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AuthorSchulthess, Inesdc.contributor.author
Date of accession2017-06-08T12:36:28Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-06-08T12:36:28Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2017-06-08dc.date.issued
AbstractDer Krankheitsverlauf der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) konnte postmortem in vier neuropathologische Stadien basierend auf dem spezifischen Verteilungsmuster von phosphoryliertem TAR DNA binding protein-43 (pTDP-43) eingeteilt werden. Stadium 1: Motorkortex, motorische Hirnnervenkerne V, VII, XII, α-Motoneurone des Rückenmarks; Stadium 2: präfrontaler Kortex, Formation reticularis, präzerebelläre Kerne, Nucleus ruber; Stadium 3: präfrontaler und postzentraler Kortex, Striatum; Stadium 4: anteromedialer Temporallappen einschließlich hippokampale Formation. Mittels Diffusion Tensor Imaging (DTI) konnte ein in-vivo Transfer der neuropathologischen Stadieneinteilung durch Mitglieder der Arbeitsgruppe etabliert werden. Ziel der vorliegenden Studie war es, die intrinsische funktionelle Konnektivität in den entsprechend assoziierten funktionellen Netzwerken (Motornetzwerk für Stadium 1, Hirnstammnetzwerk und frontoparietales Netzwerk für Stadium 2, Basalgangliennetzwerk für Stadium 3, hippokampales Netzwerk für Stadium 4) bei ALS Patienten in einem Querschnitts- und Longitudinalansatz zu untersuchen. Hierfür wurde bei 71 ALS Patienten und 28 gesunden Kontrollen funktionelle „resting state“ Magnetresonanztomographie Daten (3.0 Tesla) akquiriert. Im Querschnittsansatz konnte gezeigt werden, dass sich im Gruppenvergleich zwischen ALS Patienten und gesunden Kontrollen in allen relevanten Netzwerken funktionelle Hyperkonnektivitäten darstellen. Diese beziehen sich zum einen auf Regionen innerhalb des intrinsischen Konnektivitätsnetzwerkes, aber auch auf benachbarte Regionen, im Sinne einer Netzwerkexpansion. Im Referenznetzwerk (visuelles Netzwerk) fand sich im Gruppenvergleich kein signifikanter Unterschied. Im Longitudinalansatz stellte sich bei 14 Patienten im Gruppenvergleich zwischen ALS Patienten und gesunden Kontrollen eine über den Zeitverlauf deutliche Zunahme der funktionellen Hyperkonnektivitäten dar, welche sich wiederum auf Regionen innerhalb des intrinsischen Konnektivitätsnetzwerkes, aber auch auf benachbarte Regionen im Sinne einer Netzwerkexpansion beziehen. In dieser Studie konnte somit gezeigt werden, dass sich die intrinsischen funktionellen Veränderungen im Sinne von Hyperkonnektivitäten darstellen, welche im Zeitverlauf der Erkrankung progredient sind. Die funktionellen Hyperkonnektivitäten können zum einen als sekundäre Reorganisation im Sinne eines Kompensationsmechanismus, zum anderen als Verlust kortikaler Inhibition gewertet werden. In Form von funktionellen zerebralen Veränderungen konnte die klinische Progression des Krankheitsverlaufes widergespiegelt werden, allerdings ohne den für eine Stadieneinteilung notwendigen sequentiellen Charakter auf Individualniveau. Mittels größerer, standardisierter Datenakquisitions- und -verarbeitunsgprotokolle und mehrfach durchgeführter Messpunkte könnte ein auf funktioneller und struktureller Konnektivität basierendes Stadienmodell möglicherweise in vivo etabliert werden.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHAmyotrophic lateral sclerosisdc.subject.mesh
MeSHMagnetic resonance imagingdc.subject.mesh
TitleKorrelate der Erkrankungsstadien bei Amyotropher Lateralsklerose in der intrinsischen funktionellen Konnektivitäts-Magnetresonanztomographiedc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-04-28dcterms.dateAccepted
RefereeKassubek, Jandc.contributor.referee
RefereeGrön, Georgdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4372dc.identifier.doi
PPN890615357dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4411-5dc.identifier.urn
GNDMyatrophische Lateralsklerosedc.subject.gnd
GNDFunktionelle Kernspintomografiedc.subject.gnd
GNDStagingdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Neurologieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie IIIuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.130uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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