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AuthorMehrke, Ines Barbaradc.contributor.author
Date of accession2019-12-18T16:02:55Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2019-12-18T16:02:55Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2019-12-18dc.date.issued
AbstractHINTERGRUND: Hypothermie ist bei operativen Eingriffen unter Vollnarkose ein häufig auftretendes Phänomen. Dieses wurde bereits vielfach auf physiologischer Ebene erklärt und hängt mit der Wirkung der Allgemeinanästhesie auf die Thermoregulationsmechanismen zusammen. Neuroelektrophysiologisches Monitoring findet zunehmend Anwendung in der neurochirurgischen Praxis und hat mittlerweile einen festen Stellenwert erlangt, um die chirurgische Arbeit zu erleichtern und neurologische Schäden zu verhindern bzw. zu vermindern. Somit ist die hier betrachtete Fragestellung, ob Hypothermie einen relevanten Effekt auf intraoperatives neuroelektrophysiologisches Monitoring hat von großer klinischer Bedeutung. METHODEN: Der vorliegenden Arbeit liegen drei Teile zugrunde. Eine Messreihe mittels in-vitro-Kontraktionstests unter verschiedenen thermischen Bedingungen untersuchte die Temperaturabhängigkeit von Muskelfaserbündeln. Ein Temperaturversuch mit Medianus-SEPs wurde an einer Gruppe von wachen und gesunden Probanden durchgeführt. Als Drittes folgte die retrospektive Auswertung intraoperativ durchgeführter Medianus-SEPs und der entsprechenden Narkose- und OP-Protokolle hinsichtlich signifikanter Temperatureffekte. ERGEBNISSE: Im IVKT zeigte sich eine signifikante lineare Korrelation zwischen Temperatur und Konfiguration der Muskelkontraktion. Der Probandenversuch konnte nachweisen, dass die Latenzen des N. medianus bei warmen Temperaturen signifikant kleiner sind, als bei kalten Temperaturen. Die retrospektive Auswertung intraoperativer Daten bestätigte, dass die Latenzverlängerung der Medianus-SEPs unter Hypothermie auch klinisch bedeutsam und signifikant ist. SCHLUSSFOLGERUNG: Die vorliegende Arbeit konnte den Einfluss von Hypothermie auf die neuronale Exzitabilität und Impulsleitung, sowie die Skelettmuskelfunktion mittels dreier unterschiedlicher Methoden, nämlich durch elektrophysiologische Versuche, in-vitro-Tests und klinische Daten bestätigen. Hervorzuheben ist dabei die Erkenntnis, dass Latenzverlängerungen als Abbildung der verlangsamten Nervenleitung bei der Ableitung somatosensorisch evozierter Potentiale des Nervus medianus schon bei moderater Hypothermie auftreten. Diese milde Hypothermie betrifft eine sehr große Anzahl von Patienten im intraoperativen Setting. Dass durch die Temperatureffekte auf die Skelettmuskelfunktion auch andere elektrophysiologische Verfahren, wie insbesondere motorisch evozierte Potentiale beeinflusst werden, konnte mit den in-vitro-Kontraktionstests an menschlichen Muskelpräparaten gezeigt werden. Im Hinblick auf die klinische Anwendung der evozierten Potentiale zum intraoperativen Neuromonitoring kann man daher zu dem Schluss kommen, dass primär der Körpertemperatur mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte und eine intraoperative Normothermie angestrebt werden sollte. In jedem Fall sollte allen an Operationen Beteiligten bewusst sein, dass von Seiten der Thermoregulation potentielle Einflussfaktoren bestehen.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordNeuroelektrophysiologiedc.subject
KeywordIntraoperatives neuroelektrophysiologisches Monitoringdc.subject
KeywordTemperaturabhängigkeitdc.subject
KeywordIntraoperative Hypothermiedc.subject
KeywordIn-vitro-Kontraktur-Testdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHNeurophysiologydc.subject.mesh
MeSHElectrophysiologydc.subject.mesh
MeSHHypothermia, Induceddc.subject.mesh
MeSHMonitoring, Intraoperativedc.subject.mesh
TitleTemperaturabhängigkeit intraoperativer neuroelektrophysiologischer Monitoringverfahrendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2019-11-08dcterms.dateAccepted
RefereeKlingler, Wernerdc.contributor.referee
RefereeCoburger, Jandc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-23303dc.identifier.doi
PPN1685953654dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-23366-2dc.identifier.urn
GNDNeurophysiologiedc.subject.gnd
GNDElektrophysiologiedc.subject.gnd
GNDHypothermiedc.subject.gnd
GNDIntraoperative Phasedc.subject.gnd
GNDMonitoringdc.subject.gnd
GNDThermoregulationdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionBezirkskrankenhaus Günzburguulm.affiliationSpecific
InstitutionZentrum für Seltene Erkrankungen (ZSE)uulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Neurochirurgieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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