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AuthorRustige, Laradc.contributor.author
Date of accession2017-08-01T11:17:47Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-08-01T11:17:47Zdc.date.available
Year of creation2015dc.date.created
Date of first publication2017-08-01dc.date.issued
AbstractLebensqualitätsstudien in der Medizin stellen eine wichtige Möglichkeit da, die subjektive Sicht des Patienten auf seine Gesundheit und seine Beschwerden sowie den Nutzen einer Therapie in Erfahrung zu bringen. Mit ihrer Hilfe können Indikationskriterien und Behandlungsansätze laufend angepasst und verbessert werden. Die Nasenatmungsbehinderung stellt das Leitsymptom bei rhinochirurgischen Patienten dar und kann den Gesundheitszustand und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Ihr wird bei der Erforschung der Lebensqualität dieser Patienten besondere Beachtung geschenkt. Da Depressionen immer wieder als negativer Faktor in Outcome-Studien mit chirurgischen Interventionen auffallen, könnten sie auch den Benefit einer Nasen-OP vermindern. Die Körperdysmorphe Störung zeichnet sich durch eine übermäßige Sorge um einen nicht vorhandenen körperlichen Makel aus, die nicht dauerhaft durch eine operative Veränderung beseitigt werden kann. Um Individuen mit einer solchen Störung oder mit einer Depression im Vorfeld zu erkennen und ihnen zunächst psychiatrische Hilfe zukommen zu lassen, wären aussagekräftige und einfach anzuwendende Methoden wünschenswert. Die vorliegende Studie vergleicht die krankheitsspezifische wie -unspezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität vor und nach funktionellen Nasenoperationen unter Berücksichtigung verschiedener OP-Arten und soll eine mögliche Beeinflussung des OP-Outcomes durch eine Depression oder eine Körperdysmorphe Störung eruieren. Hierbei soll evaluiert werden, ob sich das Beck-Depressionsinventar und die Pisa-Body-Dysmorphic-Syndrome-Scale als Filterinstrument für Patienten mit schlechter Outcome-Prognose eignen. Dazu wurden Patienten der HNO-Universitätsklinik in Ulm vor und nach ihrem rhinochirurgischen Eingriff mittels eines Fragebogenkataloges befragt. Darin kamen folgende Fragebögen und Skalen zum Einsatz: das Beck-Depressionsinventar zur Messung der Depressivität, die Pisa Body Dysmorphic Syndrome Scale zur Einschätzung der Symptomatik einer KDS, Visuelle Analogskalen zur Beurteilung der äußeren Nasenform und der Nasenatmung, die Nasal Obstruction and Septoplasty Effectiveness Scale zur Bewertung der Nasenatmungsbehinderung, der Health Related Quality of Life in Rhino Surgery zur Erhebung der krankheitsspezifischen und der Short Form 36 zur Untersuchung der krankheitsübergreifenden Lebensqualität. Es wurden drei Arbeitshypothesen aufgestellt und getestet: 1. „Die Lebensqualität ist nach der OP besser als davor“, 2. „Unterschiedliche OP-Arten erzielen unterschiedliche Resultate im Outcome“, 3. Hohe BDI- und Pisa-Scores sind prädiktiv für ein schlechtes Outcome“. Es nahmen 110 Patienten, darunter 47 (43%) mit Septumplastik (SPL), 19 (17%) mit offener Septo-Rhinoplastik (SRP) und 44 (40%) mit geschlossener Septorhinoplastik, an der prä- und postoperativen Erhebung teil. 47 Patienten waren weiblich und 63 männlich. Der Altersdurchschnitt betrug 36 Jahre. Es gab eine große Überschneidung von Patienten mit hohen Scores im Beck-Depressionsinventar und Patienten mit hohen Scores in der Pisa Body Dysmorphic Scale. Postoperativ waren alle Scores der Gesamtstichprobe signifikant besser als präoperativ, ausgenommen der Großteil der Dimensionen im SF-36. Zwischen den OP-Arten kamen signifikante Unterschiede bezüglich des Outcomes nur bei der Nasenform zum Vorschein. Die Gruppen der offenen und der geschlossenen SRP schnitten dabei signifikant besser ab als die Gruppe der SPL. Den Benefit bei der Nasenform und emotionalen Beschwerden betreffend scheinen hohe Pisa-Scores einen positiven Einfluss zu haben. Ansonsten wurde kein Einfluss eines hohen BDI- oder Pisa-Scores auf das Outcome ermittelt. Die untersuchten OP-Arten haben einen deutlichen therapeutischen Effekt auf die krankheitsspezifische und eine begrenzte Wirkung auf die generische Lebensqualität und unterscheiden sich nicht im Bezug auf das Outcome. Hohe BDI- und Pisa-Scores sind nicht prädiktiv für schlechte Outcomes bei funktionellen Nasen-OPs. Eine Erhebung der Lebensqualität nach einigen Jahren könnte Aufschluss über den langfristigen Effekt eines rhinochirurgischen Eingriffs geben. Zur Überprüfung psychosomatischer Störungen auf den Benefit einer OP, sind vermutlich ergänzende Tests und Interviews durch Psychiater notwendig. Als neues Forschungsthema wäre die Analyse der somatopsychologischen Auswirkung des OP-Outcomes auf das psychische Befinden von Patienten denkbar.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordLebensqualitätsstudiedc.subject
KeywordRhinochirurgiedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHOtorhinolaryngologic diseasesdc.subject.mesh
MeSHRhinoplastydc.subject.mesh
MeSHPsychophysiologic disordersdc.subject.mesh
MeSHQuality of lifedc.subject.mesh
TitleProspektive Studie über die Lebensqualität vor und nach rhinochirurgischen Eingriffen und der Einfluss psychosomatischer Störungen auf den Benefit einer Operationdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-02-09dcterms.dateAccepted
RefereeLindemann, Jörgdc.contributor.referee
RefereeAdolph, Oliverdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4466dc.identifier.doi
PPN895054426dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4505-8dc.identifier.urn
GNDHals-Nasen-Ohren-Heilkundedc.subject.gnd
GNDDysmorphophobiedc.subject.gnd
GNDPsychosomatische Störungdc.subject.gnd
GNDNasenchirurgiedc.subject.gnd
GNDLebensqualitätdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkundeuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Anästhesiologieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.214uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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