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AuthorVester, Niclasdc.contributor.author
Date of accession2021-06-10T13:45:02Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2021-06-10T13:45:02Zdc.date.available
Year of creation2020dc.date.created
Date of first publication2021-06-10dc.date.issued
AbstractIn Verbindung mit Bitcoin hat die Blockchain (dt. Block-Kette) schon seit 2008 den Siegeszug angetreten, um Handel und damit verbundene Zahlungssysteme zu realisieren. In dieser Arbeit wird der Blick auf den Nutzen der Blockchain-Technologie für den Patienten, Arzt, das Gesundheitswesen und allen an der Behandlungskette beteiligten Akteure untersucht. Neben der wissenschaftlichen Untersuchung beinhaltet die Dissertation ein umgesetztes Beispiel in Form einer Applikation, die es erlaubt Diagnosen und Therapien eines Patienten zu erfassen. Die Patientendaten werden aufgrund der Eigenschaften der Technologie anonym und verschlüsselt gespeichert und sind nicht änderbar. Eine Änderung am Datensatz bedeutet immer das Einfügen eines neues Datenblocks in die Blockchain, welche dadurch permanent erweitert wird und wächst. Die Eigenschaften der Blockchain-Technologie erlauben die Daten unveränderbar, manipulationssicher, nachvollziehbar, transparent und dezentral abzuspeichern. Diese Eigenschaften helfen bei der Nutzung der Technologie, jedoch bedarf es mehrerer Komponenten, die aufeinander abgestimmt und entwickelt werden müssen. In der Dissertation wurde ein privates Blockchain-Netzwerk mit den beteiligten Organisationen bestehend aus Uniklinikum, Facharzt und Rettungsdienst entwickelt. Um Daten aus der Blockchain zu lesen und einzufügen wird ein „Chaincode“ auch „Smart Contract“ genannt, benötigt. Dieser ermöglicht die Abbildung von Prozessen, wie beispielsweise die Weitergabe eines digitalen Behandlungsrechts (Überweisung) oder der Widerruf einer Diagnose. Neben den in der Blockchain gespeicherten Daten wurde mit Hilfe einer relationalen Datenbank Patientenstammdaten generiert und mit den Diagnosen und Therapien in der Blockchain verbunden. Das umgesetzte Beispiel einer „Blockchain Emergency App“ basiert daher auf einem innovativen hybriden und damit flexiblen Ansatz, der die Behandlungshistorie in Form von radiologischem Bildmaterial, Protokollen und Dokumentation beinhaltet. Die Anwendung ist nativ in jedem Web-Browser plattformunabhängig nutzbar und ablauffähig. Zusätzlich wurde ein Performancevergleich, unterschiedliche Betriebsmodelle und Anwendungsszenarien untersucht und bewertet. Die Ergebnisse liegen in Form von Software-Programmen, Skripten und Anwendungsteilen in der virtuellen Umgebung vor. Grundsätzlich lässt sich anmerken, dass die Blockchain-Technologie komplex, aufwendig und für bestimmte Anwendungsfälle geeignet ist. Das zur Realisierung notwendige Know-how für die Programmierung der Oberfläche, dem Chaincode, der Datenbank und dem Blockchain-Netzwerk ist umfangreich. Der Betrieb, d.h. Performancetuning, Backup-/Recovery, Administration sind weitere wichtige Aspekte, die es zu beachten gilt. Dennoch sind die Anwendungsfälle vielfältig, d.h. Anwendungen, die eine Nachverfolgbarkeit benötigen (Logistik), Statusänderungen, "Tracking und Tracing“, Nachweise aller Art, wie z.B. Zertifikate (z.B. digitaler Impfpass) sind für den Einsatz geeignet. Darüber hinaus sind die Interoperabilität und der sichere Austausch radiologischer Befunde, Forschungsergebnisse, Patente, Erfindungen etc. sehr sinnvolle Anwendungsgebiete. Der Nutzen für den Patienten kann sich ergeben, wenn diese Technologie als Sicherheitsinfrastruktur in vorhandene KIS-Lösungen der Softwarehersteller integriert wird. Dem Patienten selbst wird es dadurch ermöglicht, seine Daten gezielt und ohne Sicherheitsbedenken weiterzugeben. Durch den weltweit möglichen Zugriff auf die Blockchain können dem Patienten Mehrfachuntersuchungen erspart, Prozesse verschlankt und zusätzlich Kosten im Gesundheitswesen reduziert werden. Für Patienten, Ärzte und an der Behandlungskette beteiligten Institutionen könnten Anreize geschaffen werden, Daten anonym und bewusst für die Forschung bereitzustellen. Die gemeinsame Nutzung von Daten über unterschiedliche Plattformen hinweg kann wesentlich vereinfacht werden. Gleichzeitig können aufgrund der Blockchain-Technologie Ergebnisse weder verfälscht noch Urheberrechte verletzt werden. Die Bedeutung der Blockchain und die aufwendige Integration in bestehende Umgebungen haben namhafte Datenbankhersteller erkannt und stellen die Blockchain-Technologie als Teil der Datenbanksoftware zur Verfügung. Dies reduziert Aufwände bei der Implementierung und stellt zusätzlich die Möglichkeit einer Koexistenz von vorhandenen und neuen Systemen dar.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (ohne Print-on-Demand)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_opod_v1dc.rights.uri
KeywordNotfallversorgungdc.subject
KeywordTechnologiedc.subject
KeywordKryptologiedc.subject
KeywordRadiologiedc.subject
KeywordSmart contractdc.subject
KeywordChiffrierungdc.subject
KeywordZertifikatdc.subject
KeywordInternet der Dingedc.subject
KeywordDatenschutzdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHBlockchain; Standardsdc.subject.mesh
MeSHEmergency medicinedc.subject.mesh
MeSHMedical records systems, Computerized; Trendsdc.subject.mesh
MeSHComputer securitydc.subject.mesh
TitleBlockchain im Gesundheitswesen - Nutzen der Blockchaintechnologie zur Vereinfachung und Verbesserung der medizinischen Versorgung anhand der Entwicklung einer Blockchain Emergency Appdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2021-04-15dcterms.dateAccepted
RefereeSchmidt, Stefan A.dc.contributor.referee
RefereeMuth, Claus-Martindc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-38008dc.identifier.doi
PPN1760267600dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-38070-8dc.identifier.urn
GNDBlockchaindc.subject.gnd
GNDGesundheitswesendc.subject.gnd
GNDElektronische Patientenaktedc.subject.gnd
GNDNotfallmedizindc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Anästhesiologieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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