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AuthorHerrschel, Lukasdc.contributor.author
Date of accession2017-03-24T10:17:58Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-03-24T10:17:58Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2017-03-24dc.date.issued
AbstractDer Austausch von mimisch-expressiven Emotionen und damit die Fähigkeit, Emotionen in Gesichtern wahrzunehmen und richtig zu interpretieren stellt in der zwischenmenschlichen face-to-face-Kommunikation und speziell in der Arzt-Patienten-Beziehung ein wichtiges Werkzeug der nonverbalen Kommunikation dar. Ziel dieser Arbeit war es die Erkennungsleistung mimisch-expressiver Emotionen im peripheren Gesichtsfeld zu untersucht. In einem für diese Fragestellung entwickelten Versuchsaufbau wurden die Unterschiede in der peripheren Wahrnehmung verschiedener Basisemotionen (Angst, Ärger, Ekel, Freude, Trauer und Überraschung) untersucht. Der spezielle Versuchsaufbau dieser Arbeit wurde im Rahmen der Studie „Emotionserkennung im periphereren Gesichtsfeld und in Abhängigkeit der Perspektive“ (EDDIES) entwickelt, in dem die experimentellen Daten aufgenommen wurden. Experimentell wurde einen Blickbewegungskamera genutzt, mit der Stimuli präzise in der Peripherie des Blickfeldes und zeitgenau präsentiert werden können. Die Probanden hatten die ihnen in der Peripherie präsentierten emotionalen Stimuli (insgesamt N=48) von Gesichtern der Basisemotionen zu erkennen und zu benennen. Mithilfe der Blickbewegungskamera konnte eine zentrale Fixierung auf die Stimuli verhindert und eine sichere periphere Präsentation sichergestellt werden. Als experimentelle Aufgabe mussten die Probanden den peripheren Winkel so nach zentral hin einstellen, bis sie Emotion auf dem Gesichtsstimulus erkennen konnten. Versuchte der Proband einen direkte Fixierung des präsentieren Bildes wurde das durch die Blickbewegungsmessung registriert und der Stimulus mittels eines Störbildes maskiert. Als Stimulusmaterial wurde der Japanese and Caucasian Facial Expression of Emotion (JACFEE)- Bildersatz von Paul Ekman genutzt. Neben der Erkennungsleistung in % richtiger Identifizierungen wurde das emotionsspezifische, periphere Gesichtsfeld (als Winkel [°]) bestimmt, in dem die verschiedenen präsentierten Emotionen erkannt werden. Ebenso wurde die für das Erkennen benötigte Zeit ermittelt gemessen. 46 Probanden (25 männlich und 21 weiblich) im Alter von 22 bis 31 Jahren nahmen an der Studie teil. Das Experiment ergänzend wurden verschiedene Aspekte zur Emotionsregulation (Emotion Regulation Questionnaire), zur Persönlichkeit (Ten Item Personality Inventory) und zur Emotionalen Intelligenz (Trait Emotional Intelligenz Questionnaire-Short Form) mit standardisierten Fragebögen erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass die einzelnen Emotionen im peripheren Gesichtsfeld unterschiedlich wahrgenommen werden (Hypothese 1) und Freude von allen präsentierten Emotionen am leichtesten erkannt wird (Hypothese 2). Signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der Wahrnehmung mimisch-expressiver Stimuli im peripheren Gesichtsfeld konnten nicht belegt werden (Hypothese 3). Mit dem Ergebnis der Hypothese 1 und 2 wird die Arbeit von Calvo et al. (Calvo, Fernandez-Martin & Nummenmaa, 2014) gestützt, die eine signifikant bessere Erkennbarkeit von Freude gegenüber Nicht-Freude-Emotionen beschreibt. Eine Erklärung für die guten Ergebnisse der Emotion Freude könnte vor allem an dem höheren mimisch-expressiven Informationsgehalt (physiognomische Veränderung) der Emotion Freude liegen. Der deutliche Signalcharakter der Freude-Bilder im Vergleich zum neutralen Gesichtsausdruck bzw. zu den Nicht-Freude-Emotionen zeigt sich vor allem in einem großen, offenen Mund mit sichtbaren Zähnen. Ekel, als Emotion mit dem geringsten Erkennungswinkel, weist hingegen einen geringeren Signalcharakter auf. Des Weiteren zeigte sich, dass keine Unterschiede der Ergebnisse zwischen der rechten und linken Präsentationsseite oder den Geschlechtern vorlagen. Zudem zeigte sich eine hohe Verwechslungsrate zwischen den Emotionen Überraschung und Angst (N= 118 Verwechslungen) und Ärger und Trauer (N= 94 Verwechslungen) sowie ein intraindividueller Zusammenhang der Präsentationswinkel: Erkennt ein Proband eine Emotion peripher, so erkennt dieser auch alle anderen Emotionen peripher (jeweils auf emotionsspezifischen Niveau).dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordEmotionendc.subject
KeywordPeripheres Gesichtsfelddc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHExpressed emotiondc.subject.mesh
MeSHVisual perceptiondc.subject.mesh
MeSHFacial recognitiondc.subject.mesh
TitleErkennungsleistung mimisch expressiver Emotionen im peripheren Gesichtsfelddc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2016-12-16dcterms.dateAccepted
RefereeTraue, Haralddc.contributor.referee
RefereeKampmeier, Jürgendc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4283dc.identifier.doi
PPN883628686dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4322-1dc.identifier.urn
GNDGefühldc.subject.gnd
GNDPeripheres Sehendc.subject.gnd
GNDBlickbewegungdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Augenheilkundeuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 15.062uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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