Show simple item record

AuthorBraun, Annette Lisadc.contributor.author
Date of accession2020-03-10T13:50:11Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2020-03-10T13:50:11Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2020-03-10dc.date.issued
AbstractIn der retrospektiven Untersuchung sollte die Aussagekraft der Mini-Laparoskopie (ML) und der Xantographie im Vergleich zur Sonographie und dem „Goldstandard Leberhistologie“ hinsichtlich der Erkennung einer Leberfibrose und Zirrhose bei Patienten mit nicht-viralen Lebererkrankungen untersucht werden. Epidemiologisch zeigte sich innerhalb der beiden Gruppen (Fettleber und Autoimmun-cholestatische Hepatopathien) weitgehende Übereinstimmung mit publizierten Daten. Einschränkungen in der Interpretation unseres untersuchten Kollektivs als 100%-ig repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ergaben sich aus mehreren Bias. So sind im Gesamtkollektiv der 1120 mittels ML untersuchten Patienten die Fettleber deutlich unter- und Patienten mit viralen Hepatitiden deutlich überrepräsentiert. Das dürfte durch die Vorselektion der zugewiesenen Patienten mit unklarer Lebererkrankung, der „Hochschulmedizin“- und „Studien“-Charakter der Patientenrekrutierung bedingt sein. Die hohe Zahl von 73 Patientinnen mit Autoimmunhepatitis (AIH) bei insgesamt 135 autoimmun-cholestatischen Hepatitiden (AICH) ist, bei einer angenommenen jährlichen Inzidenz der AIH von lediglich 2:100.000, u.a. auf ein sehr großes überregionales Einzugsgebiet der universitären Leberspezialsprechstunde und die besonderen diagnostischen Herausforderungen bei dieser Erkrankung zurückzuführen. Die weitere Charakterisierung des untersuchten Patientenkollektivs ergab bei Patienten mit Fettleber (im Unterschied zu den Autoimmun-cholestatischen Erkrankungen) einen größeren Anteil der Männer und Patienten mit erhöhtem Body-Mass-Index (BMI). Allerdings hatten 24% der Patienten mit Fettleber Normal- oder sogar Untergewicht. In den untersuchten laborchemischen Parametern fand sich keine signifikante Assoziation mit einer „advanced chronic liver disease“ (ACLD) im kompensierten Stadium der Erkrankung. Die sonographische Größenbestimmung von Leber und Milz war nicht dafür geeignet, eine „reine“ Fettleber von einer Fettleber mit Fibrose zu differenzieren. AICH-Patienten mit Fibrose haben wiederum in der Sonographie deutlich häufiger eine Leber- und Milzvergrößerung als Patienten ohne Fibrose. Die Xantographie, die im Rahmen der ML durchgeführt wurde, zeigte eine niedrige Sensitivität und Spezifität im Nachweis bzw. Ausschluss einer Fettleber. Ihre Aussagekraft war unabhängig vom Verfettungsgrad der Leber im Vergleich zur sonographischen Beurteilung schlechter. Damit kann die Xantographie-Beurteilung zur Detektion einer Fettleber und Einschätzung des Verfettungsgrades nicht empfohlen werden. Hinsichtlich der zentralen Frage der vorliegenden Arbeit zum Stellenwert der ML für die Erkennung der Leberfibrose ergab die Auswertung der Daten wichtige Erkenntnisse: Durch die makroskopische Beurteilung der Leber konnten die Histologiebefunde in einem klinisch relevanten Anteil korrigiert, eine die Fettleber komplizierende ACLD erkannt und damit ein Understaging einer relevanten Fibrose vermieden werden. Die Patienten mit AICH-assoziierter ACLD scheinen bei einem hohen Anteil an signifikanter Fibrose von einer ML noch stärker zu profitieren. Die ML ist somit bei Patienten mit nicht-viralen Hepatopathien eine sinnvolle Diagnostik zum Nachweis einer fortgeschrittenen Leberfibrosierung bei ansonsten fehlenden klinischen und laborchemischen Zeichen einer ACLD. Die niedrige Anzahl an minor-Komplikationen zeigt, dass die ML ein risikoarmes Verfahren ist. Da die ML ein invasives, personell und apparativ aufwändiges Verfahren ist, das die Patienten belastet und bislang nur speziellen Zentren vorbehalten ist, wäre ihr Ersatz durch nichtinvasive Diagnostik wünschenswert. Sie müsste vergleichbare diagnostische Sicherheit liefern, insbesondere im Nachweis der prognosebestimmenden Fibrose. Ob die Kombination von Biomarkern der Fibrose und elastographischen Verfahren ausreichend valide Diagnostik hat, ist von großer klinischer Relevanz und müsste durch prospektiv angelegte Studien geklärt werden.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (ohne Print-on-Demand)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_opod_v1dc.rights.uri
KeywordMini-Laparoskopiedc.subject
KeywordXantographiedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHLiver diseases; Diagnosisdc.subject.mesh
MeSHLiver cirrhosisdc.subject.mesh
MeSHLaparoscopydc.subject.mesh
MeSHHistologydc.subject.mesh
TitleWertigkeit der makroskopischen Beurteilung der Leber im Rahmen der internistischen Laparoskopie bei nicht-viralen Hepatopathiendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2020-02-14dcterms.dateAccepted
RefereeZizer, Eugendc.contributor.referee
RefereeKrönke, Jandc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-25969dc.identifier.doi
PPN1692231138dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-26032-0dc.identifier.urn
GNDLeberkrankheitdc.subject.gnd
GNDLeberfibrosedc.subject.gnd
GNDLeberzirrhosedc.subject.gnd
GNDLaparoskopiedc.subject.gnd
GNDHistologiedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Innere Medizin Iuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Innere Medizin IIIuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


Files in this item

Thumbnail

This item appears in the following Collection(s)

Show simple item record