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AuthorMüttel, Tomkedc.contributor.author
Date of accession2017-06-12T14:40:00Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-06-12T14:40:00Zdc.date.available
Year of creation2017dc.date.created
Date of first publication2017-06-12dc.date.issued
AbstractDie Ätiologie der BN (Bulimia nervosa) ist trotz jahrelanger Forschung bis heute nicht eindeutig geklärt, gegenwärtig wird von einer multifaktoriellen Genese ausgegangen. Welche Faktoren jedoch einen gesicherten Einfluss auf die Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung haben, ist umstritten. Ziel dieser Studie war es, durch die Untersuchung von ausgewählten Risikofaktoren ein verbessertes ätiologisches Verständnis der BN zu gewinnen. In Zusammenschau mit Ergebnissen aus der Literatur wurden ein möglicher Einfluss von traumatischen Erlebnissen in der Kindheit, ein unsicherer Bindungsstil und Schwierigkeiten in der Emotionsregulation auf die Entstehung einer BN angenommen. Diese Faktoren wurden in der vorliegenden Studie detailliert untersucht. Dies erfolgte anhand standardisierter Fragebögen. Dabei dienten der EDI-2 (Eating Disorder Inventory-2) und EDE-Q (Eating Disorder Examination-Questionaire) der Feststellung der Krankheitsschwere und Diagnosesicherung, die weiteren Fragebögen (ETISR-SF (Early Trauma Inventory Self Report-Short Form), RQ-1 (Relationship Questionaire-1), DERS (Difficulties in Emotion Regulation Scale)) der Erfassung der beschriebenen Risikofaktoren. Insgesamt wurden 55 Patientinnen mit BN und 37 gesunde Kontrollprobandinnen befragt. Dabei wurden 31 Patientinnen während eines stationären Aufenthaltes auf Grund der BN und 24 über essstörungsspezifische Internetseiten rekrutiert. Die gesunden Kontrollprobandinnen wurden durch persönliche Ansprache und über einen Aushang in der Universität Ulm rekrutiert. Die statistischen Auswertungen erfolgten mittels nichtparametrischer Verfahren. Durch logistische Regressionen wurde die Vorhersagewahrscheinlichkeit der Gruppenzugehörigkeit (Patientinnen mit BN oder gesunde Kontrollprobandinnen) unter Verwendung der Skalenwerte der Fragebögen berechnet. Bei der Auswertung der Fragebögen zeigte sich zwischen den unterschiedlich rekrutierten Bulimie-Patientinnen kein signifikanter Unterschied, weder in der Ausprägung der Erkrankung (gemessen durch den EDI-2 und EDE-Q) noch bei den Ergebnissen der weiteren, mögliche Risikofaktoren der BN betreffenden Fragebögen (ETISR-SF, RQ-1, DERS). Der Vergleich der Bulimie-Patientinnen mit den gesunden Kontrollprobandinnen hingegen zeigte wie erwartet signifikante Unterschiede in fast allen erhobenen Skalen. Die Patientinnen mit BN berichteten signifikant häufiger sexuellen und emotionalen Missbrauch in der Kindheit als die gesunden Kontrollprobandinnen. Bezüglich des Bindungsstils zeigten die Patientinnen mit BN überwiegend den „ängstlich-abweisenden“ Bindungsstil, die gesunden Kontrollprobandinnen hingegen einen „sicheren Bindungsstil“, dieser Unterschied ist hochsignifikant. Zudem gaben die Patientinnen mit BN signifikant größere Schwierigkeiten in der Emotionsregulation an. In der logistischen Regression konnte ein signifikanter Einfluss des „unsicheren“ Bindungsstils sowie einer Subkategorie des DERS, der „Mangel an emotionaler Klarheit“, dargestellt werden. Anhand der in der logistischen Regression untersuchten Variablen konnte die Zugehörigkeit zur jeweiligen Gruppe mit 88,6%iger Sicherheit vorhergesagt werden. Zusammenfassend kann nach Auswertung der Fragebögen und der logistischen Regression und unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Literatur ein signifikanter Einfluss der Faktoren sexueller und emotionaler Missbrauch in der Kindheit, ein „ängstlich-abweisender“ Bindungsstil und Schwierigkeiten in der Emotionsregulation auf die Entwicklung einer BN angenommen werden. Ausblickend von den Ergebnissen dieser Studie wären zukünftige Untersuchungen mit einem prospektiven Studiendesign wesentlich, um die gewonnenen Erkenntnisse zu reproduzieren und damit zu bestätigen.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordBulimia nervosadc.subject
KeywordÄtiologiedc.subject
KeywordRisikofaktordc.subject
KeywordBindungsstildc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHBulimia nervosadc.subject.mesh
MeSHBulimia nervosa; Etiologydc.subject.mesh
MeSHObject attachmentdc.subject.mesh
TitleTraumatische Erfahrungen, Bindungsstil und Emotionsregulation bei Patientinnen mit Bulimia nervosa und gesunden Kontrollprobandinnendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-05-04dcterms.dateAccepted
Refereevon Wietersheim, Jörndc.contributor.referee
RefereeMüller, Gottfrieddc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4379dc.identifier.doi
PPN890616523dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4418-6dc.identifier.urn
GNDBulimiedc.subject.gnd
GNDPsychisches Traumadc.subject.gnd
GNDEmotionsregulationdc.subject.gnd
GNDAffektive Bindungdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.129uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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