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AuthorRauneker, Thaddäus Pauldc.contributor.author
Date of accession2016-06-24T08:16:51Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-06-24T08:16:51Zdc.date.available
Year of creation2015dc.date.created
Date of first publication2016-06-24dc.date.issued
AbstractDie digitale Volumentomographie (DVT) findet aufgrund des diagnostischen Potentials sowie der immer weiteren Verbreitung dieses 3D-Verfahrens zunehmend Verwendung. Längst ist die Technik nicht nur auf zahnmedizinische Indikationen beschränkt, sondern hält auch in anderen medizinischen Bereichen Einzug. Dabei bedeutet die Erweiterung von klassischen 2D-Verfahren in die dritte Dimension eine damit verbundene Zunahme von erwarteten wie unerwarteten Befunden. Der Einfluss dieses Zugewinns an Informationen für Patienten und Behandler ist aufgrund der unzureichenden Datenlage bislang allerdings noch unsicher bewertbar. In der vorliegenden Studie wurde ein klinisch unselektioniertes Patientenkollektiv (374 fortlaufende Patienten) des Alb-Fils-Klinikums in Göppingen, welches als regionales DVT-Zentrum über den Volumentomographen 3D Accuitomo 170 verfügt, über einen Zeitraum von 33 Monaten retrospektiv analysiert. Bestandteil der Studie waren neben patientenbezogenen Daten und den verwendeten technischen Parametern der DVT die Indikationsstellung zur Aufnahme sowie die Prävalenz und therapeutische Relevanz pathologischer Befunde. Dabei wurden fünf Diagnosegruppen gebildet. Anhand eines Subkollektivs (54 Patienten) wurde im Anschluss die klinische Wertigkeit der digitalen Volumentomographie überprüft. Die Auswertung der technischen Einstellungsparameter ergab, dass vorwiegend DVT-Aufnahmen mit kleinem Field of View für dentale Fragestellungen angefertigt wurden (≤ 100mm). In über 80% der Fälle wurde eine Voxelkantenlänge von 250µm gewählt, die durchschnittliche Stromstärke betrug 6,5mA. Das Dosislängenprodukt betrug im Durchschnitt 116,4mGy x cm (maximal 246mGy x cm, minimal 52mGy x cm). Hauptzuweiser zur DVT-Untersuchung waren Zahnärzte in der Niederlassung, die zwei Drittel (67,4%) aller eingeschlossenen Patienten überwiesen. Weitere Zuweiser waren Kieferorthopäden (13,4%), Hals-, Nasen-, Ohrenärzte (7,8%) und andere Fachbereiche (11,5%). Bei etwas mehr als der Hälfte (51,1%) aller eingeschlossenen Patienten wurde aufgrund implantologischer Fragstellungen ein DVT angefertigt. Zweithäufigster Indikationsbereich war die Kieferorthopädie (15%). Darauf folgten HNO-Fragstellungen (9,6%), andere Fragestellungen (7,2%), Endodontie (5,6%), die Planung einer operativen Entfernung von Zähnen (4,8%) und weitere Indikationen (6,7%). Im Kollektiv wurde eine Gesamtheit von 1.601 pathologischen Befunden registriert, somit durchschnittlich 4,3 Befunde pro Patient. Therapeutisch relevante Befunde zeigten sich dabei vor allem in der Diagnosegruppe dentaler Pathologien (einer von zwei Patienten) sowie bei Erkrankungen der Nasennebenhöhlen und des Luftwegs (einer von drei Patienten). In den Diagnosegruppen Weichgewebe und Kiefergelenk lagen nur wenige pathologische Befunde vor (insgesamt neun pathologische Befunde). Mehr als 60% der Patienten wiesen in der Diagnosegruppe Knöchern/Ossär mindestens eine Pathologie auf, die jedoch als therapeutisch nicht relevant eingestuft wurde. In der untersuchten Subgruppe wurden bei 29 Patienten neue Befunde festgestellt, die vor der DVT-Untersuchung nicht bekannt waren. Bei 19 dieser Patienten führte die Neudiagnose zu einer Änderung des Therapiemanagements. Die vorliegende Studie zeigt, dass die Planung dentaler Implantate eine der Hauptindikationen der DVT ist. Über die zielgebende Diagnostik hinaus wurde unabhängig von der primären Indikation im erfassten Untersuchungsbereich eine hohe Prävalenz weiterer pathologischer Befunde festgestellt. Hierbei handelte es sich überwiegend um dentale Erkrankungen in anderen als den indikationsgebenden Zahnregionen. In einem implantologischen Subkollektiv führten die Neudiagnosen bei zwei Drittel der Patienten zu einer Änderung des Therapiemanagements. Dies bestätigt zum einen die leitliniengemäße Empfehlung, bei der Befundung einer DVT-Untersuchung das gesamte abgebildete Volumen miteinzubeziehen. Zum anderen gibt dieses Resultat allerdings Anlass, die bisherige Leitlinien-Empfehlung, nach der eine DVT-Untersuchung mit dem kleinstmöglichen FOV (Field of View, eingestelltes Untersuchungssichtfeld) auf die Indikationsregion beschränkt sein sollte, in Frage zu stellen.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordDVTdc.subject
KeywordCBCTdc.subject
KeywordField of Viewdc.subject
KeywordIncidental findingsdc.subject
KeywordPathologische Befundedc.subject
KeywordHals-Nasen-Ohren-Heilkundedc.subject
KeywordKlinische Wertigkeitdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHImaging, three-dimensionaldc.subject.mesh
MeSHCone-beam computed tomographydc.subject.mesh
MeSHRadiography, dentaldc.subject.mesh
TitleKlinischer Stellenwert der digitalen Volumentomographie: Indikationsstellung, Einstellungsparameter sowie Prävalenz von pathologischen Befunden in einem klinischen Normkollektivdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2016-04-28dcterms.dateAccepted
RefereeBeer, Meinraddc.contributor.referee
RefereeLuthardt, Ralph G.dc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-4007dc.identifier.doi
PPN1657261107dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4046-9dc.identifier.urn
GNDVolumentomografiedc.subject.gnd
GNDImplantologiedc.subject.gnd
GNDKieferorthopädiedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Zahnärztliche Prothetikuulm.affiliationSpecific
InstitutionKlinik am Eichert Göppingenuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 14.732uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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