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AuthorRichter, Kerstindc.contributor.author
Date of accession2020-03-18T16:24:02Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2020-03-18T16:24:02Zdc.date.available
Year of creation2019dc.date.created
Date of first publication2020-03-18dc.date.issued
AbstractDepressive Störungen zählen weltweit zu den häufigsten psychischen Störungen. In diesem Zusammenhang sind erhebliche Herausforderungen für das Gesundheitssystem zu erwarten. Die neurobiologischen Mechanismen, die depressiven Störungen zugrunde liegen, sind nur unvollständig verstanden. Vor dem Hintergrund der globalen Relevanz depressiver Störungen ist ein Verständnis der ätiologischen Hintergründe zur Entwicklung verbesserter therapeutischer Möglichkeiten notwendig. Mit dem Ziel eines besseren Verständnisses dieser Erkrankung wurden retrospektiv 137 Patienten mit einer depressiven Störung in Bezug auf den Krankheitsverlauf (u.a. Alter zu Beginn der Erkrankung, Anzahl an depressiven Episoden, Anzahl an stationären Behandlungen, Dauer der stationären Behandlungen), ihre Persönlichkeit (gemessen mithilfe des ANPS (Affective Neuroscience Personality Scale) und des NEO-FFI (Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrung - Fünf-Faktoren-Inventar)) und den Methylierungsstatus des Glukokortikoid-Rezeptor-Gens NR3C1, Exon 1F untersucht. Passend zu den entwickelten Hypothesen wurde ein Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der gegenwärtigen depressiven Symptomatik (gemessen mithilfe des BDI-II (Beck-Depressions-Inventar – Version II) und des MADRS (Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale)) sowie dem Verlauf der depressiven Störung und verschiedenen Persönlichkeitsfaktoren (gemessen mithilfe des ANPS und NEO-FFI) festgestellt. Zudem korrelierten sowohl die gegenwärtige depressive Symptomatik, einzelne Persönlichkeitsfaktoren des ANPS und des NEO-FFI und der Verlauf der depressiven Störung mit der Methylierung einzelner CpGs (Cytosin-Phosphat-Guanin) des Glukokortikoid-Rezeptors NR3C1, Exon 1F. Aufgrund der in unserer Studie festgestellten Korrelationen ist anzunehmen, dass Patienten mit hohen SADNESS-, FEAR-, CARING-, und Neurotizismus-Scores sowie niedrigen SEEKING-, PLAYFULNESS-, Extraversion-, Verträglichkeit-, und Gewissenhaftigkeit-Scores zu schwereren Verläufen der Depression neigen. Nur die beiden Faktoren ANGER des ANPS und Offenheit für Erfahrung des NEO-FFI korrelierten mit keinem einzigen VerlaufsFaktor. Bei der epigenetischen Untersuchung gab es nur eine CpG-Stelle (CpG 36), die mit der Schwere der Depression korrelierte. Daneben gab es noch weitere CpGStellen, die jeweils mit Faktoren des Verlaufs der depressiven Störung oder auch mit Persönlichkeitsfaktoren in Zusammenhang gebracht werden konnten. Da aber die Bedeutung der Methylierung einer einzelnen CpG-Stelle fraglich ist, bedarf es noch weiterer und genauerer Forschung, um die Auswirkungen der Variationen in der Epigenetik besser einschätzen zu können. Diese Ergebnisse könnten in Zukunft dazu dienen, Patienten bei Erstmanifestation einer depressiven Störung durch Untersuchung der Persönlichkeit sowie epigenetischer Veränderungen des Glukokortikoid-Rezeptors NR3C1, Exon 1F besser zu charakterisieren und daraus prognostische Informationen und ggf. therapeutische Entscheidungen abzuleiten. Es könnte z. B. ein schwierigerer Therapieverlauf prognostiziert werden und eine individualisierte Therapie des Patienten wäre möglich. Für eine Implementierung in der Regelversorgung sind jedoch noch weitere Untersuchungen erforderlich.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordPrimäremotionendc.subject
KeywordGlukokortikoid-Rezeptor NR3C1, Exon 1Fdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHDepressive disorder; Etiologydc.subject.mesh
MeSHDepression; Etiologydc.subject.mesh
MeSHEmotionsdc.subject.mesh
MeSHReceptors, Glucocorticoiddc.subject.mesh
MeSHEpigenesis, Geneticdc.subject.mesh
TitleMethylierung des Glukokortikoid-Rezeptors NR3C1 (Exon 1F), Persönlichkeitsfaktoren und Krankheitsverlauf bei Patienten mit depressiven Störungendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2020-02-14dcterms.dateAccepted
RefereeGahr, Maximiliandc.contributor.referee
RefereeKeller, Ferdinanddc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-26161dc.identifier.doi
PPN1693003627dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-26224-8dc.identifier.urn
GNDDepressiondc.subject.gnd
GNDGefühldc.subject.gnd
GNDPersönlichkeitsfaktordc.subject.gnd
GNDGlucocorticosteroidrezeptordc.subject.gnd
GNDEpigenetikdc.subject.gnd
GNDMethylierungdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie IIIuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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