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AuthorZittel, Tatjanadc.contributor.author
Date of accession2017-06-26T09:21:08Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-06-26T09:21:08Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2017-06-26dc.date.issued
AbstractEinleitung: Muttermilch ist die beste und natürlichste Ernährungsform für Säuglinge. Trotz des Aufwärtstrends seit den 1970er Jahren in Deutschland, wurden die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation bezüglich des Stillverhaltens jedoch nicht erreicht. Zudem liegen in Deutschland kaum Untersuchungen vor, die Auswirkungen und Verteilung der mütterlichen Einflussfaktoren auf das Stillverhalten in ersten zwei Lebensjahren belegen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es deshalb, die aktuelle Stillprävalenz und Stilldauer in Abhängigkeit von mütterlichen Faktoren in den ersten zwei Jahren nach der Geburt zu untersuchen und mit den Empfehlungen zu vergleichen. Methoden: Die Ulmer SPATZ Gesundheitsstudie ist eine prospektive Kohortenstudie für die 970 Teilnehmerinnen in der Universitätsfrauenklinik Ulm von April 2012 bis Mai 2013 rekrutiert wurden. Neben der Basisbefragung in den ersten Tagen nach der Geburt wurden die Teilnehmerinnen nach sechs Wochen sowie sechs, zwölf und 24 Monaten erneut kontaktiert. Die Befragung zum Stillverhalten erfolgte per Telefoninterview. Mütterlicher Zigaretten- und Alkoholkonsum sowie Bildungs- und Berufsstatus wurden anhand eines standardisierten Fragebogens ermittelt. Zur statistischen Analyse wurden Kaplan-Meier-Überlebenskurven, Log-Rank-Test, Cox-Regression, Chi²-Test und Kruskal-Wallis-Test verwendet. Ergebnisse: Die Mehrheit der Ulmer Mütter (95%) begann mit dem Stillen. 87% der Neugeborenen wurden nach der Geburt überwiegend gestillt. Nach der Entlassung aus der Klinik sank die Stillquote ab. Über 70%, 60% bzw. 20% der Mütter stillten vier, sechs bzw. zwölf Monate nach der Geburt partiell. Die Abnahme des überwiegenden Stillens war vor allem nach dem vierten Monat rapide. 57% bzw. 10% der Studienkinder wurden vier bzw. sechs Monate nach der Geburt überwiegend gestillt. Mütter mit Zigaretten- bzw. Alkoholkonsum und niedriger Bildung stillten signifikant seltener und kürzer. Dabei war das Stillverhalten umso schlechter, je früher nach der Geburt der Genussmittelkonsum aufgenommen wurde. Hingegen führte das bewusste Vermeiden von Genussmittel zu höheren Stillraten (bei Alkoholverzicht mehr als bei Zigarettenabstinenz). Weiterhin nahmen die meisten Teilnehmerinnen im ersten Jahr nach der Geburt keine bezahlte Tätigkeit auf. Jedoch stillten Mütter mit einer über 20 Arbeitswochenstunden dauernder Erwerbstätigkeit nach dem fünften Monat ebenfalls seltener und kürzer partiell als Frauen ohne Berufstätigkeit. Weiterhin waren die Stillquoten unter an- und ungelernten Arbeiterinnen am niedrigsten im Vergleich zu anderen Berufsgruppen. Schlussfolgerung: Trotz der hohen Stillprävalenz unserer Teilnehmerinnen besteht ein erhöhter Bedarf an stillfördernden und unterstützenden Maßnahmen. Diese sollten früh ansetzen, mindestens ein Jahr nach der Geburt und zielgruppenspezifisch praktiziert werden. Der Schwerpunkt ist dabei auf rauchende und bildungsschwache Mütter sowie Alkohol konsumierende und bildungsstarke Mütter zu richten. Erwerbstätige – vor allem un- und angelernte – Mütter bedürfen an weiterer Hilfe im Arbeitsalltag, um die Vereinbarkeit von Stillen und Beruf zu verbessern.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHBreast feedingdc.subject.mesh
MeSHSocioeconomic factorsdc.subject.mesh
MeSHPregnancydc.subject.mesh
MeSHAlcoholismdc.subject.mesh
MeSHSmokingdc.subject.mesh
TitleStillverhalten in den ersten beiden Lebensjahren in Abhängigkeit von mütterlichem Rauch- und Alkoholkonsum sowie Bildungs- und Berufsstand: Ergebnisse aus der Ulmer SPATZ Gesundheitsstudiedc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-05-19dcterms.dateAccepted
RefereeRothenbacher, Dietrichdc.contributor.referee
RefereeReister, Frankdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4394dc.identifier.doi
PPN1659231612dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4433-8dc.identifier.urn
GNDStillendc.subject.gnd
GNDStillperiodedc.subject.gnd
GNDRauchendc.subject.gnd
GNDAlkoholkonsumdc.subject.gnd
GNDBildungsstatusdc.subject.gnd
GNDBerufstätigkeitdc.subject.gnd
GNDSchwangerschaftdc.subject.gnd
GNDPräventiondc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionInstitut für Epidemiologie und Medizinische Biometrieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfeuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.154uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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