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AuthorStraßer, Sophiedc.contributor.author
Date of accession2020-03-18T16:21:19Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2020-03-18T16:21:19Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2020-03-18dc.date.issued
AbstractPatientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen sind großen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Dennoch sind bisher wenige Studien zur Erfassung von psychosozialer Belastung, Unterstützungsbedürfnis und Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten durchgeführt worden. Ziele der vorliegenden Arbeit waren daher die Erhebung von Angst, Depressivität, Lebensqualität sowie Unterstützungsbedürfnis. Weiterhin sollte untersucht werden, welche Faktoren die Inanspruchnahme psychoonkologischer Unterstützungsangebote beeinflussen. Die Erhebung wurde in der Frauenklinik des Universitätsklinikums Ulm durchgeführt. Im Zeitraum von Oktober 2013 bis Dezember 2014 wurden konsekutiv alle stationär behandelten Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen erfasst (n=194). 142 Patienten erfüllten die Einschlusskriterien, von diesen erklärten sich 79 bereit, an der Studie teilzunehmen. Die Patientinnen, die sich zur Studienteilnahme bereiterklärten, erhielten standardisierte Fragebögen zur Erfassung der psychosozialen Belastung, der Lebensqualität sowie der sozialen Unterstützung. Zusätzlich wurden soziodemographische und medizinische Daten erhoben. Nach Erhebung des Wunsches nach psychoonkologischer Unterstützung wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt, die Inanspruchnehmer (n=41) und die Nichtinanspruchnehmer (n=38). Des weiteren wurden Daten von den Patientinnen erhoben, die nicht an der Studie teilnahmen (n=58), und mit den Teilnehmerdaten verglichen. Es zeigten sich keine Unterschiede zwischen Inanspruchnehmern und Nichtinanspruchnehmern bezüglich soziodemographischer Faktoren wie Geschlecht, Alter, Schulbildung. Bei den medizinischen Merkmalen war lediglich die körperliche Funktionsfähigkeit der Inanspruchnehmer deutlich eingeschränkter. Hinsichtlich der psychosozialen Belastung ergaben sich bei der Gesamtbelastung im Distressthermometer keine Unterschiede, jedoch zeigten sich beide Gruppen hoch belastet. Bei den körperlichen, praktischen und emotionalen Problemfeldern des Distressthermometers zeigten sich Inanspruchnehmer jedoch signifikant stärker belastet. Ein signifikanter Unterschied zwischen Inanspruchnehmern und Nichtinanspruchnehmern ergab sich erwartungsgemäß bei dem Wunsch nach Unterstützung sowie dem Wunsch nach Gesprächen. Inanspruchnehmer konnten den Wunsch nach Unterstützung besser äußern als Nichtinanspruchnehmer. Es konnte auch ein Zusammenhang zwischen Arztempfehlungen und tatsächlich beanspruchter Unterstützung gezeigt werden. Patientinnen, die schon einmal Erfahrung mit Psychotherapie gemacht hatten, nahmen auch häufiger wieder Unterstützung in Anspruch. Keinen Einfluss auf die Inanspruchnahme hatten die Einstellung zu Psychotherapie und die erlebte soziale Unterstützung. Beim Vergleich der Teilnehmer mit den Nichtteilnehmern konnte gezeigt werden, dass die Teilnehmer der Studie signifikant jünger und besser gebildet waren. Zu starke psychische Belastung war der Hauptgrund für die Nichtteilnahme an der Untersuchung. Aufgrund der Ergebnisse der vorliegenden Studie lässt sich sagen, dass psychoonkologische Unterstützung ein aktives Angebot sein sollte, da viele Patienten den Wunsch nach Unterstützung nicht äußern können. Da die Arztempfehlung eine wichtige Rolle bei der Inanspruchnahme psychoonkologischer Unterstützung zu sein scheint, ist es wichtig Ärzte zu sensibilisieren und zu schulen, damit sie psychosozialen Stress und den Bedarf an Unterstützung besser erkennen können. Ein hoher Anteil hochbelasteter Patienten nahm nicht an der Studie teil und konnte somit nicht untersucht werden. Weitere Studien zum besseren Verständnis für die Bedürfnisse von Frauen mit Unterleibskarzinomen sind nötig.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (ohne Print-on-Demand)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_opod_v1dc.rights.uri
Dewey Decimal GroupDDC 150 / Psychologydc.subject.ddc
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHGenital neoplasms, Female; Psychologydc.subject.mesh
MeSHPsycho-oncologydc.subject.mesh
MeSHCounselingdc.subject.mesh
TitleEinflussfaktoren auf die Inanspruchnahme psychoonkologischer Unterstützung bei Patientinnen mit gynäkologischen Tumorerkrankungendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2020-02-14dcterms.dateAccepted
RefereeWietersheim, Jörn vondc.contributor.referee
RefereeHuober, Jensdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-26160dc.identifier.doi
PPN1693008815dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-26223-2dc.identifier.urn
GNDPsychoonkologiedc.subject.gnd
GNDGynäkologische Onkologiedc.subject.gnd
GNDPsychosoziale Belastungdc.subject.gnd
GNDPsychosoziale Betreuungdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfeuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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