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AuthorStrombeck, Anna vondc.contributor.author
Date of accession2016-06-01T15:41:13Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-06-01T15:41:13Zdc.date.available
Year of creation2015dc.date.created
Date of first publication2016-06-01dc.date.issued
AbstractIm Rahmen dieser Arbeit wurde mittels „Continuous Arterial Spin Labeling“ (CASL) der cerebrale Ruheblutfluss bei Patienten mit einer nach ICD-10 diagnostizierten depressiven Störung gemessen und mit dem gesunder Kontrollprobanden verglichen. Das Ziel war es, Auffälligkeiten in der Perfusion zu detektieren, die als charakteristisch für die depressive Störung angesehen werden können und somit Rückschlüsse auf die Pathophysiologie der Depression zulassen. Die Gruppe der Patienten bestand aus akut depressiven, remittierten, unmedizierten und medizierten Patienten. In der Absicht genauere Informationen über den Einfluss von Medikamenten oder Krankheitsphasen zu erlangen, führten wir Subgruppenanalysen durch. Um den Blutfluss zu messen entschieden wir uns die Technik des CASL zu nutzen, da dies zwar eine relativ neue, aber nicht-invasive, nicht-strahlenbelastende Methode zur direkten Perfusionsmessung darstellt. Die Messungen fanden im sogenannten „Resting-State“ statt, also ohne die Ausführung einer spezifischen Aufgabe. Es zeigte sich, dass die Perfusionsunterschiede weitestgehend in Strukturen des fronto-limbischen-cingulären-striatalen-cerebellaren Systems aufzufinden sind, was sich Ergebnissen anderer Studien anschließt. Zu den Hauptbefunden zählen ein erhöhter Blutfluss im Gyrus frontalis medialis rechts und ein verminderter Blutfluss im linken anterioren cingulären Cortex (ACC) bei den depressiven Patienten im Vergleich zu den gesunden Kontrollprobanden. Des Weiteren bestand eine Hyperperfusion des Nucleus caudatus bei Patienten, die keine antidepressiven Medikamente einnahmen, im Vergleich zu denen, die medikamentös behandelt waren. Die auffälligen Strukturen dieser Untersuchung befinden sich alle innerhalb neuronaler Netzwerke, die für kognitive, emotionale und motivationale Abläufe verantwortlich sind. Somit unterstützt die vorliegende Studie die These, dass die depressive Störung neurobiologisch durch eine Dysfunktion bestimmter Regelkreise im Gehirn gekennzeichnet ist. Der veränderte Blutfluss im ACC unterstreicht seine häufig postulierte zentrale Rolle hinsichtlich der Pathophysiologie der Depression. Zu betonen bleibt die aufgefallene Hyperperfusion im Nucleus caudatus bei unmedizierten Patienten. Wir folgerten daraus, dass sich antidepressive Medikamente auf den Blutfluss dieser Region und vermutlich auch auf die damit verbundenen Symptome auswirken. In Anbetracht dieser Tatsache stellt der Nucleus caudatus eine potentiell interessante und weiter zu erforschende Struktur in Hinblick auf das Therapiemonitoring dar. Die Widersprüchlichkeit zu einigen Befunden in der Literatur kann zum Teil sicherlich auf die zahlreichen Faktoren, die die cerebrale Perfusion bei Depressiven beeinflussen, zurückgeführt werden. Deshalb gilt es in absehbarer Zeit, Studien durchzuführen, die diese Zusammenhänge präziser erkunden, sodass anschließend das Auswählen einer gezielten antidepressiven Behandlung ermöglicht bzw. erleichtert wird.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordCerebrale Perfusiondc.subject
KeywordContinuous Arterial Spin Labeling (CASL)dc.subject
KeywordResting Statedc.subject
KeywordAnteriorer Cingulärer Cortex (ACC)dc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHDepressive disorder; Physiopathologydc.subject.mesh
MeSHCerebrovascular circulationdc.subject.mesh
MeSHCaudate nucleusdc.subject.mesh
MeSHGyrus cingulidc.subject.mesh
MeSHMagnetic resonance imagingdc.subject.mesh
TitleCerebrale Perfusion bei Patienten mit einer depressiven Störung: eine "Continuous Arterial Spin Labeling" Studiedc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2016-04-29dcterms.dateAccepted
RefereeVasic, Nenaddc.contributor.referee
RefereePlener, Pauldc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-3979dc.identifier.doi
PPN86153008Xdc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4018-3dc.identifier.urn
GNDDepressiondc.subject.gnd
GNDPräfrontaler Cortexdc.subject.gnd
GNDFunktionelle Kernspintomografiedc.subject.gnd
GNDNucleus caudatusdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie IIIuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 14.699uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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