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AuthorSnellgrove, Brendan Jacobdc.contributor.author
Date of accession2016-11-14T11:20:06Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-11-14T11:20:06Zdc.date.available
Year of creation2015dc.date.created
Date of first publication2016-11-14dc.date.issued
AbstractPregabalin ist ein neueres Antiepileptikum, das für die Behandlung neuropathischer Schmerzen, der generalisierten Angststörung sowie als Zusatztherapie bei partiellen epileptischen Anfällen zugelassen ist. Seit 2009 verdichten sich die Hinweise auf ein Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin, wobei ein Zusammenhang mit dem Missbrauch und der Abhängigkeit von anderen psychotropen Substanzen zu bestehen scheint. Bislang sind systematische Untersuchungen zu diesem Problem sehr spärlich. Ziel der Studie war es, die Rolle des Pregabalin-Gebrauchs unter Konsumenten illegaler Drogen zu untersuchen, Prädiktoren für den Gebrauch von Pregabalin zu identifizieren und die Häufigkeit eines durch Pregabalin verursachten Abhängigkeitssyndroms in der Stichprobe zu ermitteln. Desweiteren sollte eine mögliche psychotrope und entzugslindernde Wirkung charakterisiert werden. Dazu wurde eine prospektive Querschnittsstudie an der Inanspruchnahmeklientel einer niederschwelligen Drogenentzugsstation für illegale Drogen durchgeführt. 253 Patienten wurden mittels eines speziell entwickelten Fragebogens zu ihrem Gebrauch von Pregabalin und anderen Drogen sowie epidemiologischen Merkmalen befragt. Patienten, bei denen der Verdacht auf ein Abhängigkeitssyndrom bestand, wurden zudem gebeten, die Fragen der Sektion E des Strukturierten Klinischen Interviews für DSM-IV (SKID-I) zu beantworten. Zur Objektivierung der Angaben wurden die bei Aufnahme routinemäßig abgegebenen Urinproben laborchemisch auf Pregabalin untersucht. Um die psychotropen und entzugslindernden Eigenschaften des Pregabalins zu erfassen, wurden visuelle Analogskalen entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, dass Pregabalin in Baden-Württemberg und Teilen Bayerns häufig von Drogenkonsumenten missbraucht wird. 56% der Studienteilnehmer gaben an, Pregabalin mindestens einmalig eingenommen zu haben. Es wird in der Drogenszene in erheblichem Ausmaß auf dem Schwarzmarkt gehandelt und nur selten im Rahmen einer ärztlichen Behandlung eingenommen. Eine medizinische Indikation war in den meisten Fällen nicht erkennbar. Hauptsächlich wird es nach Angaben der Konsumenten zur Linderung von Opioid-Entzugssymptomen, zur Wirkungsverstärkung anderer Drogen und wegen der psychotropen Wirkung eingenommen. In 14% der Urinproben wurde Pregabalin festgestellt. Die psychotrope Wirkung wurde als euphorisierend, entspannend und sedierend beschrieben, die Linderung von Opioid-Entzugssymptomen als sehr ausgeprägt angegeben. Mit Hilfe eines multivariaten logistischen Regressionsmodells konnten der regelmäßige Konsum von Opioiden und Sedativa sowie ein jüngeres Alter als Prädiktoren für den Gebrauch von Pregabalin in der untersuchten Stichprobe ermittelt werden. Zum Zeitpunkt der Befragung erfüllten 6% der Teilnehmer mit Pregabalin-Gebrauch die Abhängigkeitskriterien nach DSM-IV. In der Zusammenschau bestätigt diese prospektive Studie die sich verdichtenden Hinweise auf ein Missbrauchs- und Abhängigkeitspotential von Pregabalin unter Konsumenten illegaler Drogen. Erschreckend ist das Ausmaß dieses Missbrauchs in großen Teilen Süddeutschlands. Diese Erkenntnis sollte Anlass geben, bei der Verschreibung von Pregabalin und in der suchtmedizinischen Behandlung verstärkt auf dieses Problem zu achten.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordLyricadc.subject
KeywordDrogedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHPregabalindc.subject.mesh
MeSHSubstance-related disordersdc.subject.mesh
TitleMissbrauch und Abhängigkeit von Pregabalin (LYRICA®) unter Konsumenten illegaler Drogendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2016-10-20dcterms.dateAccepted
RefereeSteinert, Tilmandc.contributor.referee
RefereeGahr, Maximiliandc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4126dc.identifier.doi
PPN872810100dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4165-0dc.identifier.urn
GNDRauschgiftdc.subject.gnd
GNDDrogenmissbrauchdc.subject.gnd
GNDDrogenabhängigkeitdc.subject.gnd
GNDSuchtmedizindc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Iuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie IIIuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 14.886uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category


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