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AuthorBeck, Alexandra Mariadc.contributor.author
Date of accession2020-10-27T11:46:24Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2020-10-27T11:46:24Zdc.date.available
Year of creation2019dc.date.created
Date of first publication2020-10-27dc.date.issued
AbstractDie vorliegende Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die Wirksamkeit der stationär-psychosomatischen Behandlung zwei Jahre nach der Entlassung nachhaltig ist. Die vorliegende Multimomentstudie ist prospektiv und naturalistisch angelegt. Die primären Zielvariablen sind klinische und ressourcenbezogene, die sekundären beziehen sich auf die medizinische Inanspruchnahme. Die ursprüngliche Stich-probe von 250 studienadhärenten Patienten zum Entlasszeitpunkt reduziert sich auf 86 studienadhärente Patienten zwei Jahre nach der Entlassung und eine Analyse der Drop-outs (n=164) mit den studienadhärenten Patienten (n=86) zeigt, dass die verbliebene Stichprobe als repräsentativ für die gesamte Stichprobe gilt. Die Patienten werden hinsichtlich klinischer Variablen anhand standardisierter Erhebungsinstrumente untersucht (z. B. 10 Item Big Five Inventory und andere), die versorgungsmedizinischen Informationen (Arbeitsunfähigkeits-Tage, Krankenhaustage, Arztbesuche, Medikamente) werden global erinnert jeweils für das Jahr vor der Indexaufnahme und zwei Jahre nach der Entlassung. Zum Einsatz kommen unterschiedliche statistische Tests wie Shapiro-Wilk-Tests, Wilcoxon-Tests, Varianzanalyse, Chi-Quadrat-Tests, bivariate Regressionsmodelle, lineare multivariate Regressionsmodelle und logistische multivariate Modelle. Bei allen Tests werden Effektstärken ermittelt (Cramers V, Cohens d und Hedgesʼ g). Bei Varianzanalysen kommen Post-hoc-Scheffe-Tests zum Einsatz. Für die studienadhärente Stichprobe lässt sich feststellen, dass zwei Jahre nach der Entlassung alle Zielvariablen (Funktionalität, Depressivität, psychische Symptombelastung, somatische Symptombelastung, Verbitterung, Lebensqualität und Selbstwirksamkeit) sich statistisch signifikant und mit Effektstärken je nach Zielvariable zwischen 0,53 und 1,51 gebessert haben, insbesondere für Funktionalität, Depressivität, psychische Symptombelastung, Lebensqualität und Selbstwirksamkeit. Der Vergleich für die studienadhärente Stichprobe zwischen dem Entlasszeitpunkt und zwei Jahre nach der Entlassung zeigt, dass es keine statistisch signifikanten Unterschiede gibt, dass Depressivität, psychische Symptombelastung und emotionale Verbitterung weiter abnehmen und dass Lebensqualität und Selbstwirksamkeit zunehmen, allerdings fallen die Effektstärken zwischen 0,14 und 0,32 gering aus. Was die medizinische Inanspruchnahme angeht, reduzieren sich zwei Jahre nach der Entlassung, verglichen mit dem Jahr vor der Indexaufnahme, die Arbeitsunfähigkeitstage, die somatischen und psychiatrischen Krankenhaustage, die Arztbesuche und die Anzahl an Internistika und Psychopharmaka bei moderaten Effektstärken, die am höchsten sind für die Reduktion der Arbeitsunfähigkeitstage (0,55), Anzahl stationärer Tage in somatischen Abteilungen (0,56) und Abnahme von Arztbesuchen (0,74). Insgesamt ist der Anteil der Patienten, die zwei Jahre nach der Entlassung eine Besserung der klinischen und ressourcenbezogenen Zielvariablen aufweisen, höher als der Anteil der Patienten mit einer Verschlechterung, insbesondere für Depressivität und Selbstwirksamkeit, allerdings bewegt sich der Anteil der Patienten mit einer Verschlechterung zwischen 35 und 48 %. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass zwei Jahre nach einer stationären psychosomatischen Behandlung die Patienten im Durchschnitt eine nachhaltige Besserung aufweisen und dass der Anteil der Patienten mit einer Besserung größer ist als derjenige mit einer Verschlechterung. Multivariate Regressionsmodelle zeigen etwas unerwartet, dass praktisch keine prognostischen Faktoren für die Besserung oder Verschlechterung zwei Jahre nach der Entlassung oder für das Ausmaß der Besserung auszumachen sind als Ausdruck einerseits von sehr individuellen Verläufen (interpersonell), aber auch dass die klassischen Zielvariablen nicht geeignet sind für akkurate Prognosen und es weitere sensible Variable zu untersuchen gilt.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordStationäre psychosomatische Behandlungdc.subject
KeywordEffektivität stationäre Behandlungdc.subject
KeywordLebenszufriedenheitdc.subject
KeywordMedizinische Inanspruchnahmedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHPsychosomatic medicinedc.subject.mesh
MeSHPatient satisfactiondc.subject.mesh
MeSHSustainable developmentdc.subject.mesh
TitleMittel- bis langfristige Effekte einer stationären psychosomatischen Behandlung : Ergebnisse einer Zwei-Jahres-Katamnesedc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2020-07-16dcterms.dateAccepted
RefereeValdes-Stauber, Juandc.contributor.referee
RefereeMüller, Thomasdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-33552dc.identifier.doi
PPN173683990Xdc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-33614-3dc.identifier.urn
GNDPsychosomatikdc.subject.gnd
GNDStationäre Behandlungdc.subject.gnd
GNDKatamnesedc.subject.gnd
GNDZufriedenheitdc.subject.gnd
GNDNachhaltigkeitdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Iuulm.affiliationSpecific
InstitutionInstitut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizinuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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