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AuthorKersten, Johannesdc.contributor.author
Date of accession2017-07-31T06:38:43Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-07-31T06:38:43Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2017-07-31dc.date.issued
AbstractFragestellung: Im Verlauf des noch jungen Jahrhunderts scheinen Naturkatastrophen an Zahl und Intensität zuzunehmen. Gerade wenn viele Menschenleben betroffen sind, wird in der Bevölkerung der Ruf nach schnellen Hilfen laut. Hierbei soll alles nur erdenklich Mögliche getan werden, um Leid, Hunger, Schmerz und Tod zu verhindern. Alles nur erdenklich Mögliche schließt auch den Einsatz der Bundeswehr mit ein. Doch ist die Bundeswehr tatsächlich dazu befähigt, humanitäre Hilfe zu leisten, und ist es gesetzlich wie auch gesellschaftlich legitim, Militär für solche Zwecke einzusetzen? Material und Methodik: In dieser Studie wurde in einem ersten Schritt untersucht, inwieweit der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr eine Rolle in der medizinischen Versorgung einer durch Naturkatastrophen gebeutelten Bevölkerung spielen kann. In einem zweiten Schritt galt es zu überprüfen, ob es durch Politik und Gesellschaft auch erwünscht ist, dass deutsches Militär unter humanitärer Flagge in fremden Ländern humanitäre Hilfe erbringt. Hierzu wurden zum einen neben dem Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe und Caritas international nebst ihren medizinischen Einsatzsystemen gemäß den Ebenen einer medizinischen Versorgung unter-sucht. Anhand eines zuvor festgelegten Fragebogens wurden hierfür Leistungskriterien im Rahmen von Interviews mit Vertretern in Führungspositionen abgefragt. Im Vergleich der Ergebnisse wurden Stärken und Schwächen in einzelnen Aspekten der Organisationen und ihren medizinischen Einsatzsystemen verdeutlicht. Zum anderen wurde eine umfassende Recherche zu Publikationen betreffend den medizinischen humanitären Einsatz der Bundeswehr durchgeführt. Die Quellen wurden analysiert, ausgewertet und auf dem Hintergrund ihrer zeitlichen, politischen und gesellschaftlichen Entstehung diskutiert. Ergebnisse/Diskussion: Es zeigte sich, dass die medizinischen Einsatzsysteme des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr in ihren Leistungsparametern entsprechend der jeweiligen Ebene der Patientenversorgung große Ähnlichkeiten mit denen der anderen Organisationen aufweisen. Zwar sind sie aufgrund ihres Auftrages auf eine medizinische Versorgung wie im deutschen Heimatland ausgelegt, doch vermögen einfache Maßnahmen eine Anpassung an eine humanitäre Versorgungssituation. Mit Hinblick auf die Legitimation medizinischer Hilfseinsätze durch den Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr wurde deutlich, dass Streitkräfte jeglicher Art erst dann zum Einsatz kommen, wenn zivile Hilfsstrukturen nicht genügen, das Ausmaß einer Katastrophe zu bewältigen (Subsidiaritätsprinzip). Hierin bestand ein allgemeiner Konsens zwischen Internationaler Staatengemeinschaft, Bundesregierung, Nichtregierungsorganisationen sowie Einzelautoren. Schlussfolgerung: Daraus kann geschlossen werden, dass der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr die Befähigung besitzt, einer durch Naturkatastrophen getroffenen Bevölkerung medizinische Hilfen zu leisten, und dass solche Hilfeleistungen politisch und gesellschaftlich auch erwünscht sind, solange deren Subsidiarität zweifelsfrei gegeben ist. Ob sich Hilfeleistungen durch ein Militär nach Naturkatastrophen „humanitär“ nennen dürfen, gilt es jedes Mal auf ein Neues kritisch gemäß den humanitären Kernprinzipien zu prüfen.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (ohne Print-on-Demand)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_opod_v1dc.rights.uri
KeywordHumanitäre Hilfedc.subject
KeywordBundeswehrdc.subject
KeywordNichtregierungsorganisationendc.subject
KeywordNGOdc.subject
KeywordNaturkatastrophendc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHMedical missions, Official; Germanydc.subject.mesh
MeSHDisaster medicinedc.subject.mesh
TitleDeutsche humanitäre Hilfsorganisationen und der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr im Vergleich – Darstellung von Leistungsdaten der Einsatzstrukturendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-07-14dcterms.dateAccepted
RefereeWilly, Christiandc.contributor.referee
RefereeMuth, Claus-Martindc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4458dc.identifier.doi
PPN895448858dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4497-9dc.identifier.urn
GNDDeutschland. Bundeswehrdc.subject.gnd
GNDHumanitäre Interventiondc.subject.gnd
GNDKatastrophenhilfedc.subject.gnd
GNDNichtstaatliche Organisationdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionBundeswehrkrankenhaus Ulm (BWK)uulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Anästhesiologieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.224uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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