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AuthorFriedrichs, Katharinadc.contributor.author
Date of accession2020-01-24T17:06:27Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2020-01-24T17:06:27Zdc.date.available
Year of creation2019dc.date.created
Date of first publication2020-01-24dc.date.issued
AbstractDie Leberzirrhose ist die Spätfolge verschiedener Lebererkrankungen. Dabei kommt es durch entzündliche Fibrose zur Zerstörung der Läppchen- und Gefäßstruktur der Leber und zur Ausbildung von bindegewebigen Septen und Regeneratknoten. Im individuellen Verlauf der Lebererkrankungen sind große Unterschiede zu beobachten. Um die Gründe dafür besser zu verstehen und mögliche neue therapeutische Ansätze zu finden, bedarf es der Identifikation beeinflussender Faktoren. Eine entscheidende Rolle in der Pathogenese der Leberzirrhose spielen die hepatischen Sternzellen (HSZ). Durch verschiedenste Stimuli gehen sie in einen profibrotischen Phänotyp über, was mit bestimmten Veränderungen in ihrem Verhalten einhergeht: Der Verlust von Retinoiden, die Synthese von Collagen, der Umsatz von Extrazellulärmatrix (EZM), eine gesteigerte Proliferation, die Fähigkeit zur Kontraktion und Chemotaxis. Der Mineralokortikoidrezeptor (MR) ist ein im Zytosol lokalisierter Transkriptionsfaktor, der durch Bindung des passenden Liganden (Aldosteron) aktiviert wird. Diese Aktivierung führt in Epithelzellen der Nierentubuli zur verstärkten Synthese bestimmter Ionenkanäle und -transporter. Die Folge ist eine vermehrte Rückresorption von Natrium und damit die Retention von Wasser. Neben der Regulation des Wasser- und Elektrolythaushaltes ist der MR aber auch an der Vermittlung profibrotischer Vorgänge beteiligt. So konnte bereits gezeigt werden, dass eine Aktivierung des MR im Herz-Kreislauf-System und in der Niere zu verstärkter Kollagensynthese und damit zu Fibrose führt. Außerdem wurde beobachtet, dass MR-Antagonisten, wie Spironolacton oder Eplerenon, das Auftreten bzw. das Ausmaß des kardialen Remodellings, sowie einer Leberfibrose reduzieren. Diese Vorgänge werden nicht über den klassischen genomischen Signalweg induziert, vielmehr kommt es zur Aktivierung eines schnellen, nicht-genomischen Signalwegs. In der vorliegenden Arbeit sollte die Rolle des MR in der Pathogenese der Leberzirrhose genauer untersucht werden. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass der MR, ebenso wie in Herz und Niere, auch in der Leber eine Rolle in der Fibrogenese spielt. Seine Wirkungen scheinen am ehesten über HSZ vermittelt zu sein. In ihnen wird durch Aldosteron der nichtgenomische Signalweg aktiviert und die Zellen gehen in einen profibrotischen Phänotyp über. Würde sich diese Hypothese durch weitergehende Untersuchungen bestätigen, so könnte dies durch den erweiterten Einsatz von Aldosteron-Antagonisten einen neuen Therapieansatz in der Behandlung der Leberzirrhose schaffen.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordMineralokortikoidrezeptordc.subject
KeywordHepatische Sternzelledc.subject
KeywordLeberdc.subject
KeywordProfibrotischer Phänotypdc.subject
KeywordpERK1/2dc.subject
KeywordpSrcdc.subject
KeywordHSZdc.subject
KeywordNicht-genomischer Signalwegdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHHepatic stellate cellsdc.subject.mesh
MeSHReceptors, Mineralocorticoiddc.subject.mesh
MeSHLiver cirrhosisdc.subject.mesh
MeSHFibrosisdc.subject.mesh
MeSHSignal transductiondc.subject.mesh
MeSHAldosteronedc.subject.mesh
MeSHMineralocorticoid receptor antagonistsdc.subject.mesh
TitleDer Einfluss des Mineralokortikoidrezeptors auf die Aktivierung hepatischer Sternzellendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2019-12-12dcterms.dateAccepted
RefereeDollinger, Matthiasdc.contributor.referee
RefereeGräter, Tilmanndc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-24449dc.identifier.doi
PPN1688527125dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-24512-6dc.identifier.urn
GNDMineralocorticoidedc.subject.gnd
GNDAldosterondc.subject.gnd
GNDLeberzirrhosedc.subject.gnd
GNDFibrosedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Innere Medizin Iuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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