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AuthorGumbert, Tabeadc.contributor.author
Date of accession2021-07-22T14:49:37Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2021-07-22T14:49:37Zdc.date.available
Year of creation2019dc.date.created
Date of first publication2021-07-22dc.date.issued
AbstractSuizidalität ist eines der wichtigsten Themen im Alltag jugendpsychiatrischer Kliniken. Ein weiteres wichtiges Thema ist das nichtsuizidale selbstverletzende Verhalten (NSSV), das alleine oder mit Suizidalität zusammen auftreten kann. Einen hohen Stellenwert als Komorbidität hat in diesem Zusammenhang die Depressivität. Um implizite Assoziationen von jugendlichen psychiatrischen Patienten gegenüber suizidalen und nichtsuizidalen selbstverletzenden Verhaltensweisen zu untersuchen, wurden diese mit zwei Impliziten Assoziationstests (IAT) gemessen, einem Suizidalitäts-IAT und einem NSSV-IAT. Der IAT ist ein computergestütztes Diagnostikinstrument, das unter anderem die Reaktionszeit bei verschiedenen Aufgaben misst und diese vergleicht. Die ermittelten Ergebnisse des IATs, die D-Scores, wurden zusammen mit Aussagen der Probanden in Fragebögen und einem Interview zu demographischen Daten, Depressivität und Suizidalität und NSSV betrachtet. An der Studie nahmen 37 Jugendliche teil, die sich zum Teilnahmezeitpunkt in Behandlung in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie der Universitätsklinik Ulm befanden. Die Probanden waren zwischen 12 und 18 Jahren alt, 24 weiblich und 13 männlich. Untersucht wurden die Fragestellungen, ob und inwieweit es zwischen Probanden mit und ohne entsprechende pathologische Verhaltensweisen Unterschiede in den D-Scores der beiden IATs gibt, ob sich damit aktuelle, vergangene und zukünftige Verhaltensweisen zeigen bzw. vorhersagen lassen können, inwieweit Depressivität eine Bedeutung im Experiment hat und ob Rückschlüsse von NSSV-Patienten mit den D-Scores des Suizidalitäts-IAT gezogen werden können und umgekehrt. Übergeordnetes Ziel dieser Dissertation war es zu zeigen, ob und inwieweit man den IAT im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie als Diagnostikinstrument und zur Vorhersage von suizidalen Handlungen und nichtsuizidalem selbstverletzenden Verhalten zukünftig einsetzen kann. Insgesamt zeigen die Ergebnisse dieser Dissertation, dass die Werte des Suizidalitäts-IAT signifikant positiv mit aktuellen Suizidgedanken und Suizidplänen assoziiert waren und die D-Scores signifikant mit den Aussagen zum selbst eingeschätzten Auftreten von Suizidalität in Zukunft einhergehen. Außerdem zeigte sich eine signifikant positive Korrelation der Angaben zur Intensität von Suizidgedanken und Suizidplänen mit den D-Scores, und den Angaben zur Depressivität mit den D-Scores des Suizidalitäts-IAT. Mit dem NSSV-IAT konnten in dieser Studie keine signifikanten Korrelationen beschrieben werden. Im Literaturvergleich wurde deutlich, dass bei größeren Stichproben und gegebenenfalls Follow-up-Untersuchungen sowohl bei Suizidalitäts-IATs als auch NSSV-IATs signifikante Zusammenhänge existieren. Daher kann man schlussfolgern, dass mit dem IAT suizidale und selbstverletzende Verhaltensweisen erkannt und vorhergesagt werden können. Damit ergeben sich für die Klinik interessante Möglichkeiten, was Diagnostik, Prävention und Therapiekontrolle mit impliziten Methoden betrifft. Auch für die Forschung kann die Messung impliziter Assoziationen mit dem IAT ein wichtiger Gegenstand sein.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordImplizite Assoziationendc.subject
KeywordIATdc.subject
KeywordNSSVdc.subject
KeywordSuizidalitätdc.subject
KeywordJugendpsychiatriedc.subject
KeywordImplizierter Assoziationstestdc.subject
KeywordNichtsuizidales selbstverletzendes Verhaltendc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 150 / Psychologydc.subject.ddc
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHSelf-injurious behaviordc.subject.mesh
MeSHAssociationdc.subject.mesh
MeSHAdolescent psychiatrydc.subject.mesh
MeSHSelf mutilating behaviordc.subject.mesh
TitleImplizite Assoziationen bezüglich selbstverletzender und suizidaler Verhaltensweisen bei jugendlichen psychiatrischen Patientendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2021-04-13dcterms.dateAccepted
RefereeFegert, Jörg M.dc.contributor.referee
RefereeSchönfeldt-Lecuona, Carlosdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-38328dc.identifier.doi
PPN1764225856dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-38404-4dc.identifier.urn
GNDAssoziationdc.subject.gnd
GNDSelbstmordgefährdungdc.subject.gnd
GNDSelbstbeschädigungdc.subject.gnd
GNDJugendpsychiatriedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie IIIuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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