInstillation, drugdc.subject.mesh
MeSHTympanic membranedc.subject.mesh
TitleDie Instillation von Natriumchloridlösung mit gleichzeitiger Paukendrainage zur Behandlung von Adhäsivprozessen des Trommelfellsdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-10-19dcterms.dateAccepted
RefereeHoffmann, Thomasdc.contributor.referee
RefereeKapapa, Thomasdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4540dc.identifier.doi
PPN1006674748dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4579-4dc.identifier.urn
GNDInstillationdc.subject.gnd
GNDTrommelfelldc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Neurochirurgieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.307uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


Files in this item

Thumbnail

This item appears in the following Collection(s)

Show simple item record