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AuthorMüller, Miriamdc.contributor.author
Date of accession2017-02-01T10:02:20Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-02-01T10:02:20Zdc.date.available
Year of creation2015dc.date.created
Date of first publication2017-02-01dc.date.issued
AbstractDie vorliegende Studie untersucht mütterliche Einflüsse auf die Gesundheit von Neugeborenen. Zahlreiche vorangegangene Untersuchungen zeigten, dass bereits das intrauterine Milieu und intrauterine Expositionsbedingungen wichtige Faktoren zur Entwicklung von chronischen Erkrankungen darstellen können (sogenannte Barker-Hypothese). Ziel der Untersuchung war die nähere Beschreibung von Einflüssen der mütterlichen Nierenfunktion und Harnsäure als kardiometabolische Risikomarker auf gesundheitsrelevante Kenngrößen des Neugeborenen wie Geburtsgewicht und small for gestation age-Geburtlichkeit. Aus bisherigen Studien ließ sich eruieren, dass die mütterliche Nierenfunktionseinschränkung mit geringerem Geburtsgewicht beim Neugeborenen assoziert war. Die Basisuntersuchung der Ulmer SPATZ Studie als großangelegte Geburtskohortenstudie fand von April 2012 bis Mai 2013 an der Universitätsfrauenklinik Ulm statt. Die Studienpopulation umfasste 970 Mütter und 1006 Neugeborene, die hier genauer beleuchtete Analysepopulation bestand aus 885 Müttern (91,2 % der Gesamtpopulation) und deren 885 neugeborene Einlingen. Anhand von Laborchemie, eines Fragebogens zu verschiedenen soziodemografischen, gesundheitlichen sowie psychologischen Merkmalen, von Mutterpass und elektronischen Patientenakten wurden die notwendigen Daten für die Studie erhoben. Die Serumharnsäure der Mutter korrelierte statistisch signifikant positiv mit dem mütterlichen hochsensitiven C-reaktiven Protein, Leptin, glykosylierten Hämoglobin, retinol binding protein 4, Insulin sowie den Triglyceriden. Des Weiteren zeigte die bivariate Analyse einen Zusammenhang der Serumharnsäurewerte mit dem Alter der Mutter, der Nationalität, Alkoholkonsum während der Schwangerschaft, Entbindungsmodus, geringerer Anzahl vorangegangener Geburten, höherem mütterlichem BMI, vorliegendem Diabetes und Hypertonie. Mütterliches Serum-Cystatin C korrelierte mit dem mütterlichen glykosylierten Hämoglobin und retinol binding protein 4. Die bivariate Analyse ergab einen Zusammenhang von höheren Cystatin-C-Serumwerten mit einer geringeren Anzahl vorangegangener Geburten sowie dem Geschlecht des Neugeborenen (Mütter männlicher Neugeborener hatten höhere Werte). Das durchschnittliche Geburtsgewicht der Kinder betrug 3278,6 ± 534,5 g, damit fielen 87 Kinder (9,8%) in den small for gestational age-Bereich (bezogen auf das Geburtsgewicht). Von den teilnehmenden Müttern hatten je nach Bestimmungsmethode der glomerulären Filtrationsrate 62,7 – 75,7% leicht- bis höhergradige Nierenfunktionseinschränkungen, jedoch lediglich 0,7-4,6% der Mütter eine Funktionseinschränkung im Stadium drei oder darüber. Insgesamt ergab sich, dass steigende Cystatin C-Serumkonzentrationen mit einem sinkenden Risiko für SGA-Geburtlichkeit einhergingen. Diese Tendenz war auch bei verschiedenen statistischen Analyseansätzen stabil und ergab vor allem bei der Betrachtung der Nierenfunktion einen statistisch signifikanten inversen Zusammenhang zwischen dem Cystatin C-Wert beziehungsweise der Nierenfunktion und dem Geburtsgewicht, der Geburtsgröße, dem längenassoziierten Geburtsgewicht sowie für zunehmende Nierenfunktionsstörungen und längenassoziiertes Geburtsgewicht. Dieser Zusammenhang war auch nach Einbeziehung von möglichen Störgrößen sichtbar. So hatten beispielsweise Neugeborene, deren mütterliche Cystatin C-Werte im obersten Quartil lagen ein Risiko von 0,45 (95% KI 0,22-0,90) für eine Geburtsgröße unter dem 10. altersspezifische Perzentil. Ein möglicher positiver Zusammenhang zwischen Nierenfunktion und Geburtsgewicht auf welchen bisherige Studien hinwiesen, wurde in der vorliegenden teilnahmestärkeren Studie nicht bestätigt. Vielmehr war diese Assoziation gegenläufig. Besonders das Einbeziehen von Cystatin C als Indikator für die Nierenfunktion der Mutter stellte ein Novum dar. Die einzige große Studie, die den Zusammenhang zwischen mütterlicher Nierenfunktion und kindlichem Geburtsgewicht untersuchte, nutzte Kreatinin als Berechnungsgrundlage für die mütterliche Nierenfunktion. Die weitere Beobachtung der Kinder bezüglich der Entwicklung chronischer Erkrankungen bleibt bezüglich weiterer Erkenntnisse über mögliche Zusammenhänge zu analysieren.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordSerumharnsäuredc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHBirth weightdc.subject.mesh
MeSHInfant, low birth weightdc.subject.mesh
MeSHUric aciddc.subject.mesh
TitleZusammenhang von Nierenfunktion und Serumharnsäure der Mutter mit dem Geburtsgewicht beim Neugeborenen - Ergebnisse einer epidemiologischen Geburtskohortenstudiedc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2016-11-17dcterms.dateAccepted
RefereeRothenbacher, Dietrichdc.contributor.referee
RefereeKoenig, Wolfgangdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4213dc.identifier.doi
PPN1655843648dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4252-3dc.identifier.urn
GNDNierenfunktiondc.subject.gnd
GNDSchwangerschaftdc.subject.gnd
GNDGeburtsgewichtdc.subject.gnd
GNDMangelgeborenesdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionInstitut für Epidemiologie und Medizinische Biometrieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Innere Medizin IIuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 14.989uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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