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AuthorRupprecht, Aileendc.contributor.author
Date of accession2020-09-21T12:19:54Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2020-09-21T12:19:54Zdc.date.available
Year of creation2019dc.date.created
Date of first publication2020-09-21dc.date.issued
AbstractNach Schätzungen der WHO (World Health Organization) leiden etwa 600 Millionen Menschen der Weltbevölkerung an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Die hierdurch bedingte lokale Inflammation des Lungengewebes sowie alveoläre Hypoxie führen zu einem „spill over“ in die Systemzirkulation und Entzündungsreaktion des Gesamtorganismus. Das Vorliegen einer COPD verstärkt, bei zusätzlicher akuter Lungenschädigung durch ein Thoraxtrauma, die Schwere der Entzündungsreaktion deutlich. Bei Menschen bis zum 40. Lebensjahr stellt der traumatisch-hämorrhagische Schock die wichtigste Todesursache dar. 60-70% sterben an chirurgisch nicht beherrschbaren Blutungsquellen innerhalb von 48 Stunden. Die Ursache der restlichen letal endenen Fälle stellt meist ein Multiorganversagen, infolge der überschießenden systemischen Entzündungsreaktion dar. Diese wird durch die traumatisch-ausgelöste alveoläre Hypoxie, sowie konsekutiver Hypoxämie und Gewebshypoxie getriggert. In der posttraumatischen Therapie gewinnt die Prävention des Multiorganversagens durch Kontrolle dieser systemischen Entzündungsreaktion zunehmend an Bedeutung. Diese kann durch Herunterregulieren des Stoffwechsels zur gezielten Reduktion des zellulären Energieumsatzes gelingen. Schwefelwasserstoff (H2S) kann den präventiven Prozess der hypometabolischen Stoffwechsellage durch die Induktion eines winterschlafähnlichen Zustandes bei verschiedenen Spezies positiv beeinflussen und spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung von Entzündungsreaktionen. Durch seine anti-oxidativen Eigenschaften ist H2S maßgeblich an der Regulation der systemischen Inflammationsantwort bei Stresszuständen und nach Traumata beteiligt. Über die genetische Deletion der Cystathion-γ-Lyase (CSE), dem wichtigsten Enzym der H2S Produktion in der Lunge und im kardiovaskulären System, soll die Wirkung des Schwefelwasserstoffs eliminiert werden. Durch die Applikation der Substanz GYY4137, welche Schwefelwasserstoff mit einer Kinetik freisetzt, die der körpereigenen entspricht, wird die Bedeutung der endogenen H2S-Produktion charakterisiert. Ziel der vorliegenden Studie war es, potentielle Effekte von GYY4137 auf die lokale und systemische Inflammationsantwort nach Thoraxtrauma bei vorbestehender COPD festzustellen. Direkt im Anschluss an das „künstlich erzeugte“ Thoraxtrauma wurde den Mäusen entweder GYY4137 oder ein Vehikel subcutan (s.c.) verabreicht. Danach folgte über vier Stunden eine Versorgung unter intensivmedizinischen Bedingungen. Abschließend erfolgte die terminale Blut- und Organentnahme zur histologischen, biochemischen und labortechnischen Untersuchung. Die lokalen Zytokinanalysen des Lungengewebes und die systemischen Zytokinmessungen im Blut ergaben keinen Hinweis auf einen entzündungshemmenden Einfluss von H2S. Ebenso konnte eine Eindämmung des oxidativen und nitrosativen Stresses nicht gezeigt werden. Allerdings konnte biochemisch und immunhistochemisch bestätigt werden, dass Schwefelwasserstoff als Sauerstoffsensor fungiert. Die alternative Produktion von Schwefelwasserstoff durch die Cystathionin-ß-Synthase war erhöht. Es ergab sich kein Anhalt für Auswirkungen auf Endothelfunktion und Apoptoserate. Im Gegensatz dazu beeinflusste GYY4137 physiologische Parameter wie Hämodynamik und Glukosemetabolismus. Ein H2S bedingter Blutzuckersanstieg konnte reproduziert werden. Die Lungenfunktion hingegen blieb im Wesentlichen unbeeinflusst. Der erwartete entzündungshemmende Einfluss durch Schwefelwasserstoff konnte biochemisch, immunhistochemisch und labortechnisch nicht bestätigt werden.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordGYY4137dc.subject
KeywordThoraxtraumadc.subject
KeywordCOPDdc.subject
KeywordCSEdc.subject
KeywordZytokinedc.subject
KeywordHypometabolismusdc.subject
KeywordHypoxiesensordc.subject
KeywordGlukoneogenesedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHThoracic injuriesdc.subject.mesh
MeSHHydrogen sulfidedc.subject.mesh
MeSHInflammationdc.subject.mesh
MeSHPulmonary disease, Chronic obstructivedc.subject.mesh
MeSHCystathionine gamma-lyasedc.subject.mesh
TitleBedeutung exogener H2S-Substitution für die lokale und systemische Inflammationsantwort nach Thoraxtrauma bei vorbestehender COPDdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2020-07-30dcterms.dateAccepted
RefereeRadermacher, Peterdc.contributor.referee
RefereeHuber-Lang, Markusdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-33151dc.identifier.doi
PPN1733574581dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-33213-5dc.identifier.urn
GNDBrustkorbverletzungdc.subject.gnd
GNDSchwefelwasserstoffdc.subject.gnd
GNDAllgemeine Entzündungsreaktiondc.subject.gnd
GNDObstruktive Ventilationsstörungdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Institut für Anästhesiologische Pathophysiologie und Verfahrensentwicklunguulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Institut für Klinische und Experimentelle Trauma-Immunologieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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