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AuthorWalther, Philippdc.contributor.author
Date of accession2022-05-24T15:06:06Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2022-05-24T15:06:06Zdc.date.available
Year of creation2020dc.date.created
Date of first publication2022-05-24dc.date.issued
AbstractUnabhängig von der untersuchten Körperregion werden zunehmend häufiger Zufallsbefunde in der Computertomographie (CT) beschrieben. Die 1993 eingeführte computertomographische Angiographie (CTA) wird routinemäßig in der Diagnostik von Patienten mit Gefäßerkrankungen eingesetzt. Sie bietet zusätzlich die Möglichkeit extravaskuläre Strukturen, die nicht primär im Fokus der klinischen Fragestellung bzw. rechtfertigenden Indikation standen, zu beurteilen. Zufallsbefunde, die sonst bis zur Entwicklung von Symptomen vermutlich nicht erkannt worden wären, können entdeckt und potenziell frühzeitig therapiert werden. Entscheidend ist deshalb die Einordnung morphologischer Auffälligkeiten in anatomische Normvarianten sowie therapierelevante Veränderungen wie Infektionen oder Malignome. Ziel dieser Studie war es, die Inzidenz und klinische Relevanz von extravaskulären Zufallsbefunden (EVIF) bei Patienten nach CTA des Abdomens und Beckens zu untersuchen. Mit positivem Votum der Ethikkommission wurde eine retrospektive Auswertung der radiologischen Befunde von 1452 CTA-Studien bzw. 1208 Patienten, die zwischen dem 01.02.2010 und 31.12.2015 am Bundeswehrkrankenhaus Ulm durchgeführt wurden, vorgenommen. Die CTA wurden mit einem 64- oder 128- Multislice-CT durchgeführt. Alle CTA-Befunde wurden ohne ein vorgegebenes Protokoll für die Befunderstellung verfasst. Diese Befunde wurden retrospektiv bezüglich nicht gefäßassoziierter Zufallsbefunde, die während der Primärbegutachtung entdeckt wurden, ausgewertet. Traumaassozierte CTA- Untersuchungen wurden ausgeschlossen. Gemäß früheren Studien erfolgte eine Unterteilung der EVIF anhand ihrer Morphologie in drei Kategorien. Kategorie I: unmittelbar klinisch relevant, Kategorie II: potenziell klinisch relevant und Kategorie III: nicht oder gering klinisch relevant. Das Geschlecht der Patienten war in 69,9% männlich, das mittlere Patientenalter betrug 67,6 Jahre, +/- 13,6 Jahre (Spannweite 19-99 Jahre). Es wurden insgesamt 5511 EVIF detektiert. Unter den CTA-Studien hatten lediglich 208 (14,3%) keine EVIF. Bei 32% aller CTA-Untersuchungen wurden Befunde unmittelbarer, bei 45,8% potenzieller und bei 79,2% geringer bzw. keiner klinischen Relevanz festgestellt. Ausschließlich Befunde der Kategorie III fanden sich bei 28,4% der CTA-Untersuchungen. Analog zu früheren Studien waren Patienten beider Geschlechter mit einer höheren Anzahl an EVIF hoch signifikant (p <0,001) älter als Patienten mit einer geringen Anzahl an EVIF. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen nahm der Schweregrad der EVIF mit zunehmendem Alter signifikant zu. Eine geschlechtsspezifische Abhängigkeit der Anzahl sowie des Schweregrades der EVIF konnte nicht festgestellt werden. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass EVIF in der CTA sehr häufig sind. Einige dieser Zufallsbefunde wären vermutlich erst in einem späteren Krankheitsstadium diagnostiziert worden. Dies veranschaulicht, wie wesentlich es ist, die ausgeführte Untersuchung losgelöst von der klinischen Indikation zu beurteilen. Die klinischen Zuweiser sollten sich der Inzidenz unmittelbarer und potenziell klinisch relevanter, extravaskulärer Zufallsbefunde bewusst sein und diese angemessen behandeln bzw. nachverfolgen. Nur so können gemeinsam mit den Radiologen unnötige Zusatzuntersuchungen vermieden werden, um die psychischen und finanziellen Belastungen für Patient und Gesundheitssystem zu minimieren.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseCC BY 4.0 Internationaldc.rights
Link to license texthttps://creativecommons.org/licenses/by/4.0/dc.rights.uri
KeywordZufallsbefundedc.subject
KeywordNebenbefundedc.subject
KeywordCT angiogramdc.subject
KeywordExtravascular findingsdc.subject
KeywordDiagnostic radiologydc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHAbdomen; Diagnostic imagingdc.subject.mesh
MeSHPelvis; Diagnostic imagingdc.subject.mesh
MeSHComputed tomography angiographydc.subject.mesh
MeSHIncidental findingsdc.subject.mesh
TitleInzidenz und Relevanz von extravaskulären Zufallsbefunden in nichttraumaassoziierten computertomographischen Angiographien des Abdomens und Beckensdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2022-01-14dcterms.dateAccepted
RefereeSchmidt, Rolanddc.contributor.referee
RefereeMauer, Uwedc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-43229dc.identifier.doi
PPN1805188542dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-43305-2dc.identifier.urn
GNDBauchdc.subject.gnd
GNDBecken <Anatomie>dc.subject.gnd
GNDAngiographiedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionBundeswehrkrankenhaus Ulm (BWK)uulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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