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AuthorKarstadt, Jan-Andersdc.contributor.author
Date of accession2017-05-23T13:00:03Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-05-23T13:00:03Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2017-05-23dc.date.issued
AbstractDie Diagnosesicherung eines nicht metastasenverdächtigen Halses bei einem Plattenepithelkarzinom des oberen Aerodigestivtraktes stellt die Medizin vor ein großes Problem. Es gilt, ein Nichteingreifen gegenüber einer chirurgischen Resektion der Halslymphknoten abzuwägen. Entweder riskiert man eine okkulte Metastase oder es kommt zu einer Übertherapie eines Großteils der Patienten - verbunden mit einer möglichen hohen postoperativen Morbidität. Das Verfahren der radioaktiven Markierung der ersten Lymphknoten, welche den Tumor drainieren (SLN), und die damit verbundene bildgebende Darstellung des Lymphabflussweges mittels einer Kombination aus einem SPECT-System (Single Photon Emission Computed Tomography) und einem Computertomographen (CT), genannt SPECT/CT, stellt eine sinnvolle Ergänzung zur bisherigen Diagnostik dar. Ziel dieser Studie war es zu evaluieren, ob die Sentinel Lymph Node Technik im Bereich der Mundhöhle und im Oropharynx zuverlässig anwendbar ist und ob sie eine Verbesserung der Diagnosesicherheit gegenüber den etablierten Techniken darstellt. Es galt zu klären, ob mit Hilfe der Sentinel Lymph Node Technik Lymphknoten detektiert werden, welche unter herkömmlichen Bedingungen belassen worden wären, und ob in diesen ein metastatischer Befall ermittelt werden konnte. Zusätzlich wurde versucht zu evaluieren, ob die selektive Entnahme der radioaktiv markierten Wächterlymphknoten (SNB) möglicherweise eine Therapiealternative zur elektiven Neck Dissection sein kann. Im Zeitraum zwischen März 2005 und Juni 2013 nahmen 36 Personen mit einem Erstkarzinom im Mund-Rachenraum und klinisch unverdächtigen Halslymphknoten an dieser retrospektiven, nicht randomisierten Kohortenstudie teil. Bei allen Probanden wurde am Tag vor der Operation eine Lymphabstromszintigraphie mit Detektion und Markierung der Wächterlymphknoten durchgeführt. Am Folgetag wurden sowohl der Tumor, die Sentinel Lymph Nodes als auch die restlichen Halslymphknoten durch eine elektive Neck Dissection entfernt. Nach der histopathologischen Aufarbeitung des gesamten Resektates nach standardisierten Sentinel Lymph Node Kriterien wurden die Daten erfasst und ausgewertet. 37 Die präoperative Sentinel Lymph Node Detektionsrate lag bei 97,2% (35/36). Es wurden bei vier Patienten (11,1%) Wächterlymphknoten in Level V aufgefunden. Diese wären bei herkömmlicher Herangehensweise belassen worden. Okkulte Metastasen wurden bei 33,3% der Patienten (12/36) ermittelt. Diese wurden ausschließlich in den zuvor markierten Wächterlymphknoten aufgefunden. Dies bedeutet, dass im Rahmen dieser Studie weder Metastasen in nicht markierten Lymphknoten noch Skip Metastasen gefunden werden konnten. Für die Sentinel Lymph Node Technik wurde eine Spezifität von 100% und eine Sensitivität von 94,4% festgestellt. Das Studiendesign ermöglichte es, zuverlässig Daten zu erfassen, ohne den Patienten einem erhöhten Risiko bzw. einer erhöhten Invasivität auszusetzen. Die so erhobenen Daten untermauern, dass die Sentinel Lymph Node (SLN) Methode das derzeit präziseste diagnostische Verfahren zur Prädiktion des Nodalstatus der Halslymphknoten darstellt.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordSentineldc.subject
KeywordLymphabstromszintigraphiedc.subject
KeywordKopf-Halsdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHSentinel lymph nodedc.subject.mesh
MeSHSentinel lymph node biopsydc.subject.mesh
MeSHNeck dissectiondc.subject.mesh
TitleBedeutung der Sentinellymphknoten: Detektion für die Therapie des Mundhöhlenkarzinomsdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2017-04-27dcterms.dateAccepted
RefereeSchramm, Alexanderdc.contributor.referee
RefereeHoffmann, Thomasdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4347dc.identifier.doi
PPN1659055881dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4386-8dc.identifier.urn
GNDSentinel-Lymphknotendc.subject.gnd
GNDHalsdissektiondc.subject.gnd
GNDRadikale Halsdissektiondc.subject.gnd
GNDLymphknotenbiopsiedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.121uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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