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AuthorDoornekamp, Liobadc.contributor.author
Date of accession2017-06-08T07:33:32Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-06-08T07:33:32Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2017-06-08dc.date.issued
AbstractDie ständige Optimierung von Behandlungsstrategien hat die Überlebenswahrscheinlichkeit für Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erhöht. Großen Anteil an diesem Erfolg haben zunehmend effektivere, dabei aber auch aggressivere Strahlen- und Chemotherapien. Daher hat parallel das Risiko, an Spätfolgen zu erkranken, zugenommen. Besonders häufig treten in diesem Kontext hypothalamo-hypophysäre Funktionsstörungen des endokrinen Systems auf. Für eine adäquate Behandlung und Nachsorge ist eine zeitnahe und zielführende Diagnostik unerlässlich. Ziel dieses unizentrischen Fallberichtes ist daher die Darstellung der Prävalenz, des Manifestationszeitpunktes und des klinischen Verlaufs endokrinologischer Folgeerkrankungen und ihres Bezugs zu onkologischen Grunderkrankungen und angewandten Therapiemodalitäten. Zur Erfassung der endokrinologischen Daten der onkologischen Patienten der Sektion Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Ulm wurde eine Datenbank mit den Ergebnissen der im Zeitraum von Juli 2008 bis Juli 2011 durchgeführten klinischen, anthropometrischen und laborchemische Untersuchungen erstellt. In dem Kollektiv aus 121 Patienten (Durchschnittsalter 9,1 ± 6,1 Jahre) wurden 173 endokrinologische Spätfolgen diagnostiziert. Mit einer Prävalenz von 67,8 % (82 Patienten) war die Hypothyreose die häufigste endokrinologische Spätfolge. Sie trat vermehrt bei Patienten mit Morbus Hodgkin (80,0 %, n=25), mit einer Leukämie (78,3 %, n=46), mit einem ZNS-Tumor (51,7 %, n=29) sowie nach einer Chemotherapie mit Alkylantien (73,0 %, n=37) auf. Patienten mit einer Therapiekombination aus einer zervikalen Radiatio und einer Chemotherapie wiesen mit einer Erkrankungsrate von 87,0 % (20 von 23 Patienten) das höchste Risiko auf, an einer Hypothyreose zu erkranken. Mit einer Prävalenz von 28,9 % (35 von 121 Patienten) bzw. 37,0 % (17 von 46) bei Leukämiepatienten war eine Adipositas die zweithäufigste endokrinologische Spätfolge. Patienten mit ZNS-Tumoren waren mit durchschnittlich etwa 1,7 Diagnosen am häufigsten von endokrinologischen Spätfolgen betroffen. Bei der dominierenden Spätfolge Kleinwuchs (48,3 %; n=29) in dieser Gruppe kommt eine Schädelbestrahlung mit nachfolgendem Wachstumshormonmangel als Hauptursache in Betracht. Mit steigender Strahlengesamtdosis war eine umso ausgeprägtere Einschränkung des Körperhöhen-Wachstums zu verzeichnen. Patienten, die alleinig mit einer Chemotherapie oder mit einer niedrigdosierten kranialen Strahlentherapie (Intensität < 24 Gray) behandelt wurden, konnten ein temporäres Wachstumsdefizit nahezu aufholen. Dagegen zeigten 35,7 % Patienten (5 von 14) mit einer Schädelbestrahlung > 24 Gray und 55,6 % Patienten (5 von 9) mit einer kraniospinalen Bestrahlung eine persistierende Wachstumsstörung. Diese Daten belegen den wachsenden Bedarf an endokrinologischen Nachsorgestrategien nach antineoplastischer Therapie im Kindes- und Jugendalter. Die hohe Diagnoserate der Adipositas, welche in der Literatur bisher spärlich vorbeschrieben ist, und die zum Teil widersprüchliche Datenlage bezüglich des Hypothyreose-Risikos nach alleiniger Chemotherapie belegen den weiterhin bestehenden Forschungsbedarf im Bereich der endokrinologischen Spätfolge. Um eine optimale Behandlung der Endokrinopathien zu ermöglichen, ist eine kontinuierliche Verbesserung und Aktualisierung der Nachsorgeleitlinien notwendig. Die Ergebnisse dieser unizentrischen Studie schaffen für diese Zielsetzung eine ausführliche Deskription der Spätfolgen antineoplastischer Therapien.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (ohne Print-on-Demand)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_opod_v1dc.rights.uri
KeywordEndokrinologische Spätfolgendc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHNeoplasms; Complicationsdc.subject.mesh
MeSHTherapeutics; Adverse effectsdc.subject.mesh
MeSHEndocrine system; Drug effectsdc.subject.mesh
MeSHChilddc.subject.mesh
MeSHAdolescentdc.subject.mesh
TitlePrävalenz endokrinologischer Spätfolgen nach onkologischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter – eine unizentrische Fallserienuntersuchungdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-05-18dcterms.dateAccepted
RefereeWabitsch, Martindc.contributor.referee
RefereeKratzer, Wolfgangdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4371dc.identifier.doi
PPN1659106125dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4410-9dc.identifier.urn
GNDKrebs <Medizin>dc.subject.gnd
GNDStrahlentherapiedc.subject.gnd
GNDChemotherapiedc.subject.gnd
GNDSpätschadendc.subject.gnd
GNDKinddc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Kinder- und Jugendmedizinuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Innere Medizin Iuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.139uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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