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AuthorKracht, Michaeldc.contributor.author
Date of accession2016-06-20T10:20:59Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-06-20T10:20:59Zdc.date.available
Year of creation2014dc.date.created
Date of first publication2016-06-20dc.date.issued
AbstractDie vorliegende Arbeit behandelt die Frage, was Patienten im Primärversorgungssektor als normales Stuhlgangsverhalten ansehen. Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten behandeln das Thema Stuhlgang. Hierbei steht jedoch zumeist nicht das allgemeine bzw. normal empfundene Stuhlverhalten im Vordergrund, sondern spezifische Symptome, wie Obstipation und/ oder Diarrhoe. Hierbei erfolgte die Datenerhebung meist in einem bestimmten Setting, z. B. einem Krankenhaus oder es wurden gezielt Personen mit einem spezifischen Beschwerden befragt. Eine Vielzahl von Studien stammen zudem aus dem Ausland und somit müssen die Ergebnisse, bezogen auf die deutsche Bevölkerung, kritisch hinter-fragt werden. Aktuelle Basisdaten zu normal empfundenem Stuhlgang aus Deutschland sind nur bedingt vorhanden. Um der genannten Fragestellung nachzugehen, wurde zwischen dem 07.03.2006 und 12.06.2007 eine multizentrische, retro- und prospektive Erhebung mittels eines standardisierten Fragebogens in fünf allgemeinmedizinischen Praxen durchgeführt. In die Studie wurden durch eine zufällige Auswahl volljährige Probanden aufgenommen, welche sich zur gegebenen Zeit in den beteiligten hausärztlichen Praxen befanden und einer Teilnahme an der Studie zustimmten. Die durchschnittliche Stuhlgangsfrequenz des Gesamtkollektives betrug 1,39x pro Tag und die der Subgruppe 1,51x pro Tag. Bei geschlechtsspezifischer Betrachtung der Subgruppe ergab sich eine durchschnittliche Frequenz bei den Männern von 1,62x und bei den Frauen 1,45x pro Tag. Ins-gesamt lässt sich sagen, dass eine Stuhlgangsfrequenz von 1x pro Tag bei beiden Gruppen als normal angesehen wurde. Die Mehrzahl der 121 Teilnehmer empfand die Stuhlgangsform „geformt“ als normal. Dies lässt sich mit Ergebnissen aus der Subgruppe untermauern. Geschlechterspezifisch wird in der Subgruppe jedoch ersichtlich, dass Männer häufiger „geformt“ als normal angaben als Frauen. Ähnlich verhielt es sich mit Formen wie „wie Brei“ oder „teils fest/teils weich“. Beimengungen bzw. Begleiterscheinungen wurden nur in Form von „Nahrungsreste“ und „Blähungen/Winde“ angegeben. Die Subgruppe zeigte ähnliche Ergebnisse. Aussagen in Bezug auf die Stuhlgangsfrequenz, die Stuhl-form sowie auf Beimengungen und Begleiterscheinungen variierten zwischen den retro- und prospektiven Erhebungstagen. Die Ergebnisse der Studie bezogen auf die Stuhlgangsfrequenz, Stuhlgangsform bzw. Konsistenz sowie auf Begleiterscheinungen und/oder Beimengungen lassen sich annähernd mit den Daten der bereits bestehenden Literatur vereinbaren. Bei der vergleichenden Betrachtung des Gesamtkollektives und der Subgruppe werden, neben geschlechts- und altersspezifischen Unterschieden, Differenzen zwischen den retro- und prospektiven Angaben der Studienteilenehmer deutlich. Die Ergebnisse lassen die Vermutung zu, dass die Studienteilnehmer aufgrund des sensiblen Themas bei der prospektiven Befragung normentsprechend antworteten. Um diese Hypothese verifizieren zu können, wären gesonderte Untersuchungen notwendig. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit stellen insgesamt eine Ergänzung zu anderen themenspezifischen Studien dar. Die unterschiedlichen Ergebnisse der retro- und prospektiven Befragungen unterstreichen, dass das Thema Stuhlgang ein Tabuthema zu sein scheint. Perspektivisch sollte beim Hausarzt sowie in der Literatur vermehrt auf dieses wichtige Thema eingegangen werden.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordStuhlgangdc.subject
KeywordStuhlverhaltendc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHFecesdc.subject.mesh
MeSHDefecationdc.subject.mesh
TitleNormaler Stuhlgang - Untersuchung an einer bevölkerungsnahen Stichprobe im Primärversorgungssektordc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2016-05-12dcterms.dateAccepted
RefereeZeitler, Hans-Peterdc.contributor.referee
RefereePorzsolt, Franzdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-3997dc.identifier.doi
PPN1657493121dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4036-3dc.identifier.urn
GNDStuhlentleerungdc.subject.gnd
GNDKotdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionInstitut für Allgemeinmedizinuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 14.727uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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