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AuthorSchöpper, Malindc.contributor.author
Date of accession2016-12-19T14:19:47Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-12-19T14:19:47Zdc.date.available
Year of creation2015dc.date.created
Date of first publication2016-12-19dc.date.issued
AbstractMenschen mit Epilepsie haben bezüglich ihrer zahnärztlichen Behandlung besondere Bedürfnisse und sind in vielerlei Hinsicht mit zahnmedizinischen Problemen konfrontiert. Viele Antiepileptika sind mit zahnmedizinisch relevanten Nebenwirkungen verbunden. Darüber hinaus sind einige Besonderheiten in der Pharmakotherapie von Epilepsiepatienten zu beachten. Ziele der Studie waren die Gewinnung neuer Erkenntnisse durch Befragung von Epilepsiepatienten, Zahnärzten und Neurologen sowie schlussendlich die Verbesserung der Beratung und Behandlung von Patienten mit Epilepsie bezüglich zahnärztlicher Eingriffe. Es handelte sich um eine explorative Studie mit Befragung von 71 Epilepsiepatienten, 33 Zahnärzten und 24 Neurologen aus dem Großraum Ulm im Zeitraum von Dezember 2013 bis Mai 2014. Die befragten Epilepsiepatienten gehen trotz möglicher krankheitsbezogener Ängste im Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung nicht seltener zum Zahnarzt. Ein epileptischer Anfall in der Zahnarztpraxis ist keine Seltenheit und kann zu Verletzungen des Patienten, aber auch des zahnärztlichen Personals führen. Das Wissen vieler der befragten Zahnärzte ist in Bezug auf den Umgang mit einem epileptischen Anfall und die Behandlung eines Status epilepticus zum Teil unvollständig. Darüber hinaus kennen viele der befragten Zahnärzte keine prokonvulsiven Eigenschaften bestimmter Antibiotika bzw. Analgetika sowie keine medikamentösen Wechselwirkungen mit Antikonvulsiva. Von den befragten Zahnärzten beobachtet gut ein Drittel Veränderungen mit Destruktionen von Zähnen oder Zahnhalteapparat; Antiepileptika der neuen Generationen scheinen mit weniger zahnmedizinisch relevanten Nebenwirkungen verbunden zu sein. Mehr als zwei Drittel der befragten Zahnärzte und 92% der befragten Neurologen würden Blutungszeit verlängernde Antiepileptika, wie Valproinsäure, bei einem oralchirurgischen Eingriff nicht absetzen. Eine schmerzfreie Behandlung ist bei Epilepsiepatienten von besonderer Wichtigkeit. Das Risiko, durch ein Lokalanästhetikum einen epileptischen Anfall zu generieren, wird sowohl von den befragten Zahnärzten als auch in der Literatur als eher gering angesehen, solange eine versehentliche intravasale Injektion sowie eine Überdosierung des Lokalanästhetikums vermieden wird. Articain (Adrenalinzusatz von maximal 1:200 000) und Mepivacain werden gemeinhin empfohlen. In Einzelfällen kann eine Behandlung in Sedierung oder Narkose notwendig werden. Dies sollte individuell für den einzelnen Patienten, je nach der Art und Dauer des Eingriffs, in Rücksprache mit dem behandelnden Neurologen entschieden werden. Eine Überweisung an einen Oralchirurgen oder eine stationäre Aufnahme in einer spezialisierten Einrichtung kann in Einzelfällen notwendig werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Mehrheit der befragten Epilepsiepatienten mit ihrer zahnmedizinischen Versorgung zufrieden ist. Eine Erweiterung des Wissens der befragten Zahnärzte ist in Bezug auf den Umgang mit einem epileptischen Anfall sowie einige Besonderheiten in der Pharmakotherapie anzustreben. Eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und Neurologen ist von besonderer Wichtigkeit für die zahnärztliche Behandlung von Patienten mit Epilepsie.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHEpilepsydc.subject.mesh
MeSHDentistsdc.subject.mesh
MeSHNeurologistsdc.subject.mesh
MeSHDental caredc.subject.mesh
MeSHEpileptic seizuresdc.subject.mesh
TitleWie werden Epilepsiepatienten bei zahnmedizinischen Eingriffen beraten und behandelt? Eine Fragebogenstudie mit Befragung von Neurologen, Zahnärzten und Epilepsiepatientendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2016-11-17dcterms.dateAccepted
RefereeLudolph, Albert C.dc.contributor.referee
RefereeAntoniadis, Gregordc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4170dc.identifier.doi
PPN1655164635dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4209-7dc.identifier.urn
GNDEpilepsiedc.subject.gnd
GNDZahnarztdc.subject.gnd
GNDNeurologedc.subject.gnd
GNDZahnärztliche Behandlungdc.subject.gnd
GNDBeratungdc.subject.gnd
GNDEpileptischer Anfalldc.subject.gnd
GNDGesundheitsberatungdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Neurologieuulm.affiliationSpecific
InstitutionBezirkskrankenhaus Günzburguulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 14.932uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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