Show simple item record

AuthorSteiner, Laurenz Matthiasdc.contributor.author
Date of accession2021-06-10T13:08:22Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2021-06-10T13:08:22Zdc.date.available
Year of creation2020dc.date.created
Date of first publication2021-06-10dc.date.issued
AbstractIntensivmediziner sind in ihrer beruflichen Tätigkeit hohen Belastungen ausgesetzt. Zudem weist die internationale wissenschaftliche Literatur darauf hin, dass Intensivmediziner ein besonders hohes Risiko für Burnout haben. In Deutschland ist die Datenlage zum Thema Ärztegesundheit noch eher gering und aktuelle Zahlen aus der Anästhesie und Intensivmedizin fehlen. Ziel unserer Untersuchung ist, Daten zum Istzustand in der Intensivmedizin in Deutschland hinsichtlich Burnoutgefährdung, Depressivität und beruflichem Stress zu erheben. Zudem sollen Unterschiede zu einer 2006 durchgeführten Untersuchung an Intensivmedizinern sowie zu Psychiatern im Jahr 2016 untersucht werden. Methoden: In einer Querschnittsstudie befragten wir im Jahr 2016 Intensivmediziner auf einem großen Kongress (DIVI) in Deutschland mittels Fragebogen zu personenbezogenen Daten, beruflichen und privaten Belastungsfaktoren und mentaler Gesundheit. Daten zu Depressivität, Burnout, Gratifikationskrisen und Overcommitment erhoben wir mittels standardisierter Befragungsinstrumente (Beck Depression Inventory-II (BDI-II), Maslach Burnout Inventory (MBI), Effort-Reward-Imbalance-Fragebogen (ERI)). Zudem lagen Daten zu Intensivmedizinern im Jahr 2006 sowie zu Psychiatern im Jahr 2016 zur Überprüfung von Unterschieden der Stichproben vor. Ergebnisse: Es nahmen 2016 n=695 Ärzte teil, der Rücklauf lag bei rund 40%. Die durchschnittliche Gesamtwochenarbeitszeit betrug 52,5 (Standardabweichung (SA): 13,9) Stunden. Von den meisten Teilnehmern wurden maximal bis zu zwei freie Wochenenden angegeben (68,5%, n=470). Die übrigen 31,5% (n=215) gaben mehr als zwei freie Wochenenden an. IM BDI-II erreichten fast ein Fünftel (19,1%, n=129) der Befragten Werte für eine mindestens leichte Depression, 14,5% (n=98) zeigten im ERI eine Gratifikationskrise. Die Auswertung des MBI ergab auf der Subskala Emotionale Erschöpfung einen Mittelwert von 2,99 (SA 0,99, n=679). Es zeigten sich signifikante Unterschiede hinsichtlich der Gesamtwochenarbeitszeit gegenüber der Stichprobe von 2006 (55,35 Stunden (SA: 14,68), p<0,001). Psychiater und Psychotherapeuten waren mit 7,4% (n=75, p<0,001) nur knapp halb so häufig von Effort-Reward-Imbalance betroffen wie Intensivmediziner (n=98, 14,5%). Zusammenfassung: Unsere Daten zeigen, dass Intensivmediziner in Deutschland sowohl hinsichtlich des beruflichen Stresses in Form von Gratifikationskrisen als auch hinsichtlich ihrer mentalen Gesundheit nicht unerheblich belastet sind. Im Vergleich zur Stichprobe von 2006 ist die Arbeitszeit gesunken, die Stressbelastung liegt höher als bei Psychiatern im Jahr 2016. Die Ergebnisse liefern Hinweise für weitere Forschung zur Verhaltens- und Verhältnisprävention im Bereich der Intensivmedizin in Deutschland.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (ohne Print-on-Demand)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_opod_v1dc.rights.uri
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
LCSHCritical care medicinedc.subject.lcsh
MeSHBurnout, Professionaldc.subject.mesh
MeSHPhysiciansdc.subject.mesh
MeSHPsychiatrydc.subject.mesh
MeSHPsychological distressdc.subject.mesh
MeSHAnesthesiologydc.subject.mesh
TitleBerufliche Belastungsfaktoren und psychische Gesundheit im Bereich der Anästhesie und Intensivmedizin – eine Betrachtung der Veränderungen in den letzten 10 Jahren und Unterschiede zu Psychiatern und Psychotherapeuten im Jahr 2016dc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2021-04-14dcterms.dateAccepted
RefereeBeschoner, Petradc.contributor.referee
RefereeRosenbohm, Angeladc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-38007dc.identifier.doi
PPN1760269409dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-38069-7dc.identifier.urn
GNDBurnout-Syndromdc.subject.gnd
GNDDepressiondc.subject.gnd
GNDGratifikationskrisedc.subject.gnd
GNDStressdc.subject.gnd
GNDArztdc.subject.gnd
GNDPsychiaterdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Neurologieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


Files in this item

Thumbnail

This item appears in the following Collection(s)

Show simple item record