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AuthorWalther, Migledc.contributor.author
Date of accession2020-10-01T11:50:09Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2020-10-01T11:50:09Zdc.date.available
Year of creation2019dc.date.created
Date of first publication2020-10-01dc.date.issued
AbstractKeloide sind eine gutartige fibrotische Bindegewebsvermehrung, die aus einem vorhergegangenen Trauma enstehen. Sie infiltrieren das umliegende Gewebe, wachsen über die ursprüngliche Läsion hinaus und haben eine hohe Rezidivrate. Diese Arbeit evaluiert die Behandlungsmodalitäten von Keloid-Therapien am Ohr, die im Zeitraum von 2006 bis 2017 an der Klinik für Hals- Nasen Ohrenheilkunde der Universität Ulm durchgeführt wurden. Der festgelegte Beobachtungszeitraum zur Rezidivfreiheit betrug 12 Monate. Die untersuchten Behandlungsmodalitäten waren die angewandten Operationstechniken (primärer Wundverschluss, Vollhauttranstransplantat, Fillet- Technik), Injektionstherapie (intraläsional mit Volon®A) sowie die Kompressiontherapie mit standardisierten Ohrclips. Es wurden insgesamt 52 Patientinnen und Patienten im Altern von 10 bis 81 Jahren mit insgesamt 67 Patientenfällen ermittelt. Davon konnten 51 Patientenfälle mit einer Follow-Up Zeit über 12 Monate (Median 22 Monate) identifiziert werden. In 16 Patientenfällen (31%) gab es Rezidive, die im Median von 6 Monaten "(±3 Monaten") entstanden. Die patientenbezogenen Parameter wie Alter (p = 0,718), Geschlecht (p = 0,246) sowie Keloidart (p = 0,683) sind keine beeinflussenden Faktoren auf die Rezidivfreiheit, lediglich der Hauttyp (p = 0,075) zeigt eine Tendenz zur Signifikanz. Die Anzahl der Behandlungsmodalitäten (p = 0,028), die Operationstechnik (p = 0,013) sowie eine Kompressionstherapie durch den Ohrclip (p = 0,045) zeigen einzeln angewendet einen signifikanten Einfluss auf das Rezidivaufkommen. Nur die Injektionstherapie (p = 0,069) zeigt eine tendenzielle Signifikanz auf das Rezidivaufkommen. Mit nur 1/16 Rezidiven (6%), ist die Fillet- Technik gegenüber dem Vollhauttransplantat 8/16 (50%) sowie dem primären Wundverschluss 7/16 (44%) in Bezug auf das Rezidivaufkommen überlegen. Die Anzahl der Injektionen (p = 0,236), die Frequenz (p = 0,609) und die Therapiedauer (p = 516) haben keinen signifikanten Einfluss auf die Rezidivfreiheit. In der Kaplan-Meier Analyse sind 4 Injektionen in der Subgruppenanalyse 1 bis 3 Injektionen signifikant (p = 0,029) überlegen. In Verbindung mit der chirurgischen Exzision, ist ein signifikanter Kortisoneffekt (p = 0,022) auf die Rezidivfreiheit nachweisbar. Bei der Fillet-Technik sowie beim primären Wundverschluss ist ein höchst signifikanter Kortisoneffekt (p = < 0,001) zu erkennen, beim Vollhauttransplantat ist kein Kortisoneffekt (p = 0,534) nachweisbar. Zusätzlich hatte der Ohrclip als weitere Behandlungsmodalität einen positiven Einfluss auf die Rezidivfreiheit (p = 0,045). In dieser Arbeit zeigte sich in einer stufenweisen Betrachtung die Kombination von 3 Behandlungsmodalitäten am erfolgversprechendsten: durch jedes zusätzliche Verfahren waren die Ergebnisse signifikant besser als ohne das weitere Verfahren. So verbesserte die Injektion von Triamcinolonacetonid das Ergebnis der operativen Verfahren und der Ohrclip zusätzlich das Ergebnis einer Kombinationstherapie aus operativer Fillet-Technik und Injektion von Triamcinolonacetonid. Hierbei sollte beachtet werden, dass die Fillet-Technik und der primäre Wundverschluss der Vollhauttransplantation überlegen sind. Aufgrund der Datenlage kann für einen bestmöglichen Behandlungserfolg eine chirurgische Resektion (Fillet- oder primärer Wundverschluss) mit einer Injektionstherapie von mindestens 1 bis 4 Injektionen alle 4 bis 6 Wochen sowie mit einer Kompressionstherapie durch einen standardisierten Ohrclip empfohlen werden.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordOhrclipdc.subject
KeywordPrimärer Wundverschlussdc.subject
KeywordVollhauttranstransplantatdc.subject
KeywordFillet-Technikdc.subject
KeywordKompressionstherapiedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHKeloid; Therapydc.subject.mesh
MeSHTriamcinolone acetonidedc.subject.mesh
TitleEine retrospektive Analyse multimodaler Therapiekonzepte für Keloide im Ohrbereichdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2020-07-30dcterms.dateAccepted
RefereeScheithauer, Marcdc.contributor.referee
RefereeWeiss, Johannesdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-33212dc.identifier.doi
PPN1734508876dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-33274-5dc.identifier.urn
GNDKeloiddc.subject.gnd
GNDTherapiedc.subject.gnd
GNDKompressionsbehandlungdc.subject.gnd
GNDTriamcinolonacetoniddc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Dermatologie und Allergologieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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