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AuthorJankowiak, Silkedc.contributor.author
Date of accession2017-01-20T13:18:05Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2017-01-20T13:18:05Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2017-01-20dc.date.issued
AbstractDie vorliegende Arbeit ging der Frage nach, inwiefern sich eine intensivierte Einbindung des Hausarztes in die Nachbehandlung nach erfolgter medizinischer Rehabilitation, sowohl auf die Inanspruchnahme von Nachsorgeleistungen der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg (DRV BW) als auch auf den Erwerbsstatus der Rehabilitanden im Folgejahr der Rehabilitation auswirkt. Datengrundlage waren Routinedaten der DRV BW. Die Studienpopulation umfasste alle Teilnehmer am Modellprojekt sowie zufällig ausgewählte Vergleichspersonen, die aufgrund einer somatischen bzw. psychosomatischen Erkrankung in den Jahren 2010 und 2011 an einem Heilverfahren für chronisch Kranke teilgenommen haben. Mittels deskriptiver Analysen erfolgte zunächst eine Beschreibung der Studienteilnehmer über alle Rehabilitanden hinweg sowie separat für die Projektteilnehmer und Vergleichspersonen. Gruppenunterschiede bei der Verteilung der Variablen wurden anhand des Chi²-Tests (kategoriale Variablen) bzw. mittels Wilcoxon-Rangsummentest (stetige Variablen) auf statistische Signifikanz geprüft. Im Weiteren wurden multiple Regressionsmodelle zur Bestimmung der Effekte des Modellprojekts auf die Inanspruchnahme von Nachsorgeleistungen der DRV BW sowie auf den Erwerbsstatus (durchschnittliches sozialversicherungspflichtiges Entgelt, Summe der Beschäftigungstage, Arbeitsunfähigkeitstage, 12-Monats-Durchschnitt des gewichteten Sozialversicherungsbeitrags, Beitragsart) im Folgejahr der Rehabilitationsmaßnahme berechnet. Dabei wurden für die jeweiligen Zielgrößen prognostisch relevante, zwischen den Gruppen ungleich verteilte Variablen sowie die jeweilige berufliche Ausgangslage in die Modellberechnung aufgenommen. Außerdem erfolgten multivariate Analysen für Subgruppen mit einer unterschiedlichen beruflichen Ausgangslage. Signifikante Unterschiede zwischen den Teilnehmern am Modellprojekt und den Rehabilitanden der Vergleichsgruppe bestanden sowohl bei soziodemografischen Eigenschaften (Alter, Staatsbürgerschaft, Berufsgruppe, Erwerbsstatus und- umfang) als auch bei Merkmalen des Zugangs (Leistung nach Aufforderung durch die Krankenkasse, Leistung aus dem Rentenverfahren) sowie der Durchführung der Rehabilitation (Diagnose, Anzahl weiterer Diagnosen, Art der Durchführung, Art der Leistung). Im Hinblick auf den Gesundheitszustand bei Rehabilitationsende erzielten die Projektteilnehmer nach Einschätzung der Rehabilitationsmediziner bessere Ergebnisse als die Vergleichspersonen. Rehabilitanden der Vergleichsgruppe nahmen häufiger eine Nachsorgeleistung der DRV BW in Anspruch, was anhand der multivariaten Analysen jedoch nicht bestätigt werden konnte. Bei Betrachtung der erwerbsbezogenen Zielgrößen im Zeitraum von zwei und einem Jahr vor Rehabilitation sowie ein Jahr nach Rehabilitation ergab sich folgendes Bild: Projektteilnehmer wiesen zu allen Zeitpunkten ein signifikant höheres Einkommen, mehr Beschäftigungstage, weniger Arbeitslosigkeits- und Arbeitsunfähigkeitstage sowie einen höheren mittleren gewichteten Sozialversicherungsbeitrag auf als Vergleichspersonen. Der Anteil Beschäftigter war im gesamten Beobachtungszeitraum unter den Teilnehmern am Modellprojekt höher als unter den Rehabilitanden der Vergleichsgruppe. Im Zuge der multivariaten Analysen ergaben sich signifikante positive Effekte des Modellprojekts auf das Entgelt, die Beschäftigungstage sowie den gewichteten Sozialversicherungsbeitrag im Folgejahr der Rehabilitation. Diese Effekte bestätigten sich anhand der Subgruppenanalysen. Für Rehabilitanden ohne Einkommen, ohne Beschäftigungstage bzw. ohne Sozialversicherungsbeiträge im Vorjahr der Rehabilitation konnten aufgrund geringer Fallzahlen in diesen Gruppen keine Regressionsmodelle berechnet werden. Der Vergleich des Erwerbsstaus im Folgejahr der Rehabilitation anhand deskriptiver Methoden liefert jedoch Hinweise darauf, dass hier die Projektteilenehmer gegenüber den Vergleichspersonen eine ungünstigere Erwerbsprognose aufwiesen. Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass ein Rehabilitationsbedarf bei den Projektteilnehmern zu einem früheren Zeitpunkt festgestellt wurde, was sowohl den Gesundheitszustand bei Rehabilitationsende als auch die Erwerbsprognose im Folgejahr der Rehabilitation günstig beeinflusste. Das Modellprojekt hat insofern zu einer Sensibilisierung der Hausärzte für einen möglichen Rehabilitationsbedarf beigetragen. Die Einbindung dieser in den Rehabilitationsprozess ist damit von besonderem Interesse für eine frühzeitige Einleitung von Rehabilitationsleistungen sowie für die Sicherung der Ergebnisse und sollte daher weiter vorangetrieben werden.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordErwerbsstatusdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHRehabilitationdc.subject.mesh
MeSHPhysicians, familydc.subject.mesh
TitleIntensivierte Einbindung der Hausärzte in den Rehabilitationsprozess - Effekte auf die Nachsorge und berufliche Teilhabe im Anschluss an die Rehabilitationdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2016-12-09dcterms.dateAccepted
RefereeKrischak, Gertdc.contributor.referee
RefereeMuche, Rainerdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4198dc.identifier.doi
PPN878890025dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4237-0dc.identifier.urn
GNDNachsorgedc.subject.gnd
GNDRehabilitationdc.subject.gnd
GNDHausarztdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionInstitut für Rehabilitationsmedizinische Forschung an der Universität Ulm (IFR Ulm)uulm.affiliationSpecific
InstitutionInstitut für Epidemiologie und Medizinische Biometrieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 14.978uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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