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AuthorLehrl, Katharina Susannedc.contributor.author
Date of accession2016-05-13T07:43:44Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-05-13T07:43:44Zdc.date.available
Year of creation2016dc.date.created
Date of first publication2016-05-13dc.date.issued
AbstractDiese Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Misshandlung in der Kindheit und Jugend, subjektivem Stresserleben nach der Geburt und beim Übergang in die Elternschaft und der Rolle der Bindung im Erwachsenenalter. Dies wurde an einer Stichprobe von 140 Müttern ein bis drei Tage nach der Geburt und 61 Frauen drei Monate nach der Geburt ihres Kindes erhoben. Misshandlung in der Kindheit wurde einige Tage nach der Geburt retrospektiv mittels des Childhood Trauma Questionnaire und einem Teil des Childhood Experience of Care and Abuse Questionnaire’s ermittelt. Letzteres erhob in unserer Studie die Subskalen „Vernachlässigung“ und „Antipathie“. Subjektives Stresserleben wurde mit der Perceived Stress Scale 4 sowohl einige Tage nach der Geburt, als auch drei Monate danach erhoben. Bindung im Erwachsenenalter wurde drei Monate nach der Geburt mittels des Adult Attachment Projective Picture System ermittelt. Es konnte gezeigt werden, dass verschiedene Missbrauchsformen interkorrelieren. Die verschiedenen Missbrauchsformen gehen also Hand in Hand und treten selten einzeln auf. Es konnte ein signifikanter Unterschied beim Bericht von Missbrauch in der Kindheit zwischen unsicher und sicher gebundenen Müttern aufgezeigt werden, jedoch kein Unterschied zwischen sicher gebundenen Müttern und Müttern mit unverarbeitetem Bindungsstatus. Möglicherweise könnte der Zusammenhang mit einer größeren Stichprobe signifikant werden. Es könnte jedoch auch daran liegen, dass in der Studie „Meine Kindheit – Deine Kindheit“ viele Jahre zwischen Missbrauch und Erhebung des Bindungstyps lagen und die multifaktorielle Entstehung desorganisierter Bindung die Ergebnisse beeinträchtigt. Auch könnten methodische Schwierigkeiten der Erhebung von Bindung im Erwachsenenalter für dieses Ergebnis verantwortlich sein. Des Weiteren gab es einen positiven Zusammenhang zwischen Missbrauchserfahrungen in der Kindheit und Stresserleben vor allem nach der Geburt, aber auch beim Übergang in die Elternschaft. Dieser Zusammenhang wurde in einer Regression für emotionalen Missbrauch signifikant. Dass sich die Ergebnisse beim Messzeitpunkt nach drei Monaten nur für wenige Missbrauchsformen auf einem geringeren Signifikanzlevel zeigten, könnte an einer Veränderung des Stressors liegen oder an einer Verfälschung der Angaben der Mütter durch soziale Erwünschtheit. Ein Unterschied zwischen subjektivem Stresserleben nach der Geburt und drei Monate später zwischen sicher und unsicher gebundenen Müttern konnte nicht gezeigt werden. Es wurden jedoch keine Kovariaten, wie beispielsweise der vermehrte Einsatz von Copingstrategien, erhoben. Somit konnte nicht geklärt werden, ob es tatsächlich keine Unterschiede gibt oder ob gewisse Stressoren möglicherweise trotzdem vermehrten Einfluss auf unsicher oder sicher gebundene Mütter hatten, welcher jedoch noch kompensiert wurde. Es konnte nicht gezeigt werden, dass Bindung im Erwachsenenalter den Zusammenhang von Misshandlung in der Kindheit und Stresserleben nach der Geburt mediiert. Für weitere Studien auf diesem Feld wäre es sinnvoll, eine größere und repräsentativere Stichprobe zu analysieren. Des Weiteren wäre eine differenzierte Erfassung von Stress und Copingstrategien wünschenswert. Falls möglich, könnte eine prospektive Erfassung von Missbrauch neue Erkenntnisse bringen. Auch die Stabilität desorganisierter Bindung beziehungsweise der Übergang in den unverarbeiteten Bindungsstatus könnte noch weiter untersucht werden. Hinsichtlich der Erhebung von Bindung könnte die Erhebung nach Bartholomew (1991) in Betracht gezogen werden und es sollte die noch relativ junge Methode der Bindungsanalyse durch Gesprächsbeobachtung im Hinterkopf behalten werden. In Deutschland muss vermehrte Aufklärung über Misshandlung von Kindern mit allen Facetten und Folgen stattfinden. Im klinischen Alltag könnte über gezielte Hilfe für misshandelte Mütter zur Reduktion des Stresserlebens, zum Beispiel durch Copingstrategien, nachgedacht werden. Auch psychologische Interventionen auf der Ebene der Bindung haben sich in der Vergangenheit als sinnvoll erwiesen, nicht zuletzt zur Durchbrechung eines transgenerationalen „Cycle of Maltreatment“.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordMisshandlungdc.subject
KeywordKinddc.subject
KeywordBindungdc.subject
KeywordErwachsenenalterdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHChild abusedc.subject.mesh
MeSHChild abuse, sexualdc.subject.mesh
MeSHAdult survivors of child abusedc.subject.mesh
MeSHAdult survivors of child averse eventsdc.subject.mesh
MeSHParent-child relationsdc.subject.mesh
MeSHObject attachmentdc.subject.mesh
TitleMisshandlung in der Kindheit: Auswirkung bei Müttern auf postpartales Stresserleben und Bindungsrepräsentation im Erwachsenenalterdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2016-01-15dcterms.dateAccepted
RefereeWaller, Christianedc.contributor.referee
RefereeBuchheim, Annadc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-3961dc.identifier.doi
PPN859669513dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-4000-2dc.identifier.urn
GNDKindesmisshandlungdc.subject.gnd
GNDPosttraumatisches Stresssyndromdc.subject.gnd
GNDGeburtdc.subject.gnd
GNDErwachsenerdc.subject.gnd
GNDAffektive Bindungdc.subject.gnd
GNDBindungsfähigkeitdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
Shelfmark print versionW: W-H 14.686uulm.shelfmark
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
TypeErstveröffentlichunguulm.veroeffentlichung
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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