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AutorMagistro, Manueldc.contributor.author
Aufnahmedatum2016-03-15T10:41:38Zdc.date.accessioned
In OPARU verfügbar seit2016-03-15T10:41:38Zdc.date.available
Jahr der Erstellung2013dc.date.created
ZusammenfassungZur Versorgungssituation der Patienten mit einer chronischen Hepatitis B gibt es wenige systematische Erhebungen. Wir haben 327 Patienten mit einer chronischen Hepatitis B, die sich zwischen 2000-2008 in der Leberspezialambulanz der Uniklinik Ulm vorgestellt hatten, retrospektiv analysiert. 63 % waren nicht in Deutschland geboren sondern stammten aus der Türkei und osteuropäischen Ländern. Bei den Patienten mit Migrationshintergrund lag die Arbeitslosigkeit deutlich höher als bei den deutschen Patienten. Der Großteil der Patienten hatte eine HBeAg negative chronische Hepatitis B, welche die häufigste Form im chronischen Verlauf dieser Erkrankung darstellt. Entscheidend für eine Therapieindikation waren, der Nachweis einer signifikanten Leberfibrose und die Höhe der HBV-DNA im Serum. Die meisten Patienten wurden zum ersten Mal antiviral behandelt. Die überwiegende Mehrheit davon mit Nukleos(t)idanaloga. Nur ein sehr geringer Anteil der Patienten wurde primär mit Interferon alpha behandelt. Die erste Therapie mit Nukleos(t)idanaloga führte allerdings bei etwa der Hälfte der Patienten nicht zu einem ausreichenden Therapierfolg. In den Jahren 2000-2005 erfolgte die Therapie vorwiegend mit Lamivudin und Adefovir. Diese Substanzen haben eine niedrige antivirale Potenz und eine niedrige Resistenzbarriere. Mit dem Einsatz der neuen hochpotenten Substanzen Entecavir und Tenovofir ab 2005 konnten die Resistenzraten und damit auch die Rate an Therapieversagen deutlich reduziert werden. Bei der Mehrheit der Patienten ohne primäres Therapieansprechen auf Lamivudin oder Adefovir wurde die Therapie entweder auf ein höher potentes Nukleosi(t)danalogon (Entecavir oder Tenofovir) umgestellt oder als Zweifachkombination fortgeführt. Insgesamt war es durch diese Therapiestrategien möglich, den überwiegenden Anteil der Patienten mit einer chronischen Hepatitis B im Langzeitverlauf adäquat zu behandeln und somit die Progression des Krankheitsverlaufs günstig zu beeinflussen.dc.description.abstract
Sprachededc.language.iso
Verbreitende StelleUniversität Ulmdc.publisher
LizenzStandarddc.rights
Link zum Lizenztexthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
SchlagwortAntivitale Therapiedc.subject
SchlagwortChronische Hepatitis Bdc.subject
SchlagwortEpidemiologische Erhebungdc.subject
SchlagwortHBV-Infektiondc.subject
SchlagwortLeberambulanz Uni Ulmdc.subject
DDC-SachgruppeDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHEpidemiologic studiesdc.subject.mesh
MeSHHaepatitis, chronicdc.subject.mesh
MeSHHepatitis B virusdc.subject.mesh
TitelVersorgungssituation von Patienten mit chronischer Hepatitis B an der Universitätsklinik Ulm von 2000 - 2008dc.title
RessourcentypDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-3451dc.identifier.doi
PPN41566389Xdc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-92394dc.identifier.urn
GNDHepatitis Bdc.subject.gnd
GNDMigrationshintergrunddc.subject.gnd
FakultätMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Datum der Freischaltung2014-10-15T08:38:51Zuulm.freischaltungVTS
Peer-Reviewneinuulm.peerReview
Signatur DruckexemplarW: W-H 13.827uulm.shelfmark
DCMI MedientypTextuulm.typeDCMI
VTS-ID9239uulm.vtsID
KategoriePublikationenuulm.category


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