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AuthorMeiborg, Reginadc.contributor.author
Date of accession2016-06-10T08:37:42Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-06-10T08:37:42Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2016-06-10dc.date.issued
AbstractEINLEITUNG: Die Infektion mit dem Hepatitis C-Virus ist eine der wichtigsten Ursachen chronischer Lebererkrankungen und mit enormen Kosten für das Gesundheitssystem verbunden. Die Möglichkeiten insbesondere bezüglich der Therapie der chronischen Hepatitis C haben sich in den letzten Jahren dramatisch verbessert, das Management der Erkrankung ist jedoch zunehmend komplexer geworden. Ziel der vorliegenden Arbeit war, die generellen Kenntnisse niedergelassener Ärzte über Hepatitis C, die Faktoren, die den Umgang mit den entsprechenden Patienten beeinflussen und den Effekt der 2004 publizierten deutschen Leitlinie zur Hepatitis C zu bewerten, um die Behandlung von Patienten mit Hepatitis C im Behandlungsnetzwerk zwischen Spezialisten und Generalisten durch geeignete Informations- und Koordinationsstrategien weiter zu verbessern. MATERIAL UND METHODEN: Im März 2005 wurde ein sechsseitiger Fragebogen an alle 8.515 in Baden-Württemberg mit Kassenzulassung niedergelassenen Hausärzte, Internisten und Gastroenterologen verschickt. Neben demografischen Daten und Fragen zur Erfahrung in der Behandlung der Hepatitis C wurde sowohl grundlegendes Wissen als auch die praktische Umsetzung anhand von zwei Kasuistiken abgefragt. Die zurückgelaufenen Fragebögen wurden durch einen externen Dienstleister maschinell ausgelesen. ERGEBNISSE: Beantwortet wurden 1.991 Fragebögen, entsprechend einer Rücklaufquote von 23,4 %. Bei den in die Auswertung eingehenden Befragten fand sich folgende Verteilung auf die vorab definierten Subgruppen (an 100 % fehlende waren ohne Angabe): 1.466 (73,6 %) männlich, 516 (25,9 %) weiblich; 1.374 (69,0 %) Allgemeinmediziner, 504 (25,3 %) Internisten, 29 (1,5 %) Gastroenterologen; 760 (35,5 %) mit Praxis in städtischer, 1.212 (60,9 %) in ländlicher Gegend; 1.523 (76,5 %) mit Behandlung von maximal 5 Patienten, 459 (23,1 %) mit Behandlung von mehr als 5 Patienten mit Hepatitis C im vergangenen Jahr; 1.403 (70,5 %) mit einem Alter über 45 Jahre, 581 (29,2 %) mit einem Alter bis 45 Jahre zum Zeitpunkt der Befragung. In der kumulierten Auswertung über alle Wissensfragen wurden 65,5 % der Aussagen korrekt beantwortet. Signifikante Unterschiede bestanden zwischen den Subgruppen Allgemeinmedizin (63,9 %), Innere Medizin (69,7 %) und Gastroenterologie (67,1 %), den Subgruppen maximal 5 (63,6 %) und mehr als 5 (66,0 %) pro Jahr behandelten Patienten und den Subgruppen Geburtsjahr bis 1959 (62,9 %) und Geburtsjahr ab 1960 (67,4 %). Kein signifikanter Unterschied bestand zwischen den Subgruppen Stadt (66,5 %) und Land (65,5 %). DISKUSSION: In ähnlichen Arbeiten, im Wesentlichen aus dem US-amerikanischen Raum, zeigte sich ein uneinheitliches Bild bezüglich der Kenntnisse Niedergelassener bezüglich Hepatitis C. In der vorliegenden Arbeit konnte für Baden-Württemberg gezeigt werden, dass nur wenige Niedergelassene die Therapie von Patienten mit Hepatitis C eigenständig durchführen, die Auswahl kooperierender Zentren erfolgt zum überwiegenden Teil nach räumlicher Nähe. Gutes Wissen ist generell bei primärärztlich relevanten Fragestellungen wie Risikofaktoren, Übertragungswegen und Ansteckungsrisiko, sowie bei der primärärztlichen Einschätzung und Weichenstellung von Patienten in Standardsituationen wie Leberwerterhöhung und Nachweis von Anti-HCV vorhanden. Auch grundlegende Kenntnisse zur Therapie sind vorhanden. Deutlich weniger Wissen ist bei spezielleren Fragestellungen wie konkretem Management der Therapie und Umgang mit Sonderfällen wie Therapieindikation bei Vorerkrankungen zu verzeichnen. Die Auswertung nach Subgruppen zeigt über alle Fragen gemittelt ein recht homogenes Bild der Ärzteschaft mit nur geringen Unterschieden zwischen den einzelnen Kollektiven. An einzelnen Punkten wie Nebenwirkungsmanagement und gezielter Diagnostik besteht jedoch Schulungsbedarf.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordHepatitis Cdc.subject
KeywordHausarztdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHHepatitis Cdc.subject.mesh
MeSHEvidence-based medicine; Methodsdc.subject.mesh
MeSHMass screeningdc.subject.mesh
TitleKenntnisse über Hepatitis C bei niedergelassenen Ärzten in Baden-Württembergdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2016-05-13dcterms.dateAccepted
RefereeSeufferlein, Thomasdc.contributor.referee
RefereeMertens, Thomasdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-3986dc.identifier.doi
PPN86152943Xdc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4025-2dc.identifier.urn
GNDHepatitis-C-Virusdc.subject.gnd
GNDLeberkrankheitdc.subject.gnd
GNDNiedergelassener Arztdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Innere Medizin Iuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Institut für Virologieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 14.718uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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